{"id":9953,"date":"2007-04-05T00:00:00","date_gmt":"2007-04-04T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070405-10n"},"modified":"2007-04-05T00:00:00","modified_gmt":"2007-04-04T22:00:00","slug":"biomasse-energie-aus-nachwachsenden-rohstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biomasse-energie-aus-nachwachsenden-rohstoffen\/","title":{"rendered":"Biomasse: Energie aus Nachwachsenden Rohstoffen"},"content":{"rendered":"<p><b>Die <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/\" >WirtschaftsWoche<\/a> berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe (14\/2007) ausf\u00fchrlich \u00fcber die Potenziale und Hemmnisse bei der energetischen Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren Energien. Tenor: &#8220;Die Natur h\u00e4lt alles bereit, was die Menschheit braucht, um ihren Energiebedarf klimaneutral zu decken. Aber die Umstellung auf erneuerbare Energien braucht Zeit \u2013 und ist teuer.&#8221;<\/b><\/p>\n<p>Aus dem Beitrag:<br \/>&#8220;Miscanthus geh\u00f6rt in der Tat zu den Mitteln, die die Welt hat, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Stroh geh\u00f6rt ebenso dazu wie jeglicher Bioabfall, Sonnenlicht und Sonnenw\u00e4rme, Wind oder Geothermie (&#8230;). &#8220;Selbst Deutschland k\u00f6nnte sich mittelfristig ohne Kohlendioxidemissionen mit Energie versorgen&#8221;, wei\u00df Volker Quaschning, Professor f\u00fcr Regenerative Energiesysteme an der <a href=\"http:\/\/www.fhtw-berlin.de\/\" >Fachhochschule f\u00fcr Technik und Wirtschaft<\/a> in Berlin. Einzige Bedingung: &#8220;Man muss bereit sein, viel Geld daf\u00fcr zu zahlen.&#8221;<\/p>\n<p>Albrecht v. Hagen sieht jedoch besonders in Osteuropa gro\u00dfe Potenziale, um Energie aus Miscanthus wettbewerbsf\u00e4hig zu produzieren: &#8220;Auf Hunderttausenden Hektar sollen die Landwirte Miscanthus anbauen, um daraus synthetischen Kraftstoff zu gewinnen. Der Ertrag liegt bei 6000 Liter pro Hektar und Jahr&#8221;, sagt Hagen. Eine fast viermal so gro\u00dfe Fl\u00e4che w\u00e4re n\u00f6tig, um die gleiche Menge Biodiesel aus Rapssaaten herzustellen.&#8221;<\/p>\n<p>Insgesamt seien bereits 200 Anlagen, in denen der geh\u00e4ckselte Miscanthus in synthetischen Treibstoff umgewandelt wird, in Polen geplant. Die erste soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. <br \/>Diese 200 Anlagen k\u00f6nnten j\u00e4hrlich 1,2 Milliarden Liter (eine Million Tonnen) SynFuel erzeugen. Zum Vergleich: Deutschland verbraucht j\u00e4hrlich rund 25 Millionen Tonnen Diesel. Die notwendige Anbaufl\u00e4che liegt bei 200.000 Hektar, das ist weniger als ein Prozent der Fl\u00e4che ganz Polens. <\/p>\n<p>Entwickelt hat die Technik MME Technology im westf\u00e4lischen B\u00fcnde. Eckhard Siekmann, technischer Leiter bei MME, verspricht Produktionskosten von 30 Cent pro Liter. In B\u00fcnde l\u00e4uft bereits eine Pilotanlage, die st\u00fcndlich bis zu 1.000 Liter SynFuel aus Stroh erzeugt. Anders als Biodiesel l\u00e4sst sich dieser Treibstoff ohne jede Umr\u00fcstung in allen Dieselfahrzeugen verbrennen. <a href=\"http:\/\/www.shell.de\/\" >Shell<\/a> mischt SynFuel \u2013 in diesem Fall allerdings aus Erdgas hergestellt \u2013 bereits seinem Kraftstoff V-Power Diesel zu.<\/p>\n<p>Auch in anderen Weltregionen l\u00e4sst sich die schnell wachsende Pflanze anbauen, die sich mit wenig Wasser begn\u00fcgt, in Norddeutschland etwa. Dort reduziert sich die Niederschlagsmenge bis zum Ende des Jahrhunderts um 50 Prozent, so eine Studie der <a href=\"http:\/\/www.cec-potsdam.de\/\" >Climate &#038; Environment Consulting<\/a> Potsdam, die vom <a href=\"http:\/\/www.umweltbundesamt.de\/\" >Umweltbundesamt<\/a> bestellt wurde. Unter diesen Bedingungen l\u00e4sst sich die traditionelle Landwirtschaft dort nicht mehr aufrechterhalten.<\/p>\n<p><b>Technologie zur Biomassenutzung<\/b><br \/>Vor allem in Deutschland haben mehrere Unternehmen und Institute Verfahren f\u00fcr eine neue Generation von Biotreibstoffen entwickelt. Neben MME sind das laut WirtschaftsWoche:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.choren.com\/\" >Choren Industries<\/a>: 15.000-Tonnen-Anlage zur Produktion von SynFuel im s\u00e4chsischen Freiberg f\u00fcr dieses Jahr geplant, bis 2009 erste kommerzielle 200.000-Tonnen-Anlage in Lubmin an der Ostsee mit Shell in Planung<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.clyviatec.de\/\" >Clyvia<\/a>, Wegberg bei Aachen: SynFuel aus Alt\u00f6l und Kunststoff, aber auch f\u00fcr Biomasse geeignetes Verfahren<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.alphakat.de\/\" >Alphakat<\/a>, Buttenheim: Umwandlung von Kunststoffen, Alt\u00f6l und Raffinerier\u00fcckst\u00e4nde, bisher nur im Ausland aktiv.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.fzk.de\/\" >Forschungszentrum Karlsruhe<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.lurgi.de\/\" >Lurgi AG<\/a>: BioLiq, ein zweistufiges Verfahren speziell f\u00fcr Biomasse. In der ersten Stufe entsteht dezentral eine Art \u00d6l, das in gro\u00dfen Raffinerien zentral weiterverarbeitet wird<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.mit.edu\/\" >Massachusetts Institute of Technology und Integrated Environmental Technologies<\/a>, Richland\/ Washington: Verfahren, das f\u00fcr jede Art von Abf\u00e4llen geeignet ist, die aus Kohlenwasserstoffen bestehen, also f\u00fcr Biomasse und Kunststoffe<\/li>\n<\/ul>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/chinaschilf-soll-haeuser-heizen\/\" >2007-03-30<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gabriel-sieht-deutsche-technologiefuehrerschaft-bei-bioenergienutzung-in-gefahr\/\" >2007-02-20<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-buchbesprechung-erneuerbare-energie-alternative-energiekonzepte-fuer-die-zukunft\/\" >2007-03-30<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die WirtschaftsWoche berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe (14\/2007) ausf&uuml;hrlich &uuml;ber die Potenziale und Hemmnisse bei der energetischen Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren Energien. 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