{"id":97135,"date":"2021-09-16T07:26:00","date_gmt":"2021-09-16T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=97135"},"modified":"2021-09-13T14:28:44","modified_gmt":"2021-09-13T12:28:44","slug":"kooperation-zwischen-uniper-und-hafenbetrieb-rotterdam-fur-produktion-grunen-wasserstoffs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kooperation-zwischen-uniper-und-hafenbetrieb-rotterdam-fur-produktion-grunen-wasserstoffs\/","title":{"rendered":"Kooperation zwischen Uniper und Hafenbetrieb Rotterdam f\u00fcr Produktion gr\u00fcnen Wasserstoffs"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p><strong>Das Energieversorgungsunternehmen Uniper und der Hafenbetrieb Rotterdam haben eine Vereinbarung \u00fcber die Entwicklung der Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff an Unipers Maasvlakte-Standort abgeschlossen. Diese Pl\u00e4ne sind eine Weiterf\u00fchrung der Ergebnisse einer aktuellen Machbarkeitsstudie und schlie\u00dfen ebenfalls an die geplante neue Wasserstoffinfrastruktur und die wachsende Nachfrage nach nachhaltigem Wasserstoff seitens der Rotterdamer petrochemischen Industrie an.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Vereinbarung, festgehalten in einer Absichtserkl\u00e4rung, einem sogenannten Memorandum of Understanding (MOU), ist ein wichtiger Meilenstein bei der weiteren Entwicklung der Wasserstoff-Wertsch\u00f6pfungskette in der Region Rijnmond. Wie bereits kommuniziert, werden rund die H\u00e4lfte der gesamten niederl\u00e4ndischen IPCEI*-Wasserstoffprojekte in Rotterdam entwickelt. Unipers Projekt steht ebenfalls auf dieser niederl\u00e4ndischen IPCEI-Shortlist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gemeinsame Machbarkeitsstudie, die k\u00fcrzlich abgeschlossen wurde, zeigt auf, dass der Uniper-Standort am Maasdelta sich besonders f\u00fcr die starke Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff mithilfe von Strom aus den Nordsee-Windparks eignet. Es ist geplant, die Wasserstoffanlage von Uniper an die HyTransport.RTM-Pipeline durch den Rotterdamer Hafen anzuschlie\u00dfen. Damit bekommt die Anlage zugleich auch eine Anbindung an die nationale Wasserstoffinfrastruktur und die Delta-Corridor-Pipelineverbindung. Dieses letztgenannte Projekt m\u00f6chte die Versorgung mit Wasserstoff der Chemiecluster in Moerdijk und Geleen (Chemelot) und anschlie\u00dfend in Nordrhein-Westfalen \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>CO<sub>2<\/sub>-Senkung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><br>Wasserstoff wird heutzutage \u00fcberwiegend auf Basis von Erdgas hergestellt, der sogenannte graue Wasserstoff. Damit geht in den Niederlanden ein Aussto\u00df von 19 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub>\u00a0einher. Die Industrie in Rotterdam verbraucht ca. 77 PJ Wasserstoff pro Jahr (40 % des niederl\u00e4ndischen Gesamtwasserstoffverbrauchs). Der \u00dcbergang von grauem zu gr\u00fcnem, nachhaltigem Wasserstoff durch die Rotterdamer Industrie zur Herstellung sauberer Kraftstoffe und als Rohstoff in der Chemieindustrie f\u00fchrt also zu einer starken CO<sub>2<\/sub>-Senkung. In Kombination mit dem Import nachhaltigen Wasserstoffs, Speicherkapazit\u00e4ten und dem (inter-)nationalen Wasserstoff-Transportnetzwerk kann dies letztendlich zu einem vollst\u00e4ndigen Ausstieg aus der grauen Wasserstoffherstellung in Rotterdam f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wichtiger n\u00e4chster Schritt im Uniper-Projekt betrifft die \u201eFEED\u201c-Studie (Front-End Engineering &amp; Design), die zurzeit ausgeschrieben wird. Die Studie dauert ca. neun Monate und liefert einen wichtigen Vertiefungsschritt des Entwurfs der Elektrolyse-Anlage (100 MW beim Start mit einer zuk\u00fcnftigen Kapazit\u00e4tsvergr\u00f6\u00dferung auf 500 MW), der Planung des Projekts und eines realistischen Budgets. Abh\u00e4ngig von den Ergebnissen der Studie kann es zur Ausschreibung der ersten Phase dieser einzigartigen Elektrolyse-Anlage an diverse Lieferanten und Auftragnehmer kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig wird in K\u00fcrze mit dem Antrag auf die erforderlichen Genehmigungen, der Beantragung (finanzieller) Unterst\u00fctzung seitens unterschiedlicher Beh\u00f6rden, dem Abschluss von Vereinbarungen mit allen relevanten Partnern in der Wertsch\u00f6pfungskette und der Vorbereitung einer Investitionsentscheidung im Jahr 2022 begonnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wichtiges Glied in der neuen europ\u00e4ischen Wasserstoff-Wertsch\u00f6pfungskette<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eWir haben den Ehrgeiz, dass wir in enger Zusammenarbeit mit dem Hafenbetrieb Rotterdam und anderen Partnern unseren Standort Maasvlakte- zu einem wichtigen Glied in der neuen europ\u00e4ischen Wasserstoff-Wertsch\u00f6pfungskette umformen m\u00f6chten\u201c,\u00a0<strong><em>sagt Axel Wietfeld, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Uniper Wasserstoff<\/em><\/strong>. \u201eEs bieten sich sehr viele Chancen, nicht nur f\u00fcr Uniper, sondern auch f\u00fcr verschiedene andere interessierte Parteien in der Wertsch\u00f6pfungskette. Gemeinsam k\u00f6nnen wir mit nachhaltigem Wasserstoff den CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df in Rotterdam erheblich reduzieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Rotterdamer Hafen ist ein Energie-Drehkreuz f\u00fcr Westeuropa. Ungef\u00e4hr 13 Prozent der europ\u00e4ischen Energienachfrage erreicht zurzeit \u00fcber Rotterdam die Europ\u00e4ische Union. Der Hafen will 2050 CO<sub>2<\/sub>-neutral sein und gleichzeitig die zentrale Rolle im europ\u00e4ischen Energiesystem behalten. Der Hafenbetrieb erwartet, dass 2050 ca. 20 Millionen Tonnen Wasserstoff auf dem Weg zu Verbrauchern in den Niederlanden und au\u00dferhalb davon durch den Hafen flie\u00dfen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Industrie in unserem Hafen muss mit der nachhaltigen Gestaltung ihrer Betriebsverfahren einen extrem gro\u00dfen Wandel unterziehen\u201c,&nbsp;<strong><em>\u00e4u\u00dfert sich Allard Castelein, CEO des Hafenbetriebs Rotterdam.<\/em><\/strong>&nbsp;\u201eWasserstoff wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Gemeinsam mit Partnern arbeiten wir an der Verwirklichung eines gro\u00df angelegten, durch den Hafenkomplex verlaufenden Wasserstoffnetzes. Rotterdam wird damit zu einem internationalen Knotenpunkt f\u00fcr Produktion, Import und Transit von Wasserstoff in andere L\u00e4nder Nordwesteuropas. Initiativen wie dieses Projekt von Uniper sind deshalb f\u00fcr die Zukunft von Rotterdam und der gesamten Niederlande wichtig.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>*) IPCEI steht f\u00fcr \u201eImportant Project of Common European interest\u201c.&nbsp;Dabei handelt es sich um eine europ\u00e4ische Regelung, die L\u00e4ndern die M\u00f6glichkeit bietet, Projekten zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung zu gew\u00e4hren.<\/p>\n\n\n\n<p>**) Rapport HyWay 27, PwC\/Strategy&amp;, Juni 2021<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Uniper SE<\/strong><br>Georg Oppermann<br>T +49 178 439 48 47<br><a>georg.oppermann@uniper.energy<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Havenbedrijf Rotterdam<\/strong><br>Leon Willems<br>T\u00a0+31 6 2574 6662<br>E-Mail: <a>lahj.willems@portofrotterdam.com<\/a><br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber den<\/strong> <strong>Hafenbetrieb Rotterdam<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ziel des Hafenbetriebs Rotterdam ist die Verbesserung der Konkurrenzf\u00e4higkeit des Rotterdamer Hafens als logistische Drehscheibe und auch als Industriekomplex von Weltklasse \u2013 nicht nur was den Umfang, sondern auch was die Qualit\u00e4t betrifft. Der Hafenbetrieb ist Vorreiter beim \u00dcbergang zur Nutzung nachhaltiger Energie und setzt auf Digitalisierung um den Hafen und die Handelsstr\u00f6me noch effizienter und zukunftssicher zu machen. Die Kernaufgaben des Hafenbetriebs Rotterdam sind nachhaltige Entwicklung, Verwaltung und das Betreiben des Hafens sowie die Gew\u00e4hrleistung schneller und sicherer Betriebsabl\u00e4ufe der Schifffahrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fakten und Zahlen des Hafenbetriebs Rotterdam und des Rotterdamer Hafens:<\/strong><br><strong>Hafenbetrieb:<\/strong>\u00a01.270 Arbeitnehmer, Umsatz circa 750 Millionen Euro. Hafengebiet: 12.500 ha (Land &amp; Wasser, von denen\u00a0<strong>circa 6.000 ha Gewerbegebiet). Die L\u00e4nge des Hafengebiets betr\u00e4gt mehr als 40 km.<\/strong><br><strong>Besch\u00e4ftigungsvolumen:<\/strong>\u00a0385.000 Arbeitspl\u00e4tze in den Niederlanden.<br><strong>G\u00fcterumschlag:<\/strong>\u00a0circa 440 Millionen Tonnen G\u00fcter pro Jahr.<br><strong>Schifffahrt:<\/strong>\u00a0circa 30.000 Hochseeschiffe und 100.000 Binnenschiffe pro Jahr.<br><strong>Wertsch\u00f6pfung:<\/strong>\u00a0(direkt und indirekt) 45,6 Milliarden Euro, 6,2% des niederl\u00e4ndischen BIP.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber Uniper<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Uniper ist ein internationales Energieunternehmen mit rund 12.000 Mitarbeitenden in mehr als 40 L\u00e4ndern. Das Unternehmen plant, in der europ\u00e4ischen Stromerzeugung bis 2035 CO<sub>2<\/sub>-neutral zu werden. Mit rund 35 Gigawatt installierter Kapazit\u00e4t geh\u00f6rt Uniper zu den gr\u00f6\u00dften Stromerzeugern weltweit. Unipers Kernaktivit\u00e4ten umfassen sowohl die Stromerzeugung in Europa und Russland als auch den globalen Energiehandel, sowie ein breites Gasportfolio, das Uniper zu einem der f\u00fchrenden Gasunternehmen in Europa macht. Uniper setzte 2020 ein Gas-Volumen von mehr als 220bcm um. Uniper ist zudem ein verl\u00e4sslicher Partner f\u00fcr Kommunen, Stadtwerke und Industrieunternehmen bei der Planung und Umsetzung von innovativen, CO<sub>2<\/sub>-mindernden L\u00f6sungen auf ihrem Weg zur Dekarbonisierung ihrer Aktivit\u00e4ten. Als Pionier im Bereich Wasserstoff hat Uniper es sich zum Ziel gesetzt, k\u00fcnftig weltweit entlang der kompletten Wertsch\u00f6pfungskette t\u00e4tig zu sein und Projekte zu realisieren, die Wasserstoff zur tragenden S\u00e4ule der Energieversorgung der Zukunft nutzbar machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Unternehmen hat seinen Sitz in D\u00fcsseldorf und ist derzeit das drittgr\u00f6\u00dfte b\u00f6rsennotierte deutsche Energieversorgungsunternehmen. Zusammen mit ihrem Hauptaktion\u00e4r Fortum ist Uniper au\u00dferdem der drittgr\u00f6\u00dfte Erzeuger CO<sub>2<\/sub>-freier Energie in Europa.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Energieversorgungsunternehmen Uniper und der Hafenbetrieb Rotterdam haben eine Vereinbarung \u00fcber die Entwicklung der Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff an Unipers Maasvlakte-Standort abgeschlossen. Diese Pl\u00e4ne sind eine Weiterf\u00fchrung der Ergebnisse einer aktuellen Machbarkeitsstudie und schlie\u00dfen ebenfalls an die geplante neue Wasserstoffinfrastruktur und die wachsende Nachfrage nach nachhaltigem Wasserstoff seitens der Rotterdamer petrochemischen Industrie an. 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