COP 26: Europäische Kommission sagt 1 Mrd. EUR für den weltweiten Schutz der Wälder zu

Von den zugesagten 1 Mrd. EUR sind 250 Mio. EUR für acht Länder des Kongobeckens vorgesehen - Europäische Kommission leistet ihren Beitrag zur globalen Waldschutzinitiative

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, kündigte heute auf der 26. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 26) in Glasgow 1 Mrd. EUR als Beitrag der Europäischen Union zur globalen Finanzierung des Schutzes der Wälder an. Dieses 5-jährige Unterstützungspaket aus dem EU-Haushalt soll den Partnerländern dabei helfen, die Wälder weltweit zu schützen, wiederaufzuforsten und nachhaltig zu bewirtschaften und das Übereinkommen von Paris umzusetzen.

Präsidentin Ursula von der Leyen erklärte: „Die Wälder sind die grüne Lunge der Erde. Wir müssen sie schützen und wiederaufforsten. Mit großer Freude teile ich daher heute mit, dass wir eine Milliarde Euro für den weltweiten Schutz der Wälder zur Verfügung stellen werden. Damit verdeutlichen wir die Entschlossenheit der EU, wie im europäischen Grünen Deal vereinbart eine Vorreiterrolle beim globalen Wandel zum Schutz unseres Planeten zu übernehmen.“

Jutta Urpilainen‚ EU-Kommissarin für internationale Partnerschaften, erklärte dazu: „Der heute zugesagte Beitrag der EU zur nachhaltigen Bewirtschaftung, zur Wiederaufforstung und zum Schutz der Wälder ist gleichzeitig ein Beitrag zu nachhaltigem Wachstum und Beschäftigung, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel sowie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in unseren Partnerländern. Die Europäische Union wird im Rahmen eines multilateralen Ansatzes partnerschaftlich mit Regierungen, der Zivilgesellschaft, indigenen Völkern und privaten Akteuren zusammenarbeiten, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Die Menschen und unser Planet stehen an erster Stelle. Dass der besondere Schwerpunkt auf dem Kongobecken liegt, ist angesichts der Bedeutung dieses einzigartigen Gebiets und seines Ökosystems eine Botschaft zum rechten Zeitpunkt.“

Mit diesen Mitteln leistet die Europäische Kommission ihren Beitrag zur globalen Waldschutzinitiative, die die internationale Gemeinschaft auf der COP 26 beschlossen hat. Die EU wird im Sinne eines umfassenden und integrierten Ansatzes bei der Erhaltung, Wiederaufforstung und nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder mit den Partnerländern zusammenarbeiten. Von den heute zugesagten 1 Mrd. EUR sind 250 Mio. EUR für acht Länder des Kongobeckens vorgesehen (Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Demokratische Republik Kongo, Republik Kongo, Äquatorialguinea, Gabun, Burundi und Ruanda). Sie dienen dem Schutz der zweitgrößten tropischen Regenwaldregion der Welt und sollen gleichzeitig die Lebensbedingungen der Bevölkerung verbessern.

Hintergrund

Mehr als 1,6 Milliarden Menschen weltweit sind für Nahrungsmittel, Medizin und Lebensgrundlagen von Wäldern abhängig. Die Wälder erhalten den Boden und bergen 80 % der biologischen Vielfalt der Welt, wobei die größten Waldbecken außerhalb der EU liegen.

Da Wälder Sauerstoff erzeugen und die Luft reinigen, sind sie auch für die Eindämmung des Klimawandels von entscheidender Bedeutung. Sie absorbieren bis zu 30 % der Treibhausgasemissionen. Ebenso wichtig sind sie für die Anpassung an den Klimawandel. Die durch den Abbau der Wälder verursachten Treibhausgasemissionen sind die zweitwichtigste Ursache des Klimawandels. Zwischen 1990 und 2016 hat sich die weltweite Waldfläche stündlich um etwa 800 Fußballplätze verringert.

Seit Anfang der 1990er Jahre unterstützt die EU die Erhaltung der Wälder in Zentralafrika im Rahmen des ECOFAC-Programms (Erhaltung der Artenvielfalt und empfindlicher Ökosysteme in Zentralafrika). Diese kontinuierliche Unterstützung trug dazu bei, rund 16 Millionen Hektar Feuchtwälder im Kongobecken zu erhalten und gleichzeitig die nachhaltige Entwicklung und die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung zu fördern.

Die heute von der Europäischen Kommission zugesagten Mittel werden über das Instrument NDICI/Europa in der Welt finanziert.

Weitere Informationen

Rede der Kommissionspräsidenten zur Wald- und Landnutzung (europa.eu)

26. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 26)

ECOFAC-Programm

Aktionsplan der EU zur Rechtsdurchsetzung, zur Politikgestaltung und zum Handel im Forstsektor

Beispiele für die Förderung einer nachhaltigen Forstwirtschaft:

Zambia: how to survive when rain and forests dwindle | International Partnerships (europa.eu)

Reducing firewood’s heavy load for refugee women in Cameroon | International Partnerships (europa.eu)

Source

Europäische Kommission, Pressemitteilung, 2021-11-02.

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