Uckermark: Hanffabrik Prenzlau feiert Comeback!<br />

Mit „kleinen Brötchen“ und viel Optimismus

“Wir haben uns stabilisiert”, so Rainer Nowotny, Firmenchef der neu gegründeten Nowotny GmbH – ehemals Hanffabrik Prenzlau – , die vor fast exakt einem Jahr ihre Insolvenz verkünden musste (vgl. Meldung vom 2002-04-03.). Dies wurde möglich durch eine Wirtschaftsförderung seiner Hausbank. Immerhin: Sieben Beschäftigte stehen in der Fabrik jetzt wieder in Lohn und Brot.

Die kritische Schwelle bleibt indes die Auslastung der Verarbeitungskapazität, denn die 7.000 bis 10.000 möglichen Tonnen Hanfröststroh müssen erst einmal irgendwo wachsen. “Wir sind also überhaupt noch nicht ausgelastet, fangen ganz klein noch einmal an, da wir kein Eigenkapital und von außen nichts zu erwarten haben”, resümiert Nowotny, der darauf hofft, die regionalen Landwirte motivieren zu können, etwas mehr als 60 Hektar Hanf – wie im vergangenen Jahr – anzubauen. In einem Monat ist Aussaat…

In Spitzenzeiten hatte die Fabrik schon Stroh von 700 ha verarbeitet – heute träumt der Unternehmer von bescheidenen 300 ha, ansonsten müssen Zukäufe getätigt werden. Der Produktvertrieb ist nicht das Problem, da wirtschaftet Nowotny fast ausschließlich mit Unternehmungen der westlichen Bundesländer. Allein 60 Prozent seiner Umsätze verdankt er Bau-Dämmstoffen, die nicht in den Handel, sondern projektbezogen direkt auf die Baustellen geliefert werden. Immerhin steht der Faseraufschluss auch mit drei regionalen Architekturbüros in Vertrag, die seine Hanfdämmstoffe in ihren Häusern mit unterbringen.

Daneben wird die aus den Schäben anfallende Kleintierstreu palettenweise von Supermärkten und Zoohandlungen geordert und außerdem tüftelt der unermüdliche Unternehmer mit seinem Team an einem – inzwischen zum Patent angemeldeten – schalldämpfenden Granulat zur Spritzgussverarbeitung in – Audiosystemen.

Source

www.nordkurier.de vom 2003-04-05.

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