{"id":9884,"date":"2007-02-20T00:00:00","date_gmt":"2007-02-19T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070220-03n"},"modified":"2007-02-20T00:00:00","modified_gmt":"2007-02-19T22:00:00","slug":"mehr-bioenergie-durch-naturschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/mehr-bioenergie-durch-naturschutz\/","title":{"rendered":"Mehr Bioenergie durch Naturschutz"},"content":{"rendered":"<p><b>In Deutschland gehen jedes Jahr mehrere 10.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfl\u00e4che verloren, durch Bauma\u00dfnahmen, aber auch durch die anschlie\u00dfenden naturschutzrechtlichen Ausgleichsma\u00dfnahmen &#8211; ein potenzieller Konfliktherd zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. Zu entsch\u00e4rfen w\u00e4re er, wenn sich auf den Ausgleichsfl\u00e4chen nachwachsende Rohstoffe anbauen und die Fl\u00e4chen dadurch \u00f6kologisch aufwerten lie\u00dfen. Zudem st\u00fcnde damit mehr Platz f\u00fcr den Anbau von Energiepflanzen zur Verf\u00fcgung.<\/b><\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeiten eines solchen Mehrnutzungskonzeptes sowie die daf\u00fcr geeigneten Anbaukonzepte untersucht nun das <a href=\"http:\/\/ifas.umwelt-campus.de\/\" >Institut f\u00fcr angewandtes Stoffstrommanagement der Fachhochschule Trier<\/a> bis Ende September dieses Jahres. Gef\u00f6rdert wird das Projekt von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (<a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >FNR<\/a>) im Auftrag des <a href=\"http:\/\/www.bmelv.de\/\" >Bundeslandwirtschaftsministeriums<\/a>. <\/p>\n<p>Die heute g\u00e4ngige Naturschutzpraxis mit ihrer Schaffung von Ausgleichsfl\u00e4chen f\u00fcr bauliche Eingriffe in die Natur ist selbst unter Natursch\u00fctzern umstritten. Sie hat mancherorts zu einem Flickenteppich von relativ beliebigen kleinen und Kleinstfl\u00e4chen gef\u00fchrt, die nach einer anf\u00e4nglichen obligatorischen Pflegezeit h\u00e4ufig aus Kostengr\u00fcnden sich selbst \u00fcberlassen bleiben. Chancen f\u00fcr eine konzeptionelle B\u00fcndelung und Abstimmung der Ma\u00dfnahmen werden so verspielt. Aus Sicht der Landwirtschaft f\u00fchrt die Regelung zu einem doppelten Fl\u00e4chenverlust: Einmal durch die Bauma\u00dfnahme selbst, zum zweiten durch die Ausgleichsma\u00dfnahme. <\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Fl\u00e4chenkonkurrenz zwischen Nahrungsmittel- und Energiepflanzenproduktion gewinnt dieser Tatbestand zus\u00e4tzlich an Bedeutung. <\/p>\n<p>Eine Teill\u00f6sung des Konfliktes best\u00fcnde in der M\u00f6glichkeit, Ausgleichsfl\u00e4chen weiterhin landwirtschaftlich zu nutzen und sie dennoch \u00f6kologisch aufzuwerten. Das Institut f\u00fcr angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) der Fachhochschule Trier untersucht nun, welche Konzepte sich daf\u00fcr eignen. Dabei wollen die Forscher nicht nur die \u00f6konomische Machbarkeit, sondern auch die unterschiedlichen rechtlichen Gegebenheiten in den einzelnen Bundesl\u00e4ndern im Auge behalten. <\/p>\n<p>Auch die Entwicklung eines Finanzierungsmodells geh\u00f6rt zu ihrem Arbeitspaket. Angedacht ist zum Beispiel ein Fondsmodell, das folgenderma\u00dfen funktionieren k\u00f6nnte: Die Bauherren, die die Kompensationsma\u00dfnahmen finanzieren m\u00fcssen, zahlen ihre Mittel in den Fonds ein. Die Landwirte wiederum, die die \u00f6kologischen Leistungen erbringen, werden daf\u00fcr aus dem Fonds bezahlt. Denn mit dem Anbau nachwachsender Rohstoffe mittels \u00f6kologisch vertr\u00e4glicher Methoden sind in der Regel finanzielle Ausf\u00e4lle verbunden. Eine zentrale Koordinierung eines solchen Fonds b\u00f6te auch die M\u00f6glichkeit, mehrere Ausgleichsma\u00dfnahmen zu b\u00fcndeln und damit gr\u00f6\u00dfere zusammenh\u00e4ngende Anbau- und Naturschutzfl\u00e4chen zu schaffen. <\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Studie sollen im 4. Quartal 2007 vorliegen und dann in eine praktische Erprobungsphase gehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>In Deutschland gehen jedes Jahr mehrere 10.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfl&auml;che verloren, durch Bauma&szlig;nahmen, aber auch durch die anschlie&szlig;enden naturschutzrechtlichen Ausgleichsma&szlig;nahmen &#8211; ein potenzieller Konfliktherd zwischen<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-9884","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9884","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9884"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9884\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9884"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9884"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9884"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=9884"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}