RewinPlast: Neue Pilotanlage zur Aufbereitung schwer recycelbarer Kunststoffreste

Aus bislang kaum verwertbaren Kunststoffresten entstehen künftig hochwertige Sekundärrohstoffe

“Noch immer wird ein großer Teil der Kunststoffabfälle weltweit nicht hochwertig recycelt. Mit dieser Pilotanlage, mit dieser Innovation aus Österreich, zeigen wir, dass auch bislang kaum verwertbare Kunststoffabfälle wieder zu hochwertigem, marktfähigem Recyclat werden können. Das stößt weltweit auf großes Interesse.” Nancy Sanders (links) mit Geschäftsführer Herwig Thiel © RewinPlast

Nach Angaben der RewinPlast GmbH, Wien, Österreich, soll bei der MTM Compact in Fürstenwalde eine Pilotanlage zur Aufbereitung bislang schwer verwertbarer Kunststoffreste errichtet werden. Das Verfahren soll Reststoffe aus der mechanischen Kunststoffaufbereitung in verwertbare Fraktionen aus Polyethylen, Polypropylen und Polystyrol überführen. Die Informationen stammen aus einer am 14. Juli 2026 über APA-OTS verbreiteten Unternehmens-Presseaussendung.

Die Anlage kombiniert chemisch-physikalische Aufbereitungsschritte mit Sensorik und KI-gestützter Materialanalyse. Kunststoffreste werden sortiert und gereinigt, während Störstoffe wie PVC und Elastomere im Prozess abgeschieden werden. Die gewonnenen Fraktionen sollen anschließend zu Recyklaten für die Herstellung neuer Kunststoffprodukte verarbeitet werden.

Ausgangsmaterial sind insbesondere Reststoffe aus der Aufbereitung von Verpackungsabfällen des Dualen Systems. Diese Materialströme können bislang häufig nicht weiter stofflich recycelt werden und werden überwiegend thermisch oder in anderen industriellen Anwendungen verwertet.

MTM Compact verarbeitet entsprechende Kunststoffabfälle am Standort Fürstenwalde bisher unter anderem zu einem Ersatzstoff für Kohle und Koks in der Stahlindustrie. Die Pilotanlage ergänzt dieses Verwertungskonzept um eine zusätzliche stoffliche Nutzung. Geeignete Kunststoffanteile sollen künftig als Sekundärrohstoffe in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden.

Dem Projekt ging eine rund einjährige Entwicklungsphase voraus. Neben RewinPlast und MTM Compact ist die Unternehmerin Nancy Sanders beteiligt. Im Pilotbetrieb sollen unter anderem Prozessstabilität, Durchsatz, Materialqualität und wirtschaftliche Umsetzbarkeit geprüft werden.

Der Bedarf an hochwertigen Recyklaten steigt aufgrund wachsender gesetzlicher Anforderungen an Recyclingquoten und Rezyklatanteile. Verfahren zur Aufbereitung bisher kaum nutzbarer Restfraktionen könnten daher für Kunststoffverarbeiter und Recyclingunternehmen an Bedeutung gewinnen.

Nach erfolgreichem Abschluss der Pilotphase soll die Technologie auf größere industrielle Anlagen übertragen und international vermarktet werden.

Source

Plasticker, 2026-07-22.

Supplier

MTM Compact
RewinPlast GmbH

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