{"id":9973,"date":"2007-03-30T00:00:00","date_gmt":"2007-03-29T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070330-07n"},"modified":"2007-03-30T00:00:00","modified_gmt":"2007-03-29T22:00:00","slug":"chinaschilf-soll-haeuser-heizen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/chinaschilf-soll-haeuser-heizen\/","title":{"rendered":"Chinaschilf soll H\u00e4user heizen"},"content":{"rendered":"<p><b>Gross-Bieberau im deutschen Hessen k\u00f6nnte laut einem Bericht von echo-online.de in wenigen Jahren einer s\u00fcdchinesischen Provinz \u00e4hneln. Laut B\u00fcrgermeister Werner Seubert k\u00f6nnten die Hausbesitzer eines geplanten Neubaugebietes ihre H\u00e4user mit W\u00e4rme aus einem Blockheizkraftwerk versorgen, das mit Miscanthus von den umliegenden landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen betrieben werden soll.<\/b><\/p>\n<p>Als Heizmaterial habe Miscanthus einen Brennwert \u00e4hnlich wie Holz, n\u00e4mlich 4,5 Kilowatt pro Kilogramm (Holz: 4,9 Kilowatt) und k\u00f6nnte daher neben Holz und den bekannten Brennstoffen wie Holz-Pellets einer der wichtigen Brennstoffe der Zukunft werden. &#8220;2,23 Kilo Miscanthus-Trockenmasse ersetzen etwa einen Liter leichtes Heiz\u00f6l. Mit dem Anbau von nur einem Hektar Miscanthus k\u00f6nnten also rund 6.000 bis 7.000 Liter Heiz\u00f6l eingespart werden&#8221;, so Seubert.<\/p>\n<p><b>Die Pflanze Miscanthus als nachwachsender Rohstoff<\/b><br \/><i>Miscanthus sinensis<\/i> war in In Mitteleuropa lange Zeit nur als Zierpflanze und Blickfang in G\u00e4rten bekannt. An guten Standorten kann es bis zu vier Meter hoch wachsen. Wie der Name schon sagt, stammt Chinaschilf aus S\u00fcdostasien (China, Japan und Korea), wo es in subtropischen bis subarktischen Klimabereichen vorkommt. Chinaschilf vermehrt sich \u00fcber Rhizome, also \u00fcber Ausl\u00e4ufer des Wurzelballens. Die hochw\u00fcchsige Sorte Miscanthus giganteus wurde um 1935 nach Mitteleuropa eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Im letzten Drittel des zur\u00fcckliegenden Jahrhunderts r\u00fcckte das Chinaschilf, auch unter der Bezeichnung <i>Elefantengras<\/i> bekannt, der Suche nach alternativen Energiequellen in das Blickfeld von Forschung und Entwicklung. Wegen des m\u00f6glichen hohen Trockenmasseertrages spielt dabei vor allem die Art Miscanthus giganteus als nachwachsender Rohstoff eine Rolle. <\/p>\n<p>Nicht nur als potentieller Biomasselieferant, sondern auch als Faserpflanze wurde Chinaschilf neu entdeckt. Nach R\u00fcckschl\u00e4gen in den Achtziger Jahren liefen dann viel versprechende Versuche, bei denen v\u00f6llig ohne D\u00fcngung mehr als 20 Tonnen pro Hektar geerntet werden konnten. Die Aufpflanzung erfolgt nach den letzten Sp\u00e4tfr\u00f6sten Mitte Mai oder im Sp\u00e4therbst<\/p>\n<p>Aktuell ist neben der Verwertung als Energietr\u00e4ger auch der Einsatz als Mulchmaterial im Garten- oder Gem\u00fcsebau oder als zur Stalleinstreu.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/miscanthus-guenstiger-als-erdoel\/\" >2007-02-26<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/miscanthus-zu-briketts-verpressen\/\" >2007-02-12<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-berblick-energie-pflanzen-ausgaben-52006-und-62006\/\" >2007-02-08<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Gross-Bieberau im deutschen Hessen k&ouml;nnte laut einem Bericht von echo-online.de in wenigen Jahren einer s&uuml;dchinesischen Provinz &auml;hneln. Laut B&uuml;rgermeister Werner Seubert k&ouml;nnten die Hausbesitzer eines<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-9973","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9973","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9973"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9973\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9973"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9973"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9973"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=9973"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}