Pionier der ersten Stunde: Michael Carus verabschiedet sich nach mehr als 30 Jahren aus der Geschäftsführung des nova-Instituts

Nach über drei Jahrzehnten an der Spitze legt Gründer und CEO Michael Carus zum 1. März 2026 die Leitung des Geschäftsbereichs Renewable Carbon nieder. Lars Börger übernimmt als neuer CEO gemeinsam mit COO Linda Engel diese zentrale Sparte des nova-Instituts, während Carus dem Forschungs- und Beratungsunternehmen als Senior Advisor und Gesellschafter erhalten bleibt. Der Wechsel erfolgt planmäßig nach einer einjährigen Übergangsphase

Michael Carus Porträt
Michael Carus © nova-Institut

Mit diesem Führungswechsel schlägt das nova-Institut ein neues Kapitel auf: Der Übergang von Gründer Michael Carus zu seinem Nachfolger Lars Börger steht für Kontinuität und Aufbruch zugleich. Das international renommierte Institut, Vordenker in der Nutzung erneuerbarer Kohlenstoffquellen, richtet seinen Fokus künftig noch stärker auf praxisnahe Forschungs- und Beratungsprojekte, die den Wandel der Industrie hin zu klimaneutralen Materialien und Prozessen weiter vorantreiben sollen. 

„Nach über 30 Jahren intensiver Arbeit freue ich mich, meine geschäftsführenden Aufgaben an Lars Börger zu übergeben. In unserer einjährigen Übergangsphase haben wir den Wechsel sorgfältig vorbereitet und das nova-Institut zukunftsfest aufgestellt. Als Senior Advisor werde ich die neue Abteilung Renewable Feedstock unterstützen und mich weiterhin mit ganzer Kraft für die Defossilisierung der Chemie-, Material- und Kunststoffbranche einsetzen“, erklärt Michael Carus.

Carus hat das nova-Institut von einem sechsköpfigen Start-up zu einem international führenden Think Tank für Renewable Carbon mit rund 50 Wissenschaftlern aufgebaut. Der Physiker aus Köln begann seine Laufbahn im IT-Bereich, als Wissenschaftsjournalist, in der Solartechnik und bei einem bekannten Umweltinstitut, wo er die Abteilung Ressourcen leitete, bevor er 1994 mit anderen Wissenschaftlern das nova-Institut gründete. Früh setzte er auf die industrielle Nutzung von Biomasse im Bau- und Automobilbereich und dann speziell in der Kunststoff- und Chemieindustrie, um später auch die CO₂-Nutzung und Recycling einzubeziehen. So wurden die Konzepte „Renewable Carbon“ und „Defossilisierung“ entwickelt, auf deren Basis die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen überwunden werden kann. 

Als Managing Director der European Industrial Hemp Association (EIHA) und als Mitglied zahlreicher Arbeitsgruppen der Europäischen Kommission prägte er über viele Jahre die politische und wirtschaftliche Entwicklung der Bioökonomie. 2020 initiierte Carus die Renewable Carbon Initiative – heute ein Netzwerk von knapp 80 Unternehmen –, das die Transformation von fossilem zu erneuerbarem Kohlenstoff vorantreibt. Seit 2021 verantwortet er außerdem die Renewable Materials Conference, die jährlich 400 – 500 Teilnehmende aus aller Welt anzieht und sich als das globale Event zur Renewable Carbon Economy entwickelt hat – dieses Jahr wieder in Siegburg vom 22-24 September 2026.

„Michael Carus hat mit seiner Pionierarbeit den Grundstein für die Erfolgsgeschichte des nova-Instituts gelegt. Für sein außerordentliches Engagement, seine Weitsicht und die verantwortungsvolle Übergabe danken wir ihm sehr und freuen uns, auch zukünftig gemeinsam Ideen zu entwickeln und Pioniergeist in die Tat umzusetzen“, sagt Lars Börger, CEO des nova-Instituts. „Die industrielle Transformation ist heute dringlicher denn je und zugleich tatsächlich eine große Chance. Als unabhängiger, wissenschaftsbasierter Impulsgeber und Vordenker werden wir diesen Wandel aktiv mitgestalten. Für den Erfolg braucht es dabei sowohl den strategischen Überblick als auch präzise Detailanalysen zu Nachhaltigkeit, Technologie, Politik, Markt und Wirtschaftlichkeit. Genau dafür steht nova.“ 

Das nova-Institut unterstützt mit einem interdisziplinären Team aus rund 50 Wissenschaftlern internationale Innovationsprojekte und bietet wissenschaftlich fundierte Management- und Strategieberatung. Der Fokus liegt auf einem ganzheitlichen Ansatz: Technologien und Rohstoffe werden hinsichtlich ihrer Eignung, Marktpotenziale, rechtlichen Rahmenbedingungen, Nachhaltigkeit und Vermarktungschancen analysiert. Auf dieser Basis entwickelt das Team Strategien für den Übergang von fossilem zu erneuerbarem Kohlenstoff. 

Mit Lars Börger, der zuvor in leitenden Positionen bei BASF (Deutschland/China) und Neste (Finnland) tätig war und dem Vorstand von European Bioplastics angehörte, wird das nova-Institut seine Expertise zur Defossilisierung der Wirtschaft weiter ausbauen. Künftig wird sich das nova-Institut noch stärker auf die Beratung von Unternehmen, Verbänden und politischen Entscheidungsträgern zu Strategien und Lösungen auf Basis von Biomasse, direkter CO₂-Nutzung (CCU) und Recycling fokussieren.

„Die über 30-jährige Erfolgsgeschichte des nova-Instituts steht für unabhängige Forschung und wissenschaftlich fundierte Beratung für eine nachhaltige Chemie- und Materialindustrie. Mit Lars Börger an der Spitze und Michael Carus als Senior Advisor sind wir bestens für die Zukunft aufgestellt“, betont Linda Engel, COO des nova-Instituts.

Das nova-Institut gliedert sich in drei Geschäftsbereiche, die bisher von vier Geschäftsführern geleitet wurden: Michael Carus, Lars Börger, Linda Engel und Dirk Schubert. Michael Carus legt seinen Geschäftsführerposten zum 1. März 2026 nieder, bleibt jedoch Gesellschafter und agiert künftig als Senior Advisor des Geschäftsbereichs Renewable Carbon. 

Source

nova-Institute, press release, 2026-03-02.

Supplier

nova-Institut GmbH

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