{"id":9379,"date":"2006-08-17T00:00:00","date_gmt":"2006-08-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060817-02n"},"modified":"2006-08-17T00:00:00","modified_gmt":"2006-08-16T22:00:00","slug":"1-internationale-iupac-konferenz-fr-grne-und-nachhaltige-chemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/1-internationale-iupac-konferenz-fr-grne-und-nachhaltige-chemie\/","title":{"rendered":"&#8220;1. Internationale IUPAC-Konferenz f&uuml;r gr&uuml;ne und nachhaltige Chemie&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><b>Vom 10. bis 15. September 2006 findet in Dresden die erste <a href=\"http:\/\/www.gdch.de\/vas\/tagungen\/tg\/5559.htm\" >International IUPAC Conference on Green-Sustainable Chemistry<\/a> statt, mit der sich Chemiker zu nachhaltigem Handeln bekennen. <\/p>\n<p>Sie wird von der Internationalen Union f\u00fcr Reine und Angewandte Chemie (IUPAC), der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und dem Consorzio Interuniversitario Nazionale &#8220;La Chimica per l&#8217;Ambiente&#8221;, einem interuniversit\u00e4ren Umweltkonsortium aus Italien, veranstaltet.<\/b> <\/p>\n<p><b>Was bedeutet gr\u00fcne bzw. nachhaltige Chemie f\u00fcr Forschung und Industrie?<\/b> <\/p>\n<p>&#8220;Bei vielen chemischen Reaktionen fallen Reststoffe an. Die gr\u00fcne Chemie hat zum Beispiel das Ziel, alternative Reaktionsmedien, Synthesewege oder Rohstoffe sowie hochselektive Katalysatoren zu benutzen, um die Bildung der Reststoffe im chemischen Produktionsprozess auf ein Minimum zu reduzieren&#8221;, erkl\u00e4rt Prof. Wladimir Reschetilowski, Professor f\u00fcr Technische Chemie an der TU Dresden. Er leitet auch das lokale Organisationskomitee der im September stattfindenden Konferenz. <\/p>\n<p>Laut Prof. Reschetilowski bildet aber auch die Abnahme nat\u00fcrlicher Ressourcen einen ganz wesentlichen Antrieb f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit in der Chemie. Gegenw\u00e4rtig stellen die fossilen Brennstoffe Erd\u00f6l, Erdgas und Kohle die wichtigste Rohstoffbasis f\u00fcr die chemische Industrie dar. <\/p>\n<p>Doch f\u00fcr die Zukunft ist ein Rohstoffwechsel geplant, nach dem die in der Natur reichlich anfallende Biomasse als Rohstoffbasis f\u00fcr chemische Stoffumwandlungen dienen soll. Ein bekanntes Anwendungsbeispiel sind Biokraftstoffe, die f\u00fcr viele Autofahrer zu einer umweltfreundlichen wie preisg\u00fcnstigen Alternative zu herk\u00f6mmlichen Kraftstoffen geworden sind.<\/p>\n<p>Auch Prof. Reschetilowski und seine Mitarbeiter an der TU Dresden forschen im Sinne der gr\u00fcnen Chemie an der Herstellung von Biokraftstoffen und werden ihre Forschungsergebnisse auf der Konferenz pr\u00e4sentieren. Als Grundlage dient den Wissenschaftlern Bioethanol, das aus der Verg\u00e4rung von Glukose mit Hefepilzen entsteht. <\/p>\n<p>Um Bioethanol in Kraftstoffkomponenten umzuwandeln, ohne dass unn\u00f6tige Stoffe anfallen, brauchen die Forscher jedoch einen Katalysestoff, der die gleichen geometrischen Strukturmerkmale besitzt wie der Bio-Rohstoff. Als Katalysator benutzen sie deshalb eine gezielt pr\u00e4parierte Form von Zeolith. Das silikatische Mineral hat einen hohen Wasseranteil und verdankt seinen Namen der Eigenschaft, dass es bei Erhitzen zu sieden scheint. <\/p>\n<p>&#8220;Vor allem aber weist Zeolith eine regelm\u00e4\u00dfige Struktur mit einer definierten Porengr\u00f6\u00dfe im Nanometerbereich auf, so dass ma\u00dfgeschneiderte Reaktionen gef\u00fchrt werden k\u00f6nnen&#8221;, erkl\u00e4rt Prof. Reschetilowski. <\/p>\n<p>Mit anderen Worten passt Bioethanol in die Poren des Zeolithen, so dass bei der Umsetzung schlanke Molek\u00fclformen entstehen. Das hat den Vorteil, dass keine ungerichteten Reaktionen stattfinden, die zu unerw\u00fcnschten Nebenprodukten f\u00fchren und wieder beseitigt werden m\u00fcssten. &#8220;Das Verfahren erscheint damit aus \u00f6kologischer wie \u00f6konomischer Dimension sinnvoll&#8221;, so Prof. Reschetilowski.<\/p>\n<p>Die <b>&#8220;1. Internationale Konferenz f\u00fcr gr\u00fcne und nachhaltige Chemie&#8221;<\/b> wird von der <a href=\"http:\/\/www.dbu.de\/\" >Deutschen Bundesstiftung Umwelt<\/a> und vom <a href=\"http:\/\/www.bmu.de\/\" >Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit<\/a> gef\u00f6rdert. Es werden 400 bis 500 Teilnehmer aus aller Welt erwartet. <\/p>\n<p>Im Mittelpunkt der Vortr\u00e4ge und Poster stehen neue umweltfreundliche Syntheseverfahren und Prozesstechnologien in der Chemie, nachhaltige Energieversorgung, erneuerbare Rohstoffquellen und die Ausbildung k\u00fcnftiger Chemiker in &#8220;gr\u00fcner Chemie&#8221;.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen:<\/b><br \/>Prof. Wladimir Reschetilowski, Professor f\u00fcr Technische Chemie<br \/>Tel.: 0351-463-37056 <br \/><a href=\"http:\/\/www.tu-dresden.de\/\" >Technische Universit\u00e4t Dresden<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kongress-fuer-nachwachsende-rohstoffe-dbu-und-basf-diskutieren-mit-politik-wissenschaft-und-industrie\/\" >2006-05-19<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/\/\" >2006-03-30<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/degussa-nachwachsende-rohstoffe-immer-staerker-genutzt\/\" >2006-02-14<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Vom 10. bis 15. September 2006 findet in Dresden die erste International IUPAC Conference on Green-Sustainable Chemistry statt, mit der sich Chemiker zu nachhaltigem Handeln<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-9379","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9379","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9379"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9379\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9379"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9379"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9379"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=9379"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}