{"id":9522,"date":"2006-11-15T00:00:00","date_gmt":"2006-11-14T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20061115-03n"},"modified":"2006-11-15T00:00:00","modified_gmt":"2006-11-14T22:00:00","slug":"heizen-mit-holzpellets-ist-weiterhin-wirtschaftlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/heizen-mit-holzpellets-ist-weiterhin-wirtschaftlich\/","title":{"rendered":"Heizen mit Holzpellets ist weiterhin wirtschaftlich"},"content":{"rendered":"<p><b>Immer mehr Haushalte in Deutschland heizen mit Holzpellets. Der <a href=\"http:\/\/www.depv.de\/\" >Deutsche Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV)<\/a> rechnet bis Ende des Jahres mit rund 70.000 Pelletsheizungen in Deutschland. Holzpellets sind im Gebrauch sowohl wirtschaftlich als auch umweltfreundlich, denn Holz verbrennt CO<sub>2<\/sub>-neutral. Zudem l\u00f6sen sich Besitzer von Pelletsheizungen durch die Nutzung eines heimischen Brennstoffs aus der Abh\u00e4ngigkeit von Erd\u00f6l und Erdgas exportierenden L\u00e4ndern.<\/b><\/p>\n<p>In den vergangenen Monaten sind die Energiepreise allgemein gestiegen. Auch bei Holzpellets ist ein Preisanstieg zu verzeichnen. Besitzer von Pelletsheizungen reagieren darauf zunehmend verunsichert. Sie fragen nach den Ursachen f\u00fcr diese Entwicklung und wie sich die Perspektiven dieser fortschrittlichen Heizungsart gestalten werden. Der DEPV erl\u00e4utert die Gr\u00fcnde der derzeitigen Preisentwicklung und liefert Argumente, die nach wie vor f\u00fcr den Einsatz von Holzpelletsheizungen sprechen. <\/p>\n<p>Die extrem niedrigen Pelletspreise im Jahr 2005 waren beg\u00fcnstigt durch ein \u00dcberangebot an Waldholz, Sp\u00e4nen und Pellets und spiegelten nicht die realen Produktionskosten bzw. den langj\u00e4hrigen Marktpreis wider. So sank der Pelletspreis seit 2000 von rund 190 Euro pro Tonne auf zwischenzeitlich unter 150 Euro. Diese Preissenkung war neben dem \u00dcberangebot nicht zuletzt auf das am Markt verf\u00fcgbare Sturmholz des Orkanes &#8220;Lothar&#8221; aus dem Jahr 1999 zur\u00fcckzuf\u00fchren. <\/p>\n<p>Der enorme Preisanstieg von \u00d6l und Gas im August 2005 auf ein Rekordniveau f\u00f6rderte auch den Absatz von Pelletsheizungen \u2013 und damit verbunden auch die Nachfrage nach Holzpellets. Gleichzeitig ist das billige Sturmholz des Orkans &#8220;Lothar&#8221; zur Neige gegangen. <\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus konnten die S\u00e4gewerke mit dem Wachsen des Pelletmarktes entscheiden, ob die S\u00e4gesp\u00e4ne wie bisher an die Holzwerkstoffindustrie geliefert werden oder an die Pelletwerke. Diese Wettbewerbssituation f\u00fchrte dazu, dass sich ein Marktpreis f\u00fcr S\u00e4gesp\u00e4ne gebildet hat. <\/p>\n<p>Durch die Erh\u00f6hung der Rohstoffpreise und die stark gestiegenen Nebenkosten ist der Pelletspreis im letzten halben Jahr auf einen H\u00f6chstwert von 250 Euro pro Tonne* angestiegen. Dies entspricht einer Steigerung von circa 25 Prozent innerhalb der letzten 10 Jahre. Viele Strom-, \u00d6l- und Gaskunden w\u00fcrden sich \u00fcber diese geringe Verteuerung freuen. Der Preis f\u00fcr Heiz\u00f6l verdoppelte sich im Zeitraum vom Jahr 2002 bis zum Jahr 2006 von 32 Cent pro Liter nahezu auf circa 65 Cent pro Liter (inkl. Mehrwertsteuer). Eine noch drastischere Entwicklung vollzog der Gaspreis. <\/p>\n<p>&#8220;Der Gipfel der Pelletspreisentwicklung sollte aber nun \u00fcberschritten sein&#8221;, sagt Beate Schmidt, Vorsitzende des DEPV. &#8220;Die derzeitige Preisentwicklung wird sich zum Ende des Winters wieder beruhigt haben. Dann werden zus\u00e4tzliche gro\u00dfe Mengen Pellets aus neuen Werken auf den Markt kommen, was die Situation entspannen d\u00fcrfte.&#8221; <\/p>\n<p>Selbst bei dem momentanen, jedoch regional sehr unterschiedlichen Preis von 200 bis 250 Euro pro Tonne, sind die Pellets noch mindestens 20 Prozent g\u00fcnstiger als \u00d6l und Gas. Der ganze Energiemarkt ist in Bewegung \u2013 daher sollte man die langfristige Investition in eine Pelletsheizung nicht vom Tagespreis der Pellets abh\u00e4ngig machen, r\u00e4t der DEPV. Mittelfristig werden Pellets auch zunehmend aus Waldholz hergestellt. Dieses zus\u00e4tzliche Rohstoffpotential stellt sicher, dass Holzpellets immer zu den g\u00fcnstigen Energietr\u00e4gern in Deutschland geh\u00f6ren werden. <\/p>\n<p><b>Ein weiterer Vorteil der Pellets:<\/b> Im Gegensatz zu Heiz\u00f6l und Erdgas sind Pellets nicht von der Mehrwertsteuer-Erh\u00f6hung, die ab 1.1.2007 greift, betroffen: F\u00fcr Pellets gilt weiterhin der erm\u00e4\u00dfigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent. <\/p>\n<p>*Basis f\u00fcr die Preisermittlung bei Holzpellets:<\/p>\n<ul>\n<li>Abnahme: 6 Tonnen (entspricht 3.000 Liter Heiz\u00f6l)<\/li>\n<li>Umkreis von 100\u2013200 km<\/li>\n<li>Inkl. aller Nebenkosten (Einblaspauschale, Wiegen etc.)<\/li>\n<li>Inkl. 7% Mehrwehrtsteuer (Quelle: Solar Promotion GmbH\/DEPV)<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Hintergrundinformation Deutscher Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV)<\/b><br \/>Der Deutsche Energie-Pellet-Verband e.V. vertritt seit 2001 die Interessen der deutschen Pelletbranche. Kessel- und Ofenhersteller, Pelletproduzenten, Komponentenhersteller sowie Vertriebspartner haben sich in diesem Bundesverband organisiert. <\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.depv.de\/\" >Deutscher Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV)<\/a><br \/>Cornelis Hemmer<br \/>Tullastra\u00dfe 18<br \/>68161 Mannheim<br \/>Telefon: 06 21 \/ 72875 23<br \/>Telefax: 06 21 \/ 72875 26<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:info@depv.de\">info@depv.de<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/alles-pelletti-der-pelletmarkt-vor-einem-strengen-winter\/\" >2006-10-20<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/energieholz-brennend-gesucht\/\" >2006-09-21<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Immer mehr Haushalte in Deutschland heizen mit Holzpellets. Der Deutsche Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV) rechnet bis Ende des Jahres mit rund 70.000 Pelletsheizungen in Deutschland. Holzpellets<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-9522","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9522","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9522"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9522\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9522"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9522"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9522"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=9522"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}