{"id":97576,"date":"2021-09-24T07:32:00","date_gmt":"2021-09-24T05:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=97576"},"modified":"2021-09-21T12:36:14","modified_gmt":"2021-09-21T10:36:14","slug":"oko-institut-projekt-zum-systemischen-kunststoffrecycling-aus-altfahrzeugen-kooperation-mit-basf-volkswagen-sicon-tu-clausthal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/oko-institut-projekt-zum-systemischen-kunststoffrecycling-aus-altfahrzeugen-kooperation-mit-basf-volkswagen-sicon-tu-clausthal\/","title":{"rendered":"\u00d6ko-Institut: Projekt zum systemischen Kunststoffrecycling aus Alt\u00adfahrzeugen \u2013 Kooperation mit BASF, Volkswagen, Sicon, TU Clausthal"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Sto\u00dff\u00e4nger, Sitzpolster, Dichtungen, Kabelummantelungen und mehr \u2013 rund 1,5 Millionen Tonnen unterschiedlicher Kunststoffe werden j\u00e4hrlich in Pkw in Deutschland verbaut. Bei der heutigen Altfahrzeugaufbereitung kann nur ein geringer Teil der Kunststoffe stofflich wiederverwertet werden, der Gro\u00dfteil geht \u00fcber industrielle Schredderanlagen in die energetische Verwertung. Ein neues Projekt will nun die Herausforderungen beim Kunststoffrecycling von Altfahrzeugen mit Hilfe neuer Sortier- und Recyclingverfahren systemisch l\u00f6sen. Daf\u00fcr arbeitet das \u00d6ko-Institut mit BASF SE, der Volkswagen AG, der Sicon GmbH sowie der Technischen Universit\u00e4t Clausthal in einem vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rderten Projekt zusammen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Projektpartner aus Industrie und Wissenschaft entwickeln daf\u00fcr zun\u00e4chst ein umfassendes Konzept f\u00fcr die Trennung des hochkomplexen Materialmix, basierend auf einem Prozess, der bereits \u00fcber die letzten 20 Jahre von Volkswagen und Sicon entwickelt wurde. \u00dcber optimal austarierte mechanische, chemische und thermische Aufbereitungsverfahren sollen Kunststoffe aus dem Pkw-Sektor umfassend gelenkt und marktgerecht verwertet werden. \u201eIm Rahmen des European Green Deal spielt die Circular Economy eine zentrale Rolle\u201c, erl\u00e4utert Dr. Winfried Bulach, Projektleiter am \u00d6ko-Institut. \u201eUnser Projekt soll dazu einen entscheidenden Beitrag leisten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Herausforderungen des Kunststoffrecyclings<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Alterungseffekte, Verunreinigungen und ge\u00e4nderte Materialkonzepte stellen mechanische Recyclingverfahren vor gro\u00dfe Herausforderungen. Verbesserte Sortiertechniken und das chemische Recycling als komplement\u00e4re L\u00f6sung zum mechanischen Recycling k\u00f6nnen dazu beitragen, dass zuk\u00fcnftig die Recyclingquote von Altfahrzeugen im Hinblick auf Kunststoffe gesteigert wird. Davon soll auch die Rezyklateinsatzquote in Neufahrzeugen profitieren. Parallel dazu wird die Wirtschaftlichkeit des Recyclings von Kunststoffen aus Altfahrzeugen verbessert. F\u00fcr die optimale Nutzung von Potenzialen aus Sekund\u00e4rrohstoffen werden Industrie 4.0-basierte Methoden zur Steuerung der Stoffstr\u00f6me eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Kunststoffe besser voneinander zu trennen, um sie effektiver zu recyceln, ist ein zentrales Anliegen in unserem Projekt\u201c, betont Heiner Guschall von Projektpartner Sicon. \u201eDaf\u00fcr erarbeiten wir ein Konzept, das f\u00fcr jede der resultierenden Kunststofffraktionen die \u00f6kologisch und \u00f6konomisch sinnvollste Verwertung erm\u00f6glicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dies soll die Basis f\u00fcr eine umfassende Umsetzungsphase in einem Folgeprojekt sein. Dabei sollen die in den Pilotanlagen bew\u00e4hrten Verfahren optimiert, neue entwickelt und f\u00fcr die unterschiedlichen Teilfraktionen bestm\u00f6glich kombiniert werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Dialog mit Praxispartnern f\u00fcr die Umsetzungsphase<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Im Dialog mit weiteren Stakeholdern aus Industrie und Wissenschaft evaluieren die Partner die Vorschl\u00e4ge des Projekts in einem Workshop. Dieser hat das Ziel, weitere Partner zu gewinnen und Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Umsetzung in der Praxis zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Projekt \u201e<a href=\"https:\/\/www.bmbf.de\/bmbf\/shareddocs\/bekanntmachungen\/de\/2020\/07\/3080_bekanntmachung\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">KuRT (Konzeptphase): SyKuRA \u2013 Systemisches Kunststoffrecycling aus Altfahrzeugen<\/a>\u201c wird vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung als Teil der Ausschreibung \u201eRessourceneffiziente Kreislaufwirtschaft \u2013 Kunststoffrecyclingtechnologien (KuRT)\u201c im Rahmenprogramm \u201eForschung f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung \u2013 Fona3\u201c gef\u00f6rdert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sto\u00dff\u00e4nger, Sitzpolster, Dichtungen, Kabelummantelungen und mehr \u2013 rund 1,5 Millionen Tonnen unterschiedlicher Kunststoffe werden j\u00e4hrlich in Pkw in Deutschland verbaut. 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