{"id":9773,"date":"2007-01-14T00:00:00","date_gmt":"2007-01-13T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070114-02n"},"modified":"2007-01-14T00:00:00","modified_gmt":"2007-01-13T22:00:00","slug":"bioethanol-und-grundstoffe-fuer-die-chemie-staerken-zuckermarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bioethanol-und-grundstoffe-fuer-die-chemie-staerken-zuckermarkt\/","title":{"rendered":"Bioethanol und Grundstoffe f\u00fcr die Chemie st\u00e4rken Zuckermarkt"},"content":{"rendered":"<p><b>Die <a href=\"http:\/\/www.suedzucker.de\/\" >S\u00fcdzucker AG<\/a> nutzt die neuen M\u00f6glichkeiten der Zuckermarktordnung (s.u.), um die Belastungen aus der Preisk\u00fcrzung abzufedern. Besonders die neuen Marktsegment Industriezucker f\u00fcr die Bioethanolproduktion sowie f\u00fcr chemische und pharmazeutische Anwendungen werden zuk\u00fcnftig weiter ausgebaut. <\/b><\/p>\n<p>Aus der Kampagne 2006 stehen 550.000 t Zucker zur Vermarktung als Industriezucker zur Verf\u00fcgung. Damit hat die S\u00fcdzucker AG eine f\u00fchrende Position als Anbieter von Industriezucker in der EU eingenommen. <\/p>\n<p>Wachstumstreiber f\u00fcr den stark wachsenden Bioethanolmarkt ist das am 1. Januar 2007 in Deutschland in Kraft getretene Biokraftstoffquotengesetz, das eine Beimischungsverpflichtung von Bioethanol zu herk\u00f6mmlichem Kraftstoff vorschreibt. F\u00fcr die kommende Kampagne 2007 hat die S\u00fcdzucker AG deshalb den R\u00fcbenanbauern in Deutschland zus\u00e4tzlich Vertr\u00e4ge f\u00fcr die Erzeugung von 300.000 t Ethanolr\u00fcben angeboten. <\/p>\n<p>Die Umsetzung der EU-Biokraftstoffrichtlinie in weiteren L\u00e4ndern wird zus\u00e4tzliche Marktpotenziale er\u00f6ffnen. Zusammen mit der steigenden Nachfrage nach Industriezucker als Rohstoff zur Herstellung von Spezialprodukten der chemischen und pharmazeutischen Industrie er\u00f6ffnet sich ein Marktpotenzial, das das bisherige C-Zuckergesch\u00e4ft kompensieren kann. <\/p>\n<p>Gemeinsam mit den R\u00fcbenlieferanten hat S\u00fcdzucker des Weiteren von der durch die EU geschaffenen M\u00f6glichkeit Gebrauch gemacht, zus\u00e4tzliche Produktionsquoten in H\u00f6he von rd. 250.000 t Zucker zu erwerben und damit die Zuckerquote auf insgesamt rd. 4,1 Mio. t zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p><b>EU-Zuckermarktordnung<\/b><br \/>Die neue Zuckermarktordnung mit einer Laufzeit bis September 2015 trat am 1. Juli 2006 in Kraft. Politische Zielsetzung ist es, die Vorgaben der WTO zu erf\u00fcllen und gleichzeitig die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des EU-Zuckersektors zu st\u00e4rken. <\/p>\n<p>Hierzu ist eine Reduzierung der Quotenzuckerproduktion von insgesamt 5 &#8211; 6 Mio. t notwendig. Hierf\u00fcr hat die EU einen Restrukturierungsfonds eingerichtet, der den nicht effizienten Zuckererzeugern die M\u00f6glichkeit gibt, ihre Quoten zu einem attraktiven Preis zur\u00fcckzugeben. Die EU-Kommission ist hierbei verpflichtet, alles zu tun, um ihrem Restrukturierungsangebot zum Erfolg zu verhelfen. <\/p>\n<p>Der Restrukturierungsfonds startete im Zuckerwirtschaftsjahr 2006\/07 mit einer Quotenr\u00fcckgabe von 1,5 Mio. t im Rahmen der Erwartungen. Die Frist f\u00fcr die R\u00fcckgabe der Quote f\u00fcr das Zuckerwirtschaftsjahr 2007\/08 endet am 31. Januar 2007. Bislang liegen Absichtserkl\u00e4rungen f\u00fcr die R\u00fcckgabe von 0,7 Mio. t vor. <\/p>\n<p>Die S\u00fcdzucker-Gruppe leistet als Marktf\u00fchrer mit der R\u00fcckgabe der Quoten von ORAFTI in Belgien und Eastern Sugar in den L\u00e4ndern Slowakei, Tschechien und Ungarn ihren Beitrag zur Quotenreduzierung. <\/p>\n<p>Dennoch ist die derzeitige Dotierung des Restrukturierungsfonds mit dann insgesamt 2,2 Mio. t unzureichend. Dementsprechend forderte die EU-Kommission die EU-Mitgliedsstaaten und die Zuckerwirtschaft am 21. November 2006 zu weiteren Quotenr\u00fcckgaben in den Restrukturierungsfonds auf. <\/p>\n<p>Sollte es keine weiteren Quotenr\u00fcckgaben geben, besteht bereits im Zuckerwirtschaftsjahr 2007\/08 ein tempor\u00e4rer Quotenk\u00fcrzungsbedarf, der das Niveau von 2006\/07 in H\u00f6he von 2,5 Mio. t \u00fcbersteigen k\u00f6nnte und damit zusammen mit der nochmals steigenden Restrukturierungsabgabe zu deutlichen Ergebnisbelastungen im Segment Zucker f\u00fchren w\u00fcrde. <\/p>\n<p>Der vollst\u00e4ndige Bericht einschlie\u00dflich Tabellen steht <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20070114-02\/ZB_03_2006_d.pdf\" >hier zum Download<\/a> bereit.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/genug-zucker-am-weltmarkt\/\" >2007-01-02<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eu-agrarrat-energiepflanzen-praemie-und-zucker-im-mittelpunkt\/\" >2006-11-23<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zuckermarktordnung-hat-bittere-auswirkungen\/\" >2006-11-21<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eu-rohstoffe-fuer-bioethanol-gesichert\/\" >2006-10-31<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die S&uuml;dzucker AG nutzt die neuen M&ouml;glichkeiten der Zuckermarktordnung (s.u.), um die Belastungen aus der Preisk&uuml;rzung abzufedern. 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