{"id":9419,"date":"2006-10-12T00:00:00","date_gmt":"2006-10-11T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20061012-07n"},"modified":"2006-10-12T00:00:00","modified_gmt":"2006-10-11T22:00:00","slug":"begrenztes-rapsangebot-praegt-marktgeschehen-in-der-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/begrenztes-rapsangebot-praegt-marktgeschehen-in-der-eu\/","title":{"rendered":"Begrenztes Rapsangebot pr\u00e4gt Marktgeschehen in der EU"},"content":{"rendered":"<p><b>Trotz der europaweit ausgedehnten Fl\u00e4chen ist 2006 das EU-Angebot an Raps einschlie\u00dflich der Lager aus der Ernte 2005 in etwa so gro\u00df wie im Vorjahr. Die Rapsernte d\u00fcrfte dieses Jahr in der EU-25 rund 15,4 Mio. t ausmachen. Inklusive der \u00dcberhangsbest\u00e4nde betr\u00e4gt das EU-Angebot wieder rund 16,7 Mio. t Raps. Da auch das weltweite Angebot nicht dr\u00fcckt und die Verarbeitungskapazit\u00e4ten in der EU wachsen, zeigt sich der Rapsmarkt zurzeit sehr stabil, stellt die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) in Bonn fest.<\/b><\/p>\n<p>Innerhalb der vergangenen drei Jahre stieg die Rapsverarbeitung in der EU-25 um knapp 6 Mio. t auf gesch\u00e4tzte 16 Mio. t f\u00fcr 2006\/07. Damit w\u00fcrde in diesem Wirtschaftsjahr zum ersten Mal seit 1994\/95 die Verarbeitung die Erzeugung \u00fcbersteigen. Daher werden f\u00fcr 2006\/07 sinkende Best\u00e4nde und umfangreichere Importe erwartet.<\/p>\n<p><b>\u00dcbersch\u00fcsse weltweit eher gering<\/b><br \/>Raps d\u00fcrfte jedoch aus Drittstaaten nicht so problemlos zu beschaffen sein, denn dort gab es witterungsbedingt ebenfalls einen D\u00e4mpfer. So wird Kanadas Rapserzeugung 2006 von offizieller Seite auf knapp 8 Mio. t gesch\u00e4tzt, das w\u00e4ren um 1,7 Mio. t weniger als im Vorjahr. Unter Ber\u00fccksichtigung der noch rund 2 Mio. t aus dem Vorjahr k\u00f6nnten sich die Rapsexporte auf etwa 5 Mio. t belaufen. Das w\u00e4re etwas weniger als im Vorjahr, und gleichzeitig l\u00e4sst die gute Nachfrage die Mengen glatt abflie\u00dfen. Zusammen mit dem z\u00f6gerlichen Erzeugerangebot f\u00fchrt das am Terminmarkt in Winnipeg zu steigenden Rapskursen.<\/p>\n<p>Auch Australien f\u00e4llt in diesem Jahr als Rapsexporteur zur\u00fcck. D\u00fcrre zur Aussaat und in der Vegetationsperiode sorgten daf\u00fcr, dass die Rapsernte 2006\/07 nach offiziellen Angaben auf 775.000 t zur\u00fcckgehen soll. Das w\u00e4re nur gut die H\u00e4lfte der vorj\u00e4hrigen Menge von 1,39 Mio. t.<\/p>\n<p><b>Knappes Angebot lie\u00df Kurse und Importe steigen<\/b><br \/>Das eher knappe Angebot aus der heimischen Erzeugung und am internationalen Markt hat dazu gef\u00fchrt, dass auch in diesem Jahr die Preise in und kurz nach der Ernte sehr stabil waren. Die November-Position an der Pariser Warenterminb\u00f6rse (MATIF) tendierte fest und erreichte Anfang September 2006 mit EUR 264,25 je t ihren vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt. Untermauert wurde der kr\u00e4ftige Kursanstieg am europ\u00e4ischen Terminmarkt durch sehr lebhafte Ums\u00e4tze. Erst Ende September flaute das Interesse sp\u00fcrbar ab &#8211; ausschlaggebend daf\u00fcr war auch die etwas r\u00fcckl\u00e4ufige Nachfrage nach Raps\u00f6l f\u00fcr den Biodieselsektor, weil etwa in Deutschland vermehrt zum billigeren Soja\u00f6l gegriffen wurde. Deutlich zugenommen hat auch der Einsatz von Soja\u00f6l im technischen Bereich. Im Wirtschaftsjahr 2005\/06 waren es in der BRD knapp 90.000 t und damit doppelt so viel wie 2004\/05.<\/p>\n<p><b>Rohstoffm\u00e4rkte von scharf fallenden Roh\u00f6lpreisen unter Druck gesetzt<\/b><br \/>Momentan werden der Treibstoffmarkt, aber auch die Rohstoffm\u00e4rkte von den scharf fallenden Roh\u00f6lpreisen unter Druck gesetzt. Dennoch geben die Raps\u00f6lforderungen laut ZMP in Deutschland nur moderat nach und bleiben bislang ohne Impulse f\u00fcr die Nachfrage. Vor allem weil sich derzeit weder f\u00fcr die Rohstoff- noch f\u00fcr die \u00d6lm\u00e4rkte eine eindeutige Richtung abzeichnet und Teilm\u00e4rkte vom Geschehen am Weltmarkt abgekoppelt scheinen, werden nach Ansicht der Experten insbesondere vom US-Sojamarkt weiterhin wichtige Impulse ausgehen. Hier zeigt im Gegensatz zum Rapsmarkt die Kurve der US-Sojabohnen-Notierungen seit Monaten nach unten, wobei sich der Druck zuletzt eher noch verst\u00e4rkt hat. Das US-Landwirtschaftsministerium hat in seinem September-Bericht die Soja-Erntesch\u00e4tzung f\u00fcr die USA gegen\u00fcber der vorigen Sch\u00e4tzung um 4,5 Mio. auf 84,2 Mio. t heraufgesetzt; das w\u00e4ren etwa 200.000 t mehr als 2005. Verst\u00e4rkt wird diese Entwicklung noch von den abrutschenden Roh\u00f6lkursen.<\/p>\n<p>&#8220;Insofern scheint zumindest der Spielraum der Rapspreise nach oben begrenzt. Andererseits ist aber auch kaum mit einem &#8220;Absturz&#8221; zu rechnen, denn allzu \u00fcppig ist der Markt nicht versorgt. Es bleibt somit den Erzeugern \u00fcberlassen, vielleicht schon jetzt die eine oder andere Partie der kommenden Ernte auf dem hohen Preisniveau abzusichern&#8221;, so die ZMP. <\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zmp-schwache-umsaetze-am-rapsmarkt\/\" >2006-09-05<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Trotz der europaweit ausgedehnten Fl&auml;chen ist 2006 das EU-Angebot an Raps einschlie&szlig;lich der Lager aus der Ernte 2005 in etwa so gro&szlig; wie im Vorjahr.<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-9419","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9419"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9419\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9419"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=9419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}