Wasserstoffwirtschaft in NRW auf Erfolgskurs

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat die Unterstützung einer Konzeptstudie zur Transformation des Ruhrgebiets in eine führende Wasserstoffmodellregion zugesagt

Heute fand in Düsseldorf das zweite Spitzengespräch Wasserstoff statt. Das Gipfelgespräch, zu dem Ministerpräsident Armin Laschet und Wirtschafts- und Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart eingeladen hatten, stand im Zeichen eines Tages zukunftsweisender Entscheidungen für die Wasserstofftechnologie in Nordrhein-Westfalen:

  • Duisburg wird ein Standort des Innovations- und Technologiezentrums Wasserstoff unter dem Dach des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft. Das verkündete Bundesminister Andreas Scheuer im Spitzengespräch.
  • Das Forschungszentrum Jülich wird im Rheinischen Revier ein Helmholtz-Cluster für nachhaltige und infrastrukturkompatible Wasserstoffwirtschaft (HC-H2) aufbauen.
  • Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat die Unterstützung einer Konzeptstudie zur Transformation des Ruhrgebiets in eine führende Wasserstoffmodellregion zugesagt.

Im Spitzengespräch Wasserstoff ging es um eine erste Bilanz der Wasserstoff-Initiativen in Nordrhein-Westfalen und um den Austausch zu nötigen Verbesserungen der Rahmenbedingungen für den Ausbau einer zukunftsfähigen Wasserstoffwirtschaft. Folgende Schwerpunkte werden hier von der Landesregierung gesetzt:

1. Förderung ausbauen und zielgenauer gestalten.
Die Förderung muss stärker fokussiert werden, höhere Betriebs- und Kapitalkosten aufgrund der Transformation müssen kompensiert werden. Lücken sind gegenwärtig die Betriebskostenförderung und die Förderung bis zur Marktreife.

2. Regulatorische Hürden auf EU-Ebene abbauen.
EU-Beihilferegeln müssen die notwendige Förderung der Transformation der Industrie ermöglichen, nicht behindern.

3. Infrastruktur für die Wasserstoffwirtschaft zeitnah ausbauen.
Benötigt wird ein deutschland- und europaweites Wasserstoffnetz, sowie Wasserstofftankstellen. Hierfür bedarf es auch Beschleunigungen bei Planungs- und Genehmigungsverfahren.

4. Markthochlauf von Wasserstoff beschleunigen.
Um jetzt Investitionen zu ermöglichen, obwohl noch nicht ausreichend „grüner“ Wasserstoff zur Verfügung steht, müssen wir übergangsweise pragmatisch auch auf „blauen“ Wasserstoff zurückgreifen.

5. Massiver Ausbau der Erneuerbaren Energien.
Um die benötigten Mengen an grünem Wasserstoff zu erzeugen, muss der Ausbau der Erneuerbare Energien beschleunigt werden, indem diese von Bürokratie, Abgaben, Steuern und Umlagen befreit sowie Genehmigungsverfahren beschleunigt werden.

Source

EnergieAgentur NRW, Pressemitteilung, 2021-09-02.

Supplier

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI)
EnergieAgentur.NRW
Forschungszentrum Jülich
Landesregierung Nordrhein-Westfalen
NRW-Wirtschaftsministerium

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