{"id":9622,"date":"2006-12-20T00:00:00","date_gmt":"2006-12-19T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20061220-02n"},"modified":"2006-12-20T00:00:00","modified_gmt":"2006-12-19T22:00:00","slug":"pellets-koennen-zur-loesung-des-feinstaubproblems-beitragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pellets-koennen-zur-loesung-des-feinstaubproblems-beitragen\/","title":{"rendered":"Pellets k\u00f6nnen zur L\u00f6sung des Feinstaubproblems beitragen"},"content":{"rendered":"<p><b>Feinstaub ist ein Dauerbrenner, seit die EU Feinstaubrichtlinie, die Anfang 2005 in Kraft trat, viele St\u00e4dte und Gemeinden zum Handeln zwingt. Zur Begrenzung innerst\u00e4dtischer Feinstaubbelastungen werden jede Menge Ma\u00dfnahmen ergriffen. Durchfahrtsverbote f\u00fcr LKW gibt es schon, Feinstaubplaketten f\u00fcr Diesel-PKW werden kommen. Auch Pelletheizungen stehen wegen angeblich hoher Feinstaubemissionen in der Kritik.<\/b><\/p>\n<p>Pelletheizungen sind ein junger Markt mit hohen Wachstumsraten. Bis Ende des Jahres werden rund 70.000 Pelletheizungen hierzulande f\u00fcr wohlige W\u00e4rme in den Haushalten sorgen. Die staatliche F\u00f6rderung f\u00fcr den Einbau einer Pellet- oder einer Solaranlage im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) wird wegen der gro\u00dfen Nachfrage f\u00fcr das kommende Jahr um mehr als 20 Prozent aufgestockt.<\/p>\n<p><b>Pelletfeuerungen nicht mit herk\u00f6mmlichen Kamin\u00f6fen vergleichbar<\/b><\/p>\n<p>Trotz der guten Nachrichten h\u00e4lt sich das Vorurteil, dass Pelletsfeuerungen ma\u00dfgeblich zur Feinstaubbelastung beitragen. Zu Unrecht, wie etliche Untersuchungen beweisen. &#8220;Herk\u00f6mmliche Holzfeuerungen und moderne Pelletanlagen d\u00fcrfen nicht \u00fcber einen Kamm geschoren werden. Sie sind, was den Partikelaussto\u00df angeht, v\u00f6llig unterschiedlich zu bewerten&#8221;, sagt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des <a href=\"http:\/\/www.depv.de\/\" >DEPV<\/a>, Cornelis Hemmer.<\/p>\n<p>Alle h\u00e4uslichen Holzheizungen zusammen, ganz gleich ob Kamin, Scheitholz- oder Pelletfeuerungen, tragen mit 15-20 Prozent zu den gesamten Staubemissionen bei. Untersuchungen haben gezeigt, dass \u00e4ltere Holzfeuerst\u00e4tten den meisten Staub emittieren. Nach Berechnungen des <a href=\"http:\/\/www.ie-leipzig.de\/\" >Leipziger Instituts f\u00fcr Energetik und Umwelt (IEU)<\/a> k\u00f6nnte dieser Anteil halbiert werden, wenn alle alten Holzkessel auf moderne Ger\u00e4te umgestellt w\u00fcrden.<\/p>\n<p><b>Feinstaubemissionen von Pelletheizungen liegen in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von \u00d6lheizungen<\/b><\/p>\n<p>Auf Pr\u00fcfst\u00e4nden in der Schweiz, in \u00d6sterreich und in Deutschland werden derzeit Menge und Zusammensetzung der Abgase von Pelletfeuerungen untersucht. Die Messungen zeigen, dass der Feinstaubaussto\u00df dieser modernen Anlagen etwa so gering ist, wie bei bestehenden \u00d6lbrennern. Die Staubwerte bewegen sich zwischen 5 mg\/Nm<sup>3<\/sup> und 20 mg\/Nm<sup>3<\/sup>. Volker Lenz vom IEU hat den Vorteil errechnet: Wenn 1 Million \u00d6l- und Gaskessel gegen Pelletanlagen ausgetauscht w\u00fcrden, w\u00e4re der Feinstaubzuwachs geringer als 1 Prozent.<\/p>\n<p>Neue Erkenntnisse gibt es auch \u00fcber die Sch\u00e4dlichkeit des Feinstaubs. Prof. Thomas Nu\u00dfbaumer und seine Mitarbeiter vom Schweizer <a href=\"http:\/\/www.verenum.ch\/\" >Ingenieurb\u00fcro Verenum<\/a> haben Ru\u00df aus Dieselmotoren und Partikel aus Holzfeuerungen auf ihre Wirkung getestet. Sie fanden heraus, dass Feinstaub einer modernen Holzfeuerung 5-10 Mal weniger sch\u00e4dlich ist als Dieselru\u00df. <\/p>\n<p>Der Staub besteht in diesem Fall haupts\u00e4chlich aus anorganischen Salzen, die fast keine biologische Reaktivit\u00e4t aufweisen. Sie werden in den Atemwegen gr\u00f6\u00dftenteils wieder gel\u00f6st. Vorraussetzung ist allerdings die nahezu vollst\u00e4ndige Verbrennung im Holzkessel. Diesem Ziel kommen moderne Pelletfeuerungen sehr nahe.<\/p>\n<p><b>Pelletfeuerungen tragen zum Klimaschutz bei<\/b><\/p>\n<p>Es ist somit wichtig, dass Holz k\u00fcnftig m\u00f6glichst nur in modernen Feuerungen, wie zum Beispiel einer Pelletsanlage, verbrannt wird. Nur so kann bei der aktuellen Diskussion der eigentliche Vorteil der Holzfeuerung wieder in den Vordergrund treten \u2013 der Klimaschutz. Denn durch die CO<sub>2<\/sub>-neutrale Verbrennung tr\u00e4gt Holz im Gegensatz zu \u00d6l und Gas direkt zur Reduzierung der Treibhausgase und damit zu einer Reduktion der Klimaerw\u00e4rmung bei. <\/p>\n<p>&#8220;Wir hoffen, dass wir das Feinstaubgespenst f\u00fcr die klimafreundlichen Pelletheizungen bald aus der Welt schaffen k\u00f6nnen. Wichtig ist uns eine sachlich gef\u00fchrte Diskussion mit belastbaren Daten&#8221;, betont Cornelis Hemmer.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/uhlenberg-verleiht-foerderpreis-nachwachsende-rohstoffe-fuer-verfahren-zur-abwaermenutzung-und-rauchgasreinigung\/\" >2006-12-19<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/feinstaub-debatte-um-holzfeuerungen-haelt-an\/\" >2006-11-16<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/fnr-projektvorschlge-zum-thema-feinstaubreduzierung-bei-kleinfeuerungsanlagen-gesucht\/\" >2006-10-20<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/\/\" >2006-03-23<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Feinstaub ist ein Dauerbrenner, seit die EU Feinstaubrichtlinie, die Anfang 2005 in Kraft trat, viele St&auml;dte und Gemeinden zum Handeln zwingt. 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