{"id":9411,"date":"2006-10-16T00:00:00","date_gmt":"2006-10-15T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20061016-08n"},"modified":"2006-10-16T00:00:00","modified_gmt":"2006-10-15T22:00:00","slug":"bericht-zum-workshop-naturfaserverstrkte-kunststoffe-und-nachhaltige-werkstoffe-fr-die-kunststoffverarbeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bericht-zum-workshop-naturfaserverstrkte-kunststoffe-und-nachhaltige-werkstoffe-fr-die-kunststoffverarbeitung\/","title":{"rendered":"Bericht zum Workshop &#8220;Naturfaserverst&auml;rkte Kunststoffe und nachhaltige Werkstoffe f&uuml;r die Kunststoffverarbeitung&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><b>Das f\u00fcr das Spritzgussverfahren spezialisierte <a href=\"http:\/\/www.poleplasturgie.net\/\" >Kompetenzzentrum PEP<\/a> (P\u00f4le Europ\u00e9en de Plasturgie, Yonnax, Frankreich) veranstaltete am 13. September den ersten Workshop f\u00fcr nachhaltige Werkstoffe. Forschungsinstitutionen, Industrie und Verb\u00e4nde waren mit ca. 160 G\u00e4sten vertreten, die verschiedene Sektoren wie Landwirtschaft, Maschinenbau, Chemie und Kunststoffverarbeitung repr\u00e4sentieren.<\/b><\/p>\n<p>An diesem Tag wurden im Rahmen eines Forums der aktuelle Wissensstand sowie Erfahrungen \u00fcber den Einsatz von nachhaltigen Materialien diskutiert. Im Eingangsbereich vom  PEP konnten einige St\u00e4nde mit Produkten und Dienstleistungen im Zusammenhang mit Naturfasern oder Biopolymeren besucht werden. <\/p>\n<p>Nach einer Begr\u00fc\u00dfungsrede von Herrn Barq, Leiter f\u00fcr die Forschungs- und Entwicklungsaktivit\u00e4ten beim PEP, wurde eine \u00dcbersicht \u00fcber den aktuellen Stand des Einsatzes von nachhaltigen Werkstoffen im Verbundwerkstoffbereich mit aktuellen Marktzahlen f\u00fcr Deutschland und Europa von Herrn Cescutti, Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Faserinstitut Bremen e.V., pr\u00e4sentiert. <\/p>\n<p>Charlyse Pouteau, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim PEP, stellte die Ergebnisse des dreij\u00e4hrigen Verbundprojekt &#8220;Polym\u00e8res Naturels&#8221; vor, in dem Kennwerte \u00fcber naturfaserverst\u00e4rkte Polymere sowie Biopolymere ermittelt wurden. Eine detaillierte Vorstellung der Faserstruktur und des Zusammenhangs zwischen Faserstruktur und Fasereigenschaften wurde von Herrn Kurek, Arbeitsgruppenleiter bei der Forschungseinrichtung INRA, gezeigt. Die weiteren Beitr\u00e4ge wurden im Rahmen von drei Parallsessions pr\u00e4sentiert. <\/p>\n<p><b>Session 1<\/b><br \/>In dieser Session wurde eine \u00dcbersicht \u00fcber die Vorteile und Nachteile beim Einsatz von Naturfasern in Verbundwerkstoffen von Herrn Barbier, Leiter vom Forschungszentrum Valagro, gegeben. Frau Treffler von <a href=\"http:\/\/www.clariant.de\/\" >Clariant<\/a> und Frau Laurenty von <a href=\"http:\/\/www.coperion.de\/\" >Coperion<\/a> stellten die M\u00f6glichkeiten zur Erzielung besserer Eigenschaften durch eine optimierte Formulierung bzw. Compoudierung vor. Zum Schluss berichtete Frau Tacchini von der Firma Smoby \u00fcber Ihre Erfahrungen  und die ersten erfreulichen Ergebnisse beim Einsatz von Naturfasern bei Renault Trucks sowie \u00fcber die aktuellen Hemmnisse f\u00fcr deren Serieneinsatz. <\/p>\n<p><b>Session 2<\/b><br \/>In der zweiten Session stellte Patrice Dole, Forscher bei der Forschungseinrichtung INRA, die verschiedenen potentiellen Biopolymerenklassen vor, die zur Substitution von petrochemischen Produkten insbesondere im Verpackungsbereich eingesetzt werden k\u00f6nnen. Xavier Grimaud pr\u00e4sentierte die vom PEP et le Laboratoire de Recherche en G\u00e9nie Alimentaire gemessenen Eigenschaften von Biopolymeren hinsichtlich einer m\u00f6glichen Verwendung als Verpackungsmaterial. Das Wasseraufnahmeverm\u00f6gen und die Verfallseigenschaften wurden mit einem besonderen Augenmerk untersucht. <\/p>\n<p>John Persenda, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Firma Sph\u00e8re, teilte die \u00dcbernahme der Firma Biotec mit. <br \/>Durch diese \u00dcbernahme will der Verpackungshersteller die 200 Patente der Firma Biotec im Bereich der nachhaltigen Werkstoffe nutzen, um zuk\u00fcnftig seine Nachhaltigkeitsstrategie st\u00e4rken zu k\u00f6nnen. Aus wirtschaftlicher Sicht erinnerte Herr Persenda daran, dass in den letzten 10 Jahren der Preis von nachhaltigen Biopolymeren f\u00fcr Verpackungsanwendungen um einen Faktor 5 dividiert wurde. Durch weitere Forschungsaktivit\u00e4ten sollen die Eigenschaften dieser Biopolymere noch verbessert werden, betonte Herr Persenda.<\/p>\n<p><b>Session 3<\/b><br \/>In der dritten Session \u00fcber Naturfasern mit duroplastischen Matrizen zeigte V\u00e9ronique Martin, Mitarbeiterin beim Kompetenzzentrum Compositec, weitere im Rahmen des Verbundprojekts &#8220;Polym\u00e8res Naturels&#8221; erzielte Ergebnisse.  Naturfasern in Formen von geschnittenen Fasern, ungek\u00fcrzten Fasern oder als Vliesstoffe wurden im RTM und BMC-Verfahren verarbeitet. Anschlie\u00dfend konnten die mechanischen, chemischen und  akustischen Eigenschaften sowie die Alterungseigenschaften charakterisiert werden. <\/p>\n<p>Herr Edouard Philippe, Forschungs- und Entwicklungsleiter bei der Firma DeHondt Technologie, erkl\u00e4rte die angepasste Aufbereitung von langen Naturfasern f\u00fcr eine optimale Einbindung in thermoplastischen Matrizen. Die Firma DeHondt, die urspr\u00fcnglich als Maschinenhersteller f\u00fcr die Lein- und Hanfernte bekannt ist, bringt sich intensiv in die Herstellung von Verbundwerkstoffen auf der Basis von Naturfasern ein. <br \/>Zum Schluss stellte Daniel Samain von der Forschungseinrichtung CERMAV eine neue chemische Methode vor, die auf einen chromatogenen Ansatz basiert, welche die Faser-Matrix-Haftung verbessert. Herr Samain betonte, dass die zur Zeit unzureichende Faser-Matrix-Haftung der wichtigste Hemmfaktor f\u00fcr einen breiteren Einsatz von Naturfasern sei. <\/p>\n<p><b>Normung<\/b><br \/>In einem letzten Beitrag wurde ein umfassender Normvorschlag vom franz\u00f6sischen Normausschuss f\u00fcr Kunststoffe und f\u00fcr die Kunststoffverarbeitung (CEN \/ TC 249 \/ WG 13) vorgestellt. Normvorschl\u00e4ge wurden f\u00fcr die Charakterisierung von Wood-Plastic-Composite und Biopolymeren erarbeitet. Die enthaltenen Dokumente werden nun vom franz\u00f6sischen Normungsausschuss f\u00fcr Holz und Polymere (BNPP\/BNBA T54W) untersucht. Eine Ver\u00f6ffentlichung der enthaltenen Normvorschl\u00e4ge ist f\u00fcr das zweite oder dritte Quartal 2007 geplant.<\/p>\n<p><b>Spritzgie\u00dfversuche<\/b><br \/>Im Anschluss an die Vortr\u00e4ge wurden Spritzgie\u00dfversuche mit den im PEP vorhandenen Spritzgie\u00dfmaschinen vom Typ 15T bis 320T durchgef\u00fchrt. Granulate mit einer Holz- und Flachsfaserverst\u00e4rkung der Firma ADMajoris sowie Biopolymeren der Firma Sphere-Biotec wurden verarbeitet, um den interessierten G\u00e4sten die Praxisaspekte der Verarbeitung mit nachhaltigen Werkstoffen exemplarisch darstellen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Weitere Informationen hier: <a href=\"http:\/\/www.poleplasturgie.net\/\" >www.poleplasturgie.net<\/a>. <\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Gulp\u00e9ri BILICI, <a href=\"mailto:gb@poleplasturgie.com\">gb@poleplasturgie.com<\/a><br \/>Charlyse POUTEAU, <a href=\"mailto:cpo@poleplasturgie.com\">cpo@poleplasturgie.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Das f&uuml;r das Spritzgussverfahren spezialisierte Kompetenzzentrum PEP (P&ocirc;le Europ&eacute;en de Plasturgie, Yonnax, Frankreich) veranstaltete am 13. September den ersten Workshop f&uuml;r nachhaltige Werkstoffe. 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