{"id":9898,"date":"2007-02-12T00:00:00","date_gmt":"2007-02-11T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070212-10n"},"modified":"2007-02-12T00:00:00","modified_gmt":"2007-02-11T22:00:00","slug":"emissionsszenarien-fuer-feinstaub-pm10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/emissionsszenarien-fuer-feinstaub-pm10\/","title":{"rendered":"Emissionsszenarien f\u00fcr Feinstaub \u2013 PM10"},"content":{"rendered":"<p><b>Auf Initiative von <i>\u00c4rztInnen f\u00fcr eine gesunde Umwelt<\/i> wurde von der <a href=\"http:\/\/www.meduniwien.ac.at\/\" >Medizinischen Universit\u00e4t Wien<\/a> und dem <a href=\"http:\/\/www.indoek.noe-lak.at\/\" >Institut f\u00fcr industrielle \u00d6kologie<\/a> eine Studie \u00fcber die &#8220;Forcierung von Holzheizungen im Inntal&#8221; angefertigt.<\/b><\/p>\n<p><b>Kurzfassung<\/b><br \/>Zum Schutz des globalen Klimas und zur Erh\u00f6hung der Versorgungssicherheit wird im Land Tirol der Ausbau der Biomasseheizungen gef\u00f6rdert, wobei Biomasseheizungen etwa ein Viertel der Anlagen ausmachen. Etwa die H\u00e4lfte aller Heizungsanlagen im Sektor Kleinverbraucher in Tirol stellen derzeit \u00d6lkessel dar. <\/p>\n<p>In vier Szenarien wird der Ersatz dieser \u00d6lkessel abgesch\u00e4tzt und die Emissionsver\u00e4nderungen von Feinstaub (PM10), Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>) und Stickoxiden (NO<sub>x<\/sub>) f\u00fcr das Jahr 2015 berechnet:<\/p>\n<p>In den Szenarien &#8220;Gas&#8221; bzw. &#8220;Holz&#8221; wird jeweils die H\u00e4lfte der derzeitigen \u00d6lkessel im Inntal durch Gaskessel bzw. Holzkessel ersetzt. Weiters wird in den Szenarien &#8220;Mix+&#8221; bzw. &#8220;Holz+&#8221; der Ersatz aller \u00d6lkessel durch Gas- und Holzkessel bzw. nur durch Holzkessel angenommen. <\/p>\n<p>Da im Szenario &#8220;Gas&#8221; alle Emissionen (CO<sub>2<\/sub>, NO<sub>x<\/sub> und Staub) zur\u00fcckgehen, weist dieses Szenario insgesamt betrachtet die gr\u00f6\u00dften emissionsrelevanten Erfolge auf. <\/p>\n<p>Bei den Szenarien &#8220;Holz&#8221; und &#8220;Mix+&#8221; stehen dem Kyoto-relevanten R\u00fcckgang der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen die immissionsrelevanten Steigerungen von NO<sub>x<\/sub> und Staub gegen\u00fcber, wobei diese Effekte beim Szenario &#8220;Holz+&#8221; noch verst\u00e4rkt sind. Die Immissionskonzentration von PM10 liegt im Inntal derzeit bei einem Jahresmittelwert von durchschnittlich 30 diese in den Szenarien &#8220;Holz&#8221; und &#8220;Mix+&#8221; auf etwa 32,2 &#8220;Holz+&#8221; auf 34,3 der \u00dcberschreitung der Tagesmittelwerte von 50 Szenarien ein Anstieg der \u00dcberschreitungen von derzeit etwa 43 auf 50 bis 60 Tage.  <\/p>\n<p>Umweltmedizinisch wird das Szenario &#8220;Holz+&#8221; trotz seiner hohen CO<sub>2<\/sub>-Reduktion am ung\u00fcnstigsten beurteilt, weil die damit verbundene Feinstaub- und NO<sub>x<\/sub> -Belastung schon bald zu betr\u00e4chtlichen Anstiegen der Morbidit\u00e4t und Mortalit\u00e4t f\u00fchren w\u00fcrden. Auch unter Abw\u00e4gung langfristiger Vorteile der prognostizierten CO<sub>2<\/sub>-Einsparung kann das Szenario &#8220;Holz&#8221; medizinisch nicht bef\u00fcrwortet werden, weil dadurch ab dem Jahr 2015 etwa 30 vorzeitige Sterbef\u00e4lle j\u00e4hrlich und eine vielfach gr\u00f6\u00dfere Zahl von Erkrankungen auftreten w\u00fcrden. <\/p>\n<p>Im Hausbrand gilt es daher prim\u00e4r den Energiebedarf durch umfassende thermische Geb\u00e4udesanierungen sowie durch Steigerung der Energieeffizienz zu senken. Die Wohnbauf\u00f6rderung w\u00e4re in dieser Hinsicht zu pr\u00fcfen und gegebenenfalls anzupassen. <\/p>\n<p>Als zweiter Schritt w\u00e4re die Energiebereitstellung zu betrachten. Hier weisen speziell Biomasse-Kleinfeuerungen durch den gro\u00dfen Einfluss der Betriebsweise und des Nutzerverhaltens negative Auswirkungen vor allem in Ballungsr\u00e4umen auf. Neue Entwicklungen bei Biomasse-Einzel\u00f6fen zielen allerdings auf deutlich niedrigere Werte ab, was deren Verwendung au\u00dferhalb von Ballungsr\u00e4umen vertretbar machen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>In Ballungsr\u00e4umen sind generell zentralisierte Systeme wie beispielsweise Biomasse Fernheizwerke zu bevorzugen, da diese Anlagen auf Grund weitergehender Emissionsminderungen die abgesch\u00e4tzten Werte unterschreiten w\u00fcrden. Bei Strategien zur Biomassef\u00f6rderung w\u00e4re dies ebenso entsprechend zu ber\u00fccksichtigen. <\/p>\n<p>Die komplette Studie steht <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20070212-10\/06_Endbericht_Forcierung_Holzheizung.pdf\" >hier<\/a> zum Download bereit (PDF-Dokument, ca. 2,4 MB).<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.meduniwien.ac.at\/umwelthygiene\/\" >Med Uni Wien, Inst. Umwelthygiene \/ ZPH<\/a><br \/>Dr. Hanns Moshammer<br \/>Tel.: +43-1-4277-64711<br \/>Fax: +43-1-4277-64799<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/holzpelletheizungen-haben-kein-feinstaubproblem\/\" >2007-01-25<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pellets-koennen-zur-loesung-des-feinstaubproblems-beitragen\/\" >2006-12-20<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Auf Initiative von <i>&Auml;rztInnen f&uuml;r eine gesunde Umwelt<\/i> wurde von der Medizinischen Universit&auml;t Wien und dem Institut f&uuml;r industrielle &Ouml;kologie eine Studie &uuml;ber die &#8220;Forcierung<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-9898","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9898","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9898"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9898\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9898"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9898"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9898"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=9898"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}