{"id":9769,"date":"2007-01-17T00:00:00","date_gmt":"2007-01-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070117-03n"},"modified":"2007-01-17T00:00:00","modified_gmt":"2007-01-16T22:00:00","slug":"gruenes-licht-fuer-innovatives-biomassevergasungs-bhkw-in-baden-wuerttemberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gruenes-licht-fuer-innovatives-biomassevergasungs-bhkw-in-baden-wuerttemberg\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcnes Licht f\u00fcr innovatives Biomassevergasungs-BHKW in Baden-W\u00fcrttemberg"},"content":{"rendered":"<p><b>Das <a href=\"http:\/\/www.zsw-bw.de\/\" >Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg (ZSW)<\/a> hat eine neue Technik zur Herstellung von hochwertigem Gas aus Biomasse entwickelt. Nach erfolgreichem Laborbetrieb hat die Landesregierung Baden-W\u00fcrttemberg im Dezember gr\u00fcnes Licht f\u00fcr die F\u00f6rderung eines Blockheizkraftwerks auf der Basis der ZSW-Biomassevergasung gegeben. Die Demonstrationsanlage mit rund 10 Megawatt thermischer Leistung soll dieses Jahr gebaut werden.<\/b><\/p>\n<p>Die Anlage ist vorerst als BHKW zur Produktion von Strom und W\u00e4rme geplant. Mit einer Zusatzinvestition kann sie um die Produktion von Kraftstoff erweitert werden &#8211; das Verfahren des Stuttgarter Instituts erlaubt auch die direkte Gewinnung von Wasserstoff oder Erdgassubstitut. <\/p>\n<p>&#8220;Die Entscheidung der Landesregierung ist ein Meilenstein f\u00fcr diese innovative Biomasse-Technologie. Sowohl die k\u00fcnftige Energieversorgung als auch die Landschaftspflege werden davon profitieren&#8221;, sagt ZSW-Vorstand Dr. Thomas Schott. &#8220;Wir freuen uns, dass das in Baden-W\u00fcrttemberg entwickelte Verfahren als Leuchtturmprojekt im Land zum Einsatz kommt.&#8221; Wo die Investition get\u00e4tigt werden soll, kl\u00e4rt das Land derzeit mit kommunalen Energieversorgern. Im Gespr\u00e4ch ist die Gegend um das neue Biosph\u00e4rengebiet &#8220;Schw\u00e4bische Alb&#8221; mit seinem gro\u00dfen Biomasseangebot.  <\/p>\n<p>Das AER-Verfahren (Absorption Enhanced Reforming) wurde unter F\u00fchrung des ZSW gemeinsam mit der Universit\u00e4t Stuttgart und weiteren europ\u00e4ischen Partnern entwickelt. Hierbei wird die feste Biomasse in ein wasserstoffreiches Gasgemisch umgewandelt. Der Clou steckt im Einsatz von Absorbermaterialien im Vergasungsprozess. Das erlaubt eine v\u00f6llig neuartige Steuerung des Wasserstoffgehalts und damit eine breite Anpassung des Gases an die weitere Verwendung.  <\/p>\n<p>So enth\u00e4lt das Rohgas Wasserstoffgehalte von rund 70% &#8211; das ist weltweiter Rekord! Es kann in Richtung Wasserstoffnutzung weiterverarbeitet werden, bei einer Konditionierung in Richtung hohen Methangehalts eignet sich das Gas aber auch zur Einspeisung in das Erdgasnetz oder zur Betankung von Erdgasautos.  <\/p>\n<p>Als prim\u00e4re Ressource nutzt das geplante BHKW Holz. Die Technik ist aber auch offen f\u00fcr den Einsatz bisher ungenutzter Biomassen aus der Landwirtschaft. Denn der AER-Prozess l\u00e4uft bei einer deutlich niedrigeren Vergasungstemperatur als bei konventionellen Verfahren ab. <\/p>\n<p>Die in gro\u00dfem Umfang anfallenden Restbiomassen sind damit prinzipiell energetisch verwertbar: Etwa Stroh mit seinem niedrigen Ascheschmelzpunkt, das bisher kaum thermochemisch genutzt werden konnte, aber auch Restholz oder feuchte Biomassen. Das erweitert das Energiepotenzial der Ressource Biomasse erheblich und kann zur Entlastung des angespannten Holzmarkts f\u00fchren.<\/p>\n<p>Die neue Technik ist auch f\u00fcr die baden-w\u00fcrttembergische Industrie im Maschinen- und Anlagenbau von Interesse. Hier t\u00e4tige Unternehmen k\u00f6nnen mit dem neuen Verfahren ihr Gesch\u00e4ftsfeld erweitern und einen Wettbewerbsvorteil erlangen. <\/p>\n<p><b>Informationen zum ZSW<\/b><br \/>Das ZSW geh\u00f6rt zu den international f\u00fchrenden Forschungseinrichtungen f\u00fcr D\u00fcnnschicht-Photovoltaik, regenerative Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen. Das Institut engagiert sich vor allem f\u00fcr den beschleunigten Technologietransfer in die Industrie. J\u00fcngstes Beispiel ist die Einweihung der W\u00fcrth Solar-Fabrik zur Serienherstellung von D\u00fcnnschicht-Photovoltaikmodulen in Schw\u00e4bisch Hall im Oktober 2006. Das Institut setzt erzeit mit 120 Besch\u00e4ftigten rund 16 Millionen Euro pro Jahr um &#8211; der Gro\u00dfteil stammt aus der Industrieforschung und von \u00f6ffentlichen Auftraggebern. <\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Ansprechpartner Pressearbeit <br \/>Dr. Klaus Heidler Solar Consulting<br \/><a href=\"http:\/\/www.solar-consulting.de\/\" >Solar Info Center<\/a>  <br \/>D-79072 Freiburg<br \/>Tel. +49\/761\/38 09 68-0<br \/>Fax +49\/761\/38 09 68-11 <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:info@solar-consulting.de\">info@solar-consulting.de<\/a><\/p>\n<p>Ansprechpartner f\u00fcr inhaltliche Fragen <br \/>Dr. Thomas Schott<br \/><a href=\"http:\/\/www.zsw-bw.de\/\" >Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg ZSW<\/a><br \/>Industriestr. 6,  <br \/>D-70565 Stuttgart<br \/>Tel. +49\/711\/78 70-224<br \/>Fax. +49\/711\/78 70-100 <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:thomas.schott@zsw-bw.de\">thomas.schott@zsw-bw.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Das Zentrum f&uuml;r Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W&uuml;rttemberg (ZSW) hat eine neue Technik zur Herstellung von hochwertigem Gas aus Biomasse entwickelt. 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