{"id":9398,"date":"2006-08-14T00:00:00","date_gmt":"2006-08-13T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060814-01n"},"modified":"2006-08-14T00:00:00","modified_gmt":"2006-08-13T22:00:00","slug":"meeresalgen-kuenftige-kondensatoren-im-hybridauto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/meeresalgen-kuenftige-kondensatoren-im-hybridauto\/","title":{"rendered":"Meeresalgen: K\u00fcnftige Kondensatoren im Hybridauto?"},"content":{"rendered":"<p><b>Jedenfalls sind hiervon franz\u00f6sische Wissenschaftler des CNRS Research Centre on Divided Matter in Orl\u00e9ans \u00fcberzeugt, die mit den Pflanzen aus dem Meer extrem leistungsf\u00e4hige Kondensatoren entwickelt haben. Diese so genannten Superkondensatoren speichern im Gegensatz zu Akkus elektrische Energie deutlich effizienter und k\u00f6nnten daher in den Hybridfahrzeugen der Zukunft als Zwischenspeicher f\u00fcr frei werdende Energie &#8211; z.B. beim Bremsen &#8211; Einsatz finden.<\/b> <\/p>\n<p>Das Forscherteam um Francois B\u00e9guin gewann aus den Algen zun\u00e4chst so genannte Alginate, die gesammelt, getrocknet und zermahlen werden. Alginate werden bereits mit 20.000 Tonnen j\u00e4hrlich als Verdickungsmittel in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie verarbeitet: &#8220;Ein Riesenvorteil f\u00fcr uns&#8221;, so Hubert J\u00e4ger, Leiter des Forschungs- und Entwicklungsbereichs von <a href=\"http:\/\/www.sglcarbon.de\/\" >SGL Carbon<\/a> &#8211; denn das Kooperationsunternehmen der franz\u00f6sischen Wissenschaftler plant, das neue Verfahren zur Marktreife zu bringen.<\/p>\n<p>Aus Alginaten entsteht bei Erhitzung unter Luftabschluss ein kohleartiges schwarzes Pulver, welches mit Hilfe eines k\u00fcnstlichen Bindemittels zu einem festen Material wird, aus dem schlie\u00dflich Elektroden f\u00fcr Kondensatoren hergestellt werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Diese Energiespeicher k\u00f6nnen mit Kondensatoren aus herk\u00f6mmlich hergestellten Kohlenstoffverbindungen durchaus konkurrieren: So erreichen sie in der Speicherkapazit\u00e4t \u00e4hnlich hohe Werte und hielten in Tests sogar doppelt so hohen elektrischen Spannungen stand. Auch erwiesen sie sich als extrem langlebig und verloren bei 10.000 Lade- und Entladezyklen nur 15 Prozent ihrer Speicherf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Die Wissenschaftler sind \u00fcberzeugt, dass solche aus Biomasse herstellte Kondensatoren schon bald kommerzielle Anwendungen finden k\u00f6nnen. Nicht nur f\u00fcr Laptops oder Handys w\u00e4re diese L\u00f6sung interessant, sondern vor allem in Hybridautos, die neben dem gew\u00f6hnlichen Verbrennungsmotor auch mit einem Elektromotor ausger\u00fcstet sind. Dieser bezieht seine Energie bislang noch aus Akkus, welche \u00fcber den Verbrennungsmotor oder mit der beim Bremsen frei werdenden Energie aufgeladen werden. <\/p>\n<p>Der Nachteil dieser herk\u00f6mmlichen Akkus ist, dass sich die darin vorhandenen chemischen Bestandteile mit der Zeit ver\u00e4ndern und damit die Speicherf\u00e4higkeit zunehmend verringert wird. Kondensatoren hingegen trennen die Ladungstr\u00e4ger auf gegeneinander isolierten Schichten r\u00e4umlich voneinander. Durch die somit verhinderten chemischen Reaktionen kann die Speicherf\u00e4higkeit deutlich verl\u00e4ngert werden. <\/p>\n<p>Hubert J\u00e4ger geht davon aus, dass die Superkondensatoren aus Algen in den n\u00e4chsten drei Jahren getestet werden und in etwa zehn Jahren auf den Markt kommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Originalarbeit der Forscher: Francois B\u00e9guin (Research Centre on Divided Matter, CNRS-University, Orl\u00e9ans, France) et al.: Advanced Materials, Bd. 18, S. 1877<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Jedenfalls sind hiervon franz&ouml;sische Wissenschaftler des CNRS Research Centre on Divided Matter in Orl&eacute;ans &uuml;berzeugt, die mit den Pflanzen aus dem Meer extrem leistungsf&auml;hige Kondensatoren<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-9398","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9398","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9398"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9398\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9398"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9398"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9398"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=9398"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}