Sweco untersucht Potenzial von Methoden zur CO₂-Entnahme aus der Atmosphäre: Ergebnisse veröffentlicht
Sweco untersucht Potenzial von Methoden zur CO₂-Entnahme aus der Atmosphäre: Ergebnisse veröffentlicht
Der Bericht präsentiert realistische Szenarien zur CO₂-Entnahme, die Deutschland dabei unterstützen, die prognostizierte Lücke bei den Emissionseinsparungen auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045 zu schließen
Sweco leitet das zukunftsweisende Projekt, das verschiedene Methoden zur Kohlendioxid-Entnahme (auch Carbon Dioxide Removal (CDR) oder CO₂-Entnahme) unter technischen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten auf Grundlage neuester Forschungsdaten untersucht.
Bewertung verschiedener Methoden zur CO₂-Entnahme in Deutschland
Der neue Bericht, der in Zusammenarbeit mit Carbon Gap veröffentlicht wurde, enthält eine umfassende Analyse verschiedener Methoden zur CO₂-Entnahme in Deutschland. Er untersucht naturbasierte Lösungen und technische CDR-Methoden und bewertet das Umsetzungspotenzial anhand einer methodenspezifischen Ressourcenanalyse und einer umfassenden Überprüfung der klima- und energiepolitischen Rahmenbedingungen sowie der rechtlichen Voraussetzungen. Darüber hinaus wurde die gesellschaftliche Akzeptanz durch Interviews mit Stakeholdern und ein Bürgerpanel untersucht.
„Gemeinsam mit den finnischen und polnischen Sweco-Kolleg*innen haben wir an dem zukunftsweisenden Projekt gearbeitet, Methoden zur CO₂-Entnahme untersucht, Daten zu Ressourcenverfügbarkeit gesammelt und das Potenzial der unterschiedlichen Ansätze in Deutschland bewertet. Nach der Veröffentlichung des finnischen Berichts finalisieren wir derzeit die Ergebnisse für Polen. Zukünftig möchten wir unsere Kunden in Deutschland noch besser unterstützen und bauen daher unsere Beratungsangebote zu CDR-Potenzialen derzeit gezielt aus“. – Dr. Jan Nicolai Hennemann, Teamleiter Transformation & Resilienz bei Sweco.
Kohlendioxid-Entnahme (CDR) in Deutschland
Deutschland strebt eine führende Rolle bei der Kohlendioxid-Entnahme (CDR) an, um bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Die Bundesregierung hat 500 Millionen Euro für CDR-Maßnahmen bereitgestellt – eine der bislang bedeutendsten öffentlichen Initiativen zur CO₂-Entnahme in Europa. Parallel dazu schafft Deutschland innerhalb der Bundesregierung neue Strukturen, um die Politik zur CO₂-Entnahme zu koordinieren, was einen systematischeren Ansatz zur Förderung von CDR und zur schnellen Emissionsreduzierung signalisiert.
Der Bericht präsentiert realistische Szenarien zur CO₂-Entnahme, die Deutschland dabei unterstützen, die prognostizierte Lücke bei den Emissionseinsparungen auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045 zu schließen. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass Deutschland über ein erhebliches Potenzial verfügt, sowohl naturbasierte als auch technische CDR-Methoden einzusetzen, um Restemissionen zu reduzieren, die selbst bei ehrgeizigen Klimaschutzmaßnahmen wahrscheinlich bestehen bleiben werden.
Deutschland verfügt zwar über geologisches Potenzial für die CO₂-Speicherung, aber das voraussichtliche Umsetzungstempo lässt vermuten, dass die Speicherkapazität für speicherabhängige Verfahren wie BECCS und Direct Air Capture and Carbon Storage (DACCS) zu einem Engpass werden könnte. Das CDR-Portfolio Deutschlands erscheint besonders vielfältig, was unter dem Gesichtspunkt des Risiko- und Resilienzmanagements von Vorteil ist, da das geschätzte Potenzial zwischen technischen und naturbasierten Ansätzen relativ ausgewogen ist.