LyondellBasell: Pyrolysereaktoren für MoReTec-Anlage in Wesseling installiert

Die dabei erzeugten Rohstoffe können anschließend in Crackern zur Herstellung von Monomeren wie Ethylen und Propylen eingesetzt werden, um daraus wiederum Polyethylen und Polypropylen herzustellen

© LyondellBasell

LyondellBasell (LYB) hat bei der Errichtung seiner Anlage für chemisches Recycling am Standort Wesseling einen weiteren Meilenstein erreicht. Die beiden Pyrolysereaktoren der Anlage „MoReTec-1“ wurden installiert, wie das Unternehmen mitteilt.

Die Reaktoren bilden das Kernstück der von LyondellBasell entwickelten katalytischen Recyclingtechnologie. Zusammen mit einem firmeneigenen Katalysator sollen sie schwer mechanisch recycelbare Kunststoffabfälle in kleinere Moleküle zerlegen. Daraus werden Pyrolyseöl und -gas gewonnen, die als Rohstoffe für die Herstellung neuer Kunststoffe eingesetzt werden können. Zu den vorgesehenen Anwendungen zählen unter anderem flexible Lebensmittelverpackungen.

Die MoReTec-1-Anlage in Wesseling ist für eine Verarbeitungskapazität von 50.000 Tonnen pro Jahr ausgelegt. Nach Angaben von LyondellBasell entspricht dies etwa der Menge an Kunststoffverpackungsabfällen, die jährlich von mehr als 1,2 Millionen Menschen in Deutschland erzeugt wird.

Bei dem Verfahren werden vorsortierte und aufbereitete Kunststoffabfälle zusammen mit einem Katalysator in die Reaktoren eingebracht. Die dabei erzeugten Rohstoffe können anschließend in Crackern zur Herstellung von Monomeren wie Ethylen und Propylen eingesetzt werden. Daraus lassen sich wiederum Polyethylen und Polypropylen herstellen.

Für den Bau von MoReTec-1 erhält LyondellBasell eine Förderung von 40 Mio. EUR aus dem Innovationsfonds der Europäischen Union.

Source

Plasticker, 2026-08-26.

Supplier

European Union
LyondellBasell Industries

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