{"id":94385,"date":"2021-09-03T07:29:00","date_gmt":"2021-09-03T05:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=94385"},"modified":"2021-09-09T19:27:26","modified_gmt":"2021-09-09T17:27:26","slug":"ita-group-wird-zur-ita-group-international-centre-for-sustainable-textiles","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ita-group-wird-zur-ita-group-international-centre-for-sustainable-textiles\/","title":{"rendered":"ITA Group wird zur ITA Group International Centre for Sustainable Textiles"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p><strong>Der aktuelle Sachstandsbericht des Weltklimarats (IPCC) zeigt nachdr\u00fccklich, dass wir Wertsch\u00f6pfungsprozesse umgestalten m\u00fcssen, um die Zukunft der Erde als gesunde Biosph\u00e4re zu sichern. Etwa 8 &#8211; 10 % (ca. 4 bis 5 Milliarden Tonnen) der weltweiten CO2-Emissionen werden bei der Herstellung von Textilien verursacht. Die Textilindustrie ist f\u00fcr etwa 92 Millionen Tonnen Textilabf\u00e4lle pro Jahr verantwortlich, von denen der gr\u00f6\u00dfte Teil deponiert oder verbrannt wird. Weniger als 1 % der 100 Milliarden Textilien, die j\u00e4hrlich weltweit hergestellt werden, werden recycelt und zu hochwertigen Produkten aufbereitet. Die Textilindustrie ist also noch weit von einer Kreislaufwirtschaft entfernt. Technologien f\u00fcr das Recycling und die Wiederaufbereitung von Textilprodukten, die sich durch einen komplexen Materialmix auszeichnen, sind rar. Die Logistik f\u00fcr das Sammeln, Sortieren und Trennen von Textilabf\u00e4llen l\u00e4sst viele Fragen offen.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/08\/show_picture-300x200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-94398\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/08\/show_picture-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/08\/show_picture-150x100.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/08\/show_picture-768x512.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/08\/show_picture-400x267.jpg 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/08\/show_picture.jpg 842w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption>Biobasierte Fasern (Flachs, Hanf, PLA) auf einer Laborkrempel und biodegradierbare Automobil-Innent\u00fcrverkleidung \u00a9 ITA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Textiler Leichtbau ist eine Grundlage f\u00fcr einen ressourceneffizienten Verkehrssektor. Doch wie recyceln wir die teuren und komplexen Materialverb\u00fcnde, wenn Autos, Flugzeuge und andere Fahrzeuge das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben? Verbrennung ist keine L\u00f6sung f\u00fcr die Zukunft!<\/p>\n\n\n\n<p>Der notwendige Transformationsprozess zu einer Kreislaufwirtschaft muss alle Akteure der Textilindustrie einbeziehen: Vom Rohstoff entlang der textilen Produktionskette bis zu den Nutzern der Produkte &#8211; einschlie\u00dflich der Wiederaufbereitung und des Recyclings, auch im Sinne eines Upcyclings. Erforderlich sind sowohl regulatorische Eingriffe in den Markt als auch Ver\u00e4nderungen in den Einstellungen und im Verhalten der Marktteilnehmer. Die Forschung muss innovative und nachhaltige L\u00f6sungen entwickeln, die f\u00fcr den Markteinsatz validiert und skaliert werden m\u00fcssen. Klassische lineare Gesch\u00e4ftsmodelle werden durch neue, digital basierte Wertsch\u00f6pfungsnetzwerke erg\u00e4nzt oder gar ersetzt. Die Textilbranche muss sich gegen\u00fcber benachbarten Branchen \u00f6ffnen, um Synergieeffekte zu nutzen &#8211; z.B. die Nutzung von landwirtschaftlichen Abf\u00e4llen als Rohstoff f\u00fcr Textilfasern. Die Textilindustrie darf bei den Rohstoffen nicht in Konkurrenz zur globalen Nahrungsmittelproduktion stehen. Insofern gibt es keine einfachen L\u00f6sungen, die Forschungsfragen sind komplex und k\u00f6nnen nur mit einem ganzheitlichen Ansatz und transdisziplin\u00e4r gel\u00f6st werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor diesem Hintergrund pr\u00e4sentiert sich die ITA Group als&nbsp;<strong>International Centre for Sustainable Textiles<\/strong>. Die ITA Group besteht aus dem Institut f\u00fcr Textiltechnik der RWTH Aachen University (ITA) als Kern und mehreren Ausgr\u00fcndungen und Tochtergesellschaften, die spezifische Marktbed\u00fcrfnisse und Themen aufgreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Ziel ist die ganzheitliche Biotransformation der Textiltechnik und damit die Nutzung biologischer Prinzipien f\u00fcr kreislauforientierte Wertsch\u00f6pfungsprozesse. Dazu geh\u00f6ren z.B. die Schlie\u00dfung von Rohstoffkreisl\u00e4ufen, die Reduzierung des Energie- und Wasserverbrauchs f\u00fcr Produktionsprozesse und das Prinzip &#8220;Design for Recycling&#8221; als grundlegendes Paradigma der Produktentwicklung. Ein bestehendes Flaggschiff ist der Innovationsraum&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.biotexfuture.de\/\"><em>BIOTEXFUTURE<\/em>&nbsp;<\/a>. Ziel ist die Entwicklung einer biobasierten und nachhaltigen Rohstoffbasis f\u00fcr Kunststoffe, deren Anwendung in der Textilindustrie und die Bew\u00e4ltigung eines gesamtgesellschaftlichen Wandels hin zu einer Bio\u00f6konomie. Ein weiteres Vorzeigeprojekt, an dem das ITA ma\u00dfgeblich beteiligt ist, ist&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.biotec.rwth-aachen.de\/cms\/BIOTEC\/Forschung\/Projekte\/~llzxq\/Bio4MatPro-Kompetenzzentrum-zur-Biolog\/\"><em>Bio4MatPro<\/em>&nbsp;<\/a>, das Kompetenzzentrum f\u00fcr die biologische Transformation von Materialwissenschaft und Produktionstechnologie.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Transformationsprozess der textilen Welt muss auch wirtschaftliche und soziale Fragen einbeziehen. Die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen geben ein komplexes Anforderungsgef\u00fcge vor. Dazu geh\u00f6ren die wirtschaftliche Gestaltung von Prozessketten, die Neuausrichtung von Gesch\u00e4ftsmodellen und ein nachhaltiges Innovationsmanagement. Hierbei sind die Auswirkungen auf die Menschen zu ber\u00fccksichtigen, die Textilien herstellen, nutzen und wiederverwerten. Die Zukunft der Arbeit ist daher ein weiterer wichtiger Schwerpunkt unserer Forschung. Arbeitspl\u00e4tze, sowohl in der Produktion als auch in allen anderen Funktionsbereichen von Unternehmen, ver\u00e4ndern sich massiv. Die damit verbundenen Transformations- und Qualifizierungsprozesse stellen eine gro\u00dfe Herausforderung dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Digitalisierung aller Lebensbereiche muss im Rahmen einer Biotransformation auch als Chance wahrgenommen werden. Die stark fragmentierte Wertsch\u00f6pfungskette mit vielen Einzelprozessen wird zunehmend vernetzt und digital abgebildet. Basierend auf den Paradigmen der Industrie 4.0 ist die Umsetzung von KI-Anwendungsf\u00e4llen, digitalen Gesch\u00e4ftsmodellen und datenbasierter Vernetzung entlang des Wertstroms die neue Herausforderung. Auch textile Produkte werden digital (Smart Textronics). Eine entsprechende Produktionstechnologie f\u00fcr die Serienproduktion von kundenindividuellen Smart Textiles muss entwickelt werden, inklusive entsprechender Recyclingkonzepte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Textile Innovationen: Nachhaltig. Digital. Individuell.<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Als international t\u00e4tiger Forschungs- und Qualifizierungsdienstleister mit rund 400 Mitarbeitern entwickelt die ITA Group faserbasierte Hochleistungswerkstoffe, textile Halbzeuge und deren Produktionsverfahren.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Das\u00a0<a href=\"https:\/\/www.ita.rwth-aachen.de\/cms\/~jezh\/ITA\/\">Institut f\u00fcr Textiltechnik der RWTH Aachen University (ITA)<\/a>\u00a0konzentriert sich auf die akademische Lehre und Forschung im gesamten Anwendungsspektrum der globalen Megatrends. Das ITA ist eingebettet in den exzellenten Forschungsstandort Aachen mit zahlreichen weltweit renommierten Kooperationspartnern, insbesondere der RWTH Aachen und des Forschungszentrums J\u00fclich. Direktor des ITA und ITA Group als Ganzes ist Prof. Thomas Gries.<\/li><li>Die\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ita-gmbh-ac.de\/\">ITA GmbH<\/a>\u00a0ist die Technologietransfereinrichtung f\u00fcr bi- oder multilaterale Kooperationen mit Unternehmen weltweit.<\/li><li>Die\u00a0<a href=\"https:\/\/dcc-aachen.de\/de\/\">ITA Academy mit dem Digital Capability Center<\/a>\u00a0ist unser Schulungs- und Entwicklungspartner f\u00fcr die Digitalisierung von Produktionsprozessen.<\/li><li>Das\u00a0<a href=\"https:\/\/ita-augsburg.com\/\">ITA Augsburg<\/a>\u00a0entwickelt innovative Verfahren f\u00fcr Textilrecycling und kosteneffiziente Verbundwerkstoffe.<\/li><li><a href=\"https:\/\/aps-aachen.de\/\">APS &#8211; Europ\u00e4isches Zentrum f\u00fcr Mechatronik<\/a>\u00a0steht f\u00fcr kollaborative Robotik und intelligente Systeme.<\/li><li>Das\u00a0<a href=\"https:\/\/www.d2l2f.com\/\">Smart Textronics Center (STC)<\/a>\u00a0b\u00fcndelt das Know-how von KMUs in S\u00fcdkorea und Deutschland f\u00fcr die Entwicklung und Serienproduktion von intelligenten Textilien.<\/li><li>ITA Medical entwickelt, produziert und vertreibt textile Halbfertigprodukte f\u00fcr medizinische Anwendungen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kontakt<\/h3>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.ita.rwth-aachen.de\/cms\/WissProKMU\/WissProKMU-\/Team\/~nsheb\/Bernhard-Schmenk\/contact\/aaaaaaaaaaqeull\/\">Dr.-Ing. Bernhard\u00a0Schmenk<\/a><br>Head of Corporate Development<br>Tel.: +49 241 80 234 58<br>E-Mail: <a href=\"mailto:bernhard.schmenk@ita.rwth-aachen.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">bernhard.schmenk@ita.rwth-aachen.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der aktuelle Sachstandsbericht des Weltklimarats (IPCC) zeigt nachdr\u00fccklich, dass wir Wertsch\u00f6pfungsprozesse umgestalten m\u00fcssen, um die Zukunft der Erde als gesunde Biosph\u00e4re zu sichern. Etwa 8 &#8211; 10 % (ca. 4 bis 5 Milliarden Tonnen) der weltweiten CO2-Emissionen werden bei der Herstellung von Textilien verursacht. 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