{"id":9417,"date":"2006-10-13T00:00:00","date_gmt":"2006-10-12T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20061013-01n"},"modified":"2006-10-13T00:00:00","modified_gmt":"2006-10-12T22:00:00","slug":"fnr-2-internationaler-btl-kongress-fuehrt-branche-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/fnr-2-internationaler-btl-kongress-fuehrt-branche-zusammen\/","title":{"rendered":"FNR: 2. Internationaler BtL-Kongress f\u00fchrt Branche zusammen"},"content":{"rendered":"<p><b>Heute begann im Berliner Grand Hyatt Hotel der zweit\u00e4gige 2. Internationale BtL-Kongress vor rund 300 Teilnehmern aus Politik, Wissenschaft und Industrie. Veranstalter sind das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) mit seinem Projekttr\u00e4ger, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), die DaimlerChrysler AG und die Volkswagen AG.<\/b><\/p>\n<p>Einiges hat sich getan seit dem ersten BtL-Kongress von vor nunmehr fast zwei Jahren: Die synthetischen Biokraftstoffe sind aus ihrer nur Experten bekannten Nische herausgetreten und werden von einer breiten \u00d6ffentlichkeit wahrgenommen. Neue technologische Ans\u00e4tze befinden sich in der Umsetzung und auch die Frage, wie viel Fl\u00e4che f\u00fcr die Produktion der Biomasse zur Verf\u00fcgung steht und wie diese \u00f6kologisch vertr\u00e4glich angebaut werden kann, wird zunehmend diskutiert. Schlie\u00dflich nehmen BtL-Kraftstoffe auf der Agenda von Politik und Automobilindustrie einen festen Platz ein: Die Biokraftstoffstrategie der Bundesregierung sieht sie als eine von vier zentralen Teilstrategien f\u00fcr Klimaschutz und Versorgungssicherheit, die EU-Biokraftstoffstrategie will Forschung und Entwicklung bei den Biokraftstoffen der zweiten Generation, zu denen BtL-Kraftstoffe geh\u00f6ren, verst\u00e4rkt vorantreiben.<\/p>\n<p>Als Mitveranstalter des Kongresses betonen DaimlerChrysler und Volkswagen die Bedeutung von regenerativen Kraftstoffen aus Biomasse als Beitrag zur nachhaltigen Mobilit\u00e4t. Auch Mineral\u00f6lindustrie  und Anlagenbau beteiligen sich an der Allianz f\u00fcr den neuen Sprit und leisten ihren Beitrag zur weiteren Entwicklung. Und nicht zuletzt die Forschung aus Bereichen wie den Agrar- und Forstwissenschaften bis hin zur Verfahrenstechnik und Motorenentwicklung arbeitet daran, Antworten auf die noch offenen Fragen zu finden.<\/p>\n<p>Einen aktuellen \u00dcberblick \u00fcber dieses weite Feld k\u00f6nnen sich die Teilnehmer noch bis morgen Abend auf dem 2. BtL-Kongress verschaffen. Insgesamt 22 Referenten aus dem In- und Ausland berichten aus ihren Bereichen.<\/p>\n<p>Andreas Sch\u00fctte, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der FNR, er\u00f6ffnete den Kongress und unterstrich die grundlegenden Vorteile, die BtL-Kraftstoffe so interessant machen: Nicht nur das Biomassespektrum zu ihrer Herstellung ist breit &#8211; mit knapp 4.000 Litern Diesel\u00e4quivalent pro Hektar erzielen sie einen besonders hohen Fl\u00e4chenertrag und bieten ein gro\u00dfes Potenzial zur Substitution fossiler Kraftstoffe. Bei der Verbrennung wird nur das Kohlendioxid frei, das die Biomasse zuvor im Wachstum gespeichert hat und da der Herstellungsprozess durch die Nutzung anfallender Nebenprodukte weitestgehend energieautark erfolgt, entstehen auch hierbei kaum zus\u00e4tzliche CO<sub>2<\/sub>-Emissionen. Schlie\u00dflich lassen sich BtL-Kraftstoffe an die Erfordernisse moderner Motoren anpassen &#8211; man spricht in diesem Zusammenhang auch von Designerkraftstoffen, die besonders abgas- und ru\u00dfpartikelarm verbrennen.<\/p>\n<p>Auf dem Kongressprogramm steht zun\u00e4chst das Thema Biomasse-Bereitstellung, bei dem es unter anderem um Fragen der Logistik, der M\u00f6glichkeiten eines internationalen Biomassehandels und der Nachhaltigkeit des Anbaus geht.<\/p>\n<p>Ein Schwerpunkt im Programm widmet sich dann der Anlagentechnik, die in Beitr\u00e4gen der Choren Industries GmbH, der TU Bergakademie Freiberg und des Forschungszentrum Karlsruhe behandelt wird. Diese drei Akteure betreiben bereits Versuchsanlagen oder bereiten wie die Choren Industries GmbH die Inbetriebnahme einer Demonstrationsanlage mit einer Kapazit\u00e4t von 15.000 t BtL-Diesel\/a f\u00fcr das Jahr 2007 vor.<\/p>\n<p>Volkswagen, DaimlerChrysler und Bosch berichten im Anschluss \u00fcber die Erfahrungen der Automobil- und Zulieferindustrie mit synthetischen Kraftstoffen.<\/p>\n<p>Morgen schlie\u00dflich geht es um die Rolle, die BtL-Kraftstoffe in den Zukunftsstrategien von Politik, Automobil- und Mineral\u00f6lwirtschaft spielen. Seinen integrierten Ansatz bei der Forschungsf\u00f6rderung wird das BMELV erl\u00e4utern. Er sieht vor, die einzelnen Stufen des Gesamtprozesses nicht losgel\u00f6st voneinander zu untersuchen;  vielmehr sollen L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr alle Stufen mit der Zielsetzung gef\u00f6rdert werden, am Ende eine \u00f6konomisch und \u00f6kologisch optimierte Prozesskette zu erhalten, die auch f\u00fcr die Landwirtschaft zus\u00e4tzliche Wertsch\u00f6pfung erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Die DaimlerChrysler AG untermauert auf dem Kongress das Bekenntnis zur F\u00f6rderung von Biokraftstoffen und gibt einen \u00dcberblick \u00fcber Erfahrungen aus dem Einsatz von Biokraftstoffen sowie Heraus-forderungen in der Motorenentwicklung. &#8220;Moderne, leistungsstarke und saubere Motoren brauchen moderne und saubere Kraftstoffe, die im Idealfall aus regenerativen Ressourcen gewonnen werden&#8221;, sagt Dr. Hans-Otto Herrmann, Leiter verbrennungsmotorische Antriebe der DaimlerChrysler AG. In Erg\u00e4nzung zur Weiterentwicklung von Fahrzeugen und Motoren f\u00f6rdert das Unternehmen deshalb im Interesse von optimalem Ressourceneinsatz und Klimaschutz die Nutzung des Potenzials regenerativer Kraftstoffe als Alternative zu fossilen Energieressourcen. &#8220;Nur in Verbindung mit weiterentwickelten Kraftstoffen lassen sich Verbrauch und Emissionen weiter reduzieren&#8221;, sagt Dr. Herrmann. &#8220;Wir begr\u00fc\u00dfen deshalb den unternehmens\u00fcbergreifenden Dialog und Projekte zur F\u00f6rderung regenerativer Kraftstoffe, zu denen wir gerne unseren Beitrag leisten.&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik von Volkswagen, so Dr. Wolfgang Steiger, Leiter Antriebsforschung der Volkswagen AG. &#8220;Deshalb setzt Volkswagen auch k\u00fcnftig auf noch verbrauchs- und emissions\u00e4rmere, aber trotzdem leistungsf\u00e4hige Motoren und arbeitet intensiv mit an der Entwicklung und Herstellung umweltvertr\u00e4glicher und damit nachhaltiger BtL-Kraftstoffe.&#8221; Steiger erinnerte au\u00dferdem daran, dass zur Unterst\u00fctzung der bevorstehenden Markteinf\u00fchrung von BtL- und weiteren Biokraftstoffen der 2. Generation jetzt die richtigen politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>DaimlerChrysler und Volkswagen unterst\u00fctzen die Nutzung und Entwicklung regenerativer Kraftstoffe in unterschiedlichen Partnerschaften und Allianzen. Als Mitglied der &#8220;Alliance for Synthetic Fuels Europe&#8221; (ASFE) betonen DaimlerChrysler und Volkswagen sowie weitere Automobilhersteller und Mineral\u00f6lunternehmen die strategische Bedeutung von synthetischen Kraftstoffen im Hinblick auf die Herausforderungen in Energieversorgung und Umweltschutz. Die Allianz wurde im M\u00e4rz 2006 von DaimlerChrysler, Renault, Royal Dutch Shell, Sasol Chevron und Volkswagen in Br\u00fcssel gegr\u00fcndet. Ziele von ASFE sind, Aktivit\u00e4ten zur nachhaltigen Mobilit\u00e4t zu unterst\u00fctzen und damit die Nutzung von synthetischen Kraftstoffen weiter voranzutreiben.<\/p>\n<p>Mit Berichten aus China, S\u00fcdafrika und den USA sowie einer Podiumsdiskussion endet der Kongress am morgigen Nachmittag. Die Referentenbeitr\u00e4ge werden im Anschluss auf <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/btl-congress\" >www.fnr.de\/btl-congress<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/fnr-bahnt-logistikwege-fuer-energiepflanzen\/\" >2006-09-12<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/btl-biokraftstoff-der-zukunft\/\" >2006-05-18<\/a>.)<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b>:<br \/><a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe<\/a><br \/>Dr.-Ing. Andreas Sch\u00fctte<br \/>Tel.: +49 (0)3843-6930-0<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:info@fnr.de\">info@fnr.de<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bmelv.de\/\" >Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Pressestelle<\/a><br \/>Tel.: +49 (0)1888-529-0<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:pressestelle@bmelv.bund.de\">pressestelle@bmelv.bund.de<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.volkswagen-media-services.de\/\" >Volkswagen AG<\/a><br \/>Stella Pechmann<br \/>Tel.: +49 (0)5361-9 86629<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:stella.pechmann@volkswagen.de\">stella.pechmann@volkswagen.de<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.media.daimlerchrysler.com\/\" >DaimlerChrysler AG<\/a><br \/>Stephan \u00d6ri<br \/>Tel.: +49 (0)711-17-93271<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:stephan.oeri@daimlerchrysler.com\">stephan.oeri@daimlerchrysler.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Heute begann im Berliner Grand Hyatt Hotel der zweit&auml;gige 2. 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