Können Unternehmen eine bezahlbare und resiliente Versorgung mit fossilen Rohstoffen sicherstellen?

Es ist eine paradoxe Situation: Die Risiken fossiler Rohstoffe treten deutlicher denn je zutage, dennoch konkurrieren Chemieunternehmen mehr als zuvor um den Zugang zu einem schrumpfenden Angebot an verlässlichen und kostengünstigen fossilen Quellen. Stattdessen sollten sie ihre Positionierung bei nicht-fossilen Rohstoffquellen beschleunigen, um sich auf den Übergang zu erneuerbarem Kohlenstoff vorzubereiten

Das goldene Zeitalter ist vorbei: Fossile Energieträger haben ihren Zenit überschritten, erneuerbare Energien sind wettbewerbsfähig geworden, und von nun an wird – und muss – die Nutzung fossiler Ressourcen zurückgehen. Fossile Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle sind mit einer Reihe gravierender Probleme und Risiken verbunden. Zu den wichtigsten zählen der Klimawandel, eine unsichere Versorgungslage, starke Preisschwankungen, eine lineare statt eine Kreislaufwirtschaft, sowie mangelnde Resilienz und strategische Autonomie. Darüber hinaus kann Europa zurzeit mit anderen Weltregionen, die einen besseren Zugang zu günstigerem Erdöl haben, kaum konkurrieren.

Für einige Branchen, darunter die Chemie- und Kunststoffindustrie, ist Kohlenstoff jedoch bislang ein unverzichtbarer Bestandteil einer Vielzahl von Alltagsprodukten. Anders als der Energiesektor können diese Industrien nicht vollständig dekarbonisiert werden – stattdessen müssen sie defossilisiert werden. Dafür muss fossiler Kohlenstoff durch erneuerbare Kohlenstoffquellen aus Biomasse, CO₂ und Recycling ersetzt werden.

© nova-Institut

Doch wie können wir dieser „fossilen Falle“ entkommen und den Übergang zu erneuerbarem Kohlenstoff schaffen?

Glücklicherweise arbeiten bereits seit Jahren Tausende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Unternehmen – von Start-ups bis hin zu großen multinationalen Konzernen – an Technologien, Skalierungsstrategien und politischen Rahmenbedingungen, um diesen Wandel voranzutreiben. Auch die Politik beginnt zunehmend, den Übergang mit verschiedenen Instrumenten zu unterstützen.

Die Renewable Materials Conference bringt all diese Akteure zusammen und hat sich zu einem zentralen Gipfeltreffen für die Defossilisierung der Chemieindustrie entwickelt, auf dem diese Pioniere ihre neuesten Entwicklungen und Strategien diskutieren. Was ist bereits heute möglich? Wann werden neue Technologien den Sprung in den Massenmarkt schaffen? Und wie beeinflussen die politischen Rahmenbedingungen Märkte und Wettbewerbsfähigkeit?

Vom 22. bis 24. September treffen sich 400 bis 500 Expertinnen und Experten in Siegburg bei Köln zu 75 Vorträgen, 20 Podiumsdiskussionen und 17 interaktiven Workshops. Darüber hinaus gibt es eine Ausstellung, zahlreiche Networking-Möglichkeiten während ausgedehnter Kaffee- und Mittagspausen sowie drei Abendveranstaltungen. Auch ein benutzerfreundliches Matchmaking-Tool steht zur Verfügung.

Das finale Programm finden Sie hier: https://renewable-materials.eu/program/

Highlights der Renewable Materials Conference 2026

September: Defossilisierung der chemischen Industrie: Strategien für erneuerbaren Kohlenstoff; Neue Wege: Fein- und Spezialchemikalien; Nutzung von Lignin und CO₂. Den Abschluss des Tages bildet als besonderes Highlight die Podiumsdiskussion „Quadruple System Shock as Catalysts for Industrial Transformation“, die einen entscheidenden Aspekt für die Umsetzung der Defossilisierung beleuchtet.

September: Fossilfreie Kunststoffe: Markt- und Anwendungsentwicklung; Beschichtungen, Klebstoffe und Bindemittel; CO₂-basierte Polymere; recycelte Polymere und Kunststoffe; Automobilindustrie, Konsumgüter, Verpackungen, Textilien und Spielwaren. Den Höhepunkt des zweiten Konferenztages bildet die Wahl zum renommierten Innovationspreis „Renewable Material of the Year 2026“, gesponsert von Covestro.

September: Rahmenbedingungen für erneuerbaren Kohlenstoff: Marktnachfrage schaffen; Vision und Strategie. Biologischer Abbau: Fortschritte in Wissenschaft und Politik; Anwendungen; Systemlösungen.

Weitere Informationen und Anmeldung: https://renewable-materials.eu

Letzte verfügbare Ausstellungsstände: https://renewable-materials.eu/exhibition-booking/

Teilnehmende der Konferenz

Die Renewable Materials Conference bringt ein breites Spektrum an Akteuren entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen. Große Unternehmen und Marken stellen mit 39% die größte Teilnehmergruppe, gefolgt von Forschungsinstituten und Universitäten mit 17% sowie Start-ups und Scale-ups mit 15%. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) machen 11% der Teilnehmenden aus. Verbände, Cluster und NGOs sowie politische Entscheidungsträger sind mit jeweils 8% vertreten.

Investoren machen die verbleibenden 3% aus. Zu den relevanten teilnehmenden Unternehmen zählen unter anderem: ++ ADM International ++ Alfred Talke ++ Asahi Kasei ++ BASF ++ Beckers Group ++ Beiersdorf ++ Biotope Ventures ++ BLOOM ++ Braskem ++ Cargill ++ Clariant ++ Colesco Capital ++ Covestro ++ Crop Energies ++ DSM-Firmenich ++ Dutch Ministry ++ ENI ++ European Commission ++ Evonik ++ FECC ++ Futerro ++ Henkel ++ Heraeus ++ Holland Colours ++ Honeywell ++ IFF ++ ING Bank ++ Kemira ++ Kimberly-Clark ++ Klüber Lubrication ++ Kraton Chemical ++ Lactips ++ Lego ++ Michelin ++ Mosca ++ Neste ++ Nippon Shokubai ++ Omya ++ On ++ Peter Greven ++ Rheinmetall ++ Schneider Electric ++ SBTi ++ Stahl ++ SYENSQO ++ T.EN ++ UB FIGG ++ UPM ++ Verbio ++ Volvo ++

Die aktuelle Teilnehmerliste ist hier verfügbar: https://renewable-materials.eu/participant-list/

Dank an Sponsoren und Partner

Das nova-Institut dankt UPM Biochemicals (FI) für die Unterstützung der Konferenz als Platin-Sponsor, sowie Celluranics (CN), GS Biomats (CN), IFF (BE), Leaf Biotech (CN), L’Oreal (FR) und VERBIO (DE) als Gold Sponsoren sowie DIN CERTCO (DE), Peterson Solutions (DE) und TÜV Austria Belgium (BE) als Silber Sponsoren. Der Innovationspreis “Renewable Material of the Year 2026” wird von Covestro (DE) gesponsert.

Weitere Sponsoren sind herzlich willkommen: https://renewable-materials.eu/sponsoring/

Die Renewable Materials Conference wird von zahlreichen Industrie- und Handelsverbänden, Non-Profit-Organisationen, Forschungseinrichtungen und Interessengruppen unterstützt, die thematisch mit der Konferenz verbunden sind: AVK (DE), BCNP (DE), BIC – Bio-based Industries Consortium (EU), BioBase (AT), bündnis mikroplastikfrei (AT), C.A.R.M.E.N.(DE), ChemCologne (DE), ChemieClusterBayern (DE), CLIB (DE), CO2Value Europe (EU), EEN Enterprise Europe Network.NRW (DE), European Bioplastics (EU), FECC – European Association of Chemical Distributors (EU), GO!PHA (International), IBB Netzwerk (DE), INAK (DE), kunststoffland NRW (DE), NRW.Energy4Climate (DE), ÖGUT – Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (AT), Plastics Europe (DE), Renewable Carbon Initiative (International).

© nova-Institut

Über nova-Institut

Das nova-Institut beschäftigt sich seit Mitte der 1990er-Jahre mit Nachhaltigkeitsthemen und konzentriert sich heute auf erneuerbare Kohlenstoffkreisläufe. Als unabhängiges Forschungsinstitut unterstützt es Unternehmen – insbesondere aus der Chemie-, Kunststoff- und Materialbranche – bei der Nutzung erneuerbaren Kohlenstoffs aus Biomasse, direkter CO₂-Nutzung (CCU) und Recycling.
Mit einem multidisziplinären Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern begleitet das nova-Institut internationale Innovationsprojekte und bietet wissenschaftlich fundierte Managementberatung. Dabei verfolgt es einen ganzheitlichen Ansatz: Die Expertinnen und Experten analysieren, welche Technologien und Rohstoffe für bestimmte Produkte geeignet sind, in welchen Märkten deren Einsatz möglich ist, welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten, wie nachhaltig die jeweiligen Lösungen sind und wie sich diese erfolgreich im Markt positionieren lassen.
Auf dieser Grundlage entwickelt das Team maßgeschneiderte Strategien für die Transformation von fossilem zu erneuerbarem Kohlenstoff. Rund 50 Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen arbeiten gemeinsam an der Defossilisierung der Industrie – für eine klimaneutrale Zukunft. Mehr Informationen unter nova-institute.eurenewable-carbon.eu

Source

nova-Institut GmbH, Pressemitteilung, 2026-09-03.

Supplier

nova-Institut GmbH

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