{"id":97445,"date":"2021-09-22T07:32:00","date_gmt":"2021-09-22T05:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=97445"},"modified":"2021-09-17T12:32:52","modified_gmt":"2021-09-17T10:32:52","slug":"ressource-hundefell-feinste-tierhaarfasern-fur-nachhaltige-und-ethisch-vertretbare-mode","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ressource-hundefell-feinste-tierhaarfasern-fur-nachhaltige-und-ethisch-vertretbare-mode\/","title":{"rendered":"Ressource Hundefell: Feinste Tierhaarfasern f\u00fcr nachhaltige und ethisch vertretbare Mode"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p><strong>Die Textil- und Modebranche muss nachhaltiger werden. Das junge Brand modus intarsia zeigt, wie es gehen kann. Aus der Unterwolle von Hunden, die normalerweise ausgek\u00e4mmt wird und im M\u00fcll landet, haben die zwei Gr\u00fcnderinnen ein hochwertiges Garn entwickelt. Die Modedesignerin Ann Cathrin Sch\u00f6nrock hatte die Idee und die Textilingenieurin Franziska Uhl von der Hochschule Reutlingen hat gemeinsam mit Wissenschaftler:innen an den Deutschen Instituten f\u00fcr Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) das entwickelte Garn an Industriemaschinen erprobt und in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfstab hergestellt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-medium is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.ditf.de\/files\/inhalt\/Nachrichten\/Pressemeldungen\/2021\/PDF\/Yarn_from_dog_fur_modusintarsia-103.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/09\/Yarn_from_dog_fur_modusintarsia-103-3869818c-200x300.jpg\" alt=\"Ann Cathrin Sch\u00f6nrock (li) und Franziska Uhl (re) mit Wollfaserflocken vom Hundefell. Foto: modus intarsia\" class=\"wp-image-97469\" width=\"181\" height=\"271\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/09\/Yarn_from_dog_fur_modusintarsia-103-3869818c-200x300.jpg 200w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/09\/Yarn_from_dog_fur_modusintarsia-103-3869818c-100x150.jpg 100w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/09\/Yarn_from_dog_fur_modusintarsia-103-3869818c-180x270.jpg 180w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/09\/Yarn_from_dog_fur_modusintarsia-103-3869818c.jpg 410w\" sizes=\"auto, (max-width: 181px) 100vw, 181px\" \/><\/a><figcaption>Ann Cathrin Sch\u00f6nrock (li) und Franziska Uhl (re) mit Wollfaserflocken vom Hundefell. Foto: modus intarsia<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Chiengora\u00ae nennen sie das Kaschmir-\u00e4hnliche Garn \u2013 \u201eChien\u201c, Franz\u00f6sisch f\u00fcr \u201eHund\u201c, und \u201egora\u201c in Anlehnung an das feine Angora, welches urspr\u00fcnglich von Hasen stammt. Das Garn hat gegen\u00fcber Kaschmir den Vorteil, dass der Rohstoff nicht aus der Mongolei eingeflogen werden muss und die Tiere nicht f\u00fcr die Wollproduktion gez\u00fcchtet und gehalten werden. Der Rohstoff f\u00fcr das Garn entsteht nebenbei bei der t\u00e4glichen Tierpflege, vor allem, wenn die Tiere im Fr\u00fchjahr ihr Winterfell verlieren. Damit schont die Nutzung von Chiengora\u00ae nicht nur Ressourcen, sondern dient dem Tierwohl.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gr\u00fcnderinnen-Team besteht aus Ann Cathrin Sch\u00f6nrock (31) aus Berlin und Franziska Uhl (25) aus Reutlingen. Als gelernte Mode- und Strickdesignerin mit hohen Anspr\u00fcchen an Qualit\u00e4t, Ethik und Nachhaltigkeit hat Ann Cathrin Sch\u00f6nrock schon 2017 mit dem Sammeln der Unterwolle vom eigenen Hund, von Hunden von Bekannten und Freunden, aber auch von Hundefriseuren und Z\u00fcchtern begonnen. Nach ersten Machbarkeitsstudien stie\u00df Franziska Uhl von der Fakult\u00e4t f\u00fcr Textil &amp; Design an der Hochschule Reutlingen dazu. Sie hat im Rahmen ihrer Bachelorarbeit erforscht, welche Hundehaare sich besonders gut f\u00fcr die Garnentwicklung eignen. An den DITF hat sie mit Volkan \u00dcnal und Waltraud Abele ihre Thesen an Maschinen im Industriema\u00dfstab \u00fcberpr\u00fcft und die Produktionsprozesse optimiert \u2013 von den Wollfaserflocken bis zum fertigen Wollgarn.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Potenzial ist gro\u00df. Allein in Deutschland leben \u00fcber 10,4 Millionen Hunde. Obwohl nicht alle Hunderassen geeignete Unterwolle haben, landen europaweit bisher jedes Jahr \u00fcber 1000 Tonnen davon im M\u00fcll. Sch\u00f6nrock und Uhl haben ein dezentrales Sammlernetzwerk ins Leben gerufen. Jeder kann daran teilnehmen, die Unterwolle seines Vierbeiners sammeln und nach Reutlingen schicken. Unterst\u00fctzt wird das Projekt mit dem staatlichen EXIST-Gr\u00fcndungsstipendium und einem Investment aus der Textilindustrie. Die Unternehmerin Anna Yona von Wildling investiert in \u201eYarnsustain\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Stephan Baz M.Sc.<br>Deputy Head of the Competence Center Staple Fibers, Weaving &amp; Simulation<br>Head of Staple Fiber Technology<br>T +49 (0)711 93 40-252<br>E\u00a0<a href=\"mailto:stephan.baz@ditf.de\" data-type=\"mailto\" data-id=\"mailto:stephan.baz@ditf.de\">stephan.baz@ditf.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Textil- und Modebranche muss nachhaltiger werden. Das junge Brand modus intarsia zeigt, wie es gehen kann. Aus der Unterwolle von Hunden, die normalerweise ausgek\u00e4mmt wird und im M\u00fcll landet, haben die zwei Gr\u00fcnderinnen ein hochwertiges Garn entwickelt. Die Modedesignerin Ann Cathrin Sch\u00f6nrock hatte die Idee und die Textilingenieurin Franziska Uhl von der Hochschule Reutlingen [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","nova_meta_subtitle":"Der Rohstoff f\u00fcr Chiengora\u00ae Garn entsteht nebenbei bei der t\u00e4glichen Tierpflege, vor allem, wenn die Tiere im Fr\u00fchjahr ihr Winterfell verlieren","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[13832,10527,10719,12644,19047],"supplier":[19049,21822,2456,19048],"class_list":["post-97445","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-mode","tag-nachhaltigkeit","tag-naturfasern","tag-textilien","tag-tierhaar","supplier-chiengora-von-modus-intarsia","supplier-ditf-deutsche-institute-fur-textil-und-faserforschung-denkendorf","supplier-hochschule-reutlingen","supplier-yarnsustain-schonrock-uhl-gmbh-sudwesttextil-e-v"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/97445","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=97445"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/97445\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=97445"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=97445"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=97445"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=97445"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}