{"id":93728,"date":"2021-08-13T07:03:00","date_gmt":"2021-08-13T05:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=93728"},"modified":"2021-09-09T21:01:28","modified_gmt":"2021-09-09T19:01:28","slug":"der-eu-green-deal-ist-ein-gamechanger-fur-die-prozessindustrie-doch-nur-die-wenigsten-unternehmen-kennen-die-spielregeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/der-eu-green-deal-ist-ein-gamechanger-fur-die-prozessindustrie-doch-nur-die-wenigsten-unternehmen-kennen-die-spielregeln\/","title":{"rendered":"Der EU Green Deal ist ein Gamechanger f\u00fcr die Prozessindustrie, doch nur die wenigsten Unternehmen kennen die Spielregeln"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Viele Unternehmen der Chemie-, Pharma-, \u00d6l- und Gasindustrie sehen im Green Deal der Europ\u00e4ischen Union mehr Chancen als Risiken f\u00fcr die eigene zuk\u00fcnftige Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Allerdings sind nur einem Drittel der Unternehmen die genauen Ziele des Green Deals \u00fcberhaupt bekannt und nicht wenige tappen hier noch im Dunkeln, wie das Stimmungsbarometer der Management- und Technologieberatung BearingPoint zeigt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend ein Drittel der befragten Unternehmen \u00fcber den Green Deal gut Bescheid wei\u00df, sind f\u00fcr 48 Prozent die Inhalte nur teilweise klar. Und ganze 20 Prozent geben an, sich \u00fcberhaupt nicht mit den Pl\u00e4nen der EU-Kommission auszukennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfe Mehrheit sieht im Green Deal mehr Chancen als Risiken f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Wettbewerbsf\u00e4higkeit\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Die Befragten, welche die Inhalte des Green Deals der EU kennen, beurteilen die Umsetzung dieser Ziele als Chance (40 Prozent) f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Wettbewerbsf\u00e4higkeit, zum Beispiel durch die Definition neuer oder angepasster Gesch\u00e4ftsmodelle, die den Anforderungen des Green Deals entsprechen. Gleichzeitig sehen 35 Prozent sowohl eine Chance als auch ein Risiko in der Umsetzung der Ziele des Green Deals der EU. Lediglich 22 Prozent sehen darin ausschlie\u00dflich ein Risiko.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Die Unternehmen sind mit Blick auf den Green Deal der EU gut beraten, jetzt die Chancen f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu identifizieren, geeignete Ma\u00dfnahmen zu definieren und zu realisieren sowie Risiken zu minimieren. Eine umfangreiche Beurteilung des Green Deals inklusive Szenarioanalyse liefert hierbei einen wichtigen Grundstein. Gerade hinsichtlich CO2-Neutralit\u00e4t bzw. -Reduzierung empfiehlt es sich, diese Aspekte m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig mit in die eigene Unternehmensstrategie aufzunehmen, um nachhaltig die Ziele zur CO2-Neutralit\u00e4t und die damit verbundene zuk\u00fcnftige Wettbewerbsf\u00e4higkeit st\u00e4rken zu k\u00f6nnen.<\/p><cite>Jens Raschke, globaler Leiter Chemicals, Life Sciences &amp; Resources bei BearingPoint<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>F\u00fcr 80 Prozent ist die CO<sub>2<\/sub>-Neutralit\u00e4t ein wesentlicher Aspekt, der in der eigenen Unternehmensstrategie ber\u00fccksichtigt werden sollte. Im Durchschnitt haben aber nur 38 Prozent diese bereits in ihrer derzeitigen Unternehmensstrategie fest verankert. Die restlichen 42 Prozent planen dies zuk\u00fcnftig zu tun, jedoch in unterschiedlicher Auspr\u00e4gung \u2013 entweder mit Fokus auf CO<sub>2<\/sub>-Neutralit\u00e4t oder CO<sub>2<\/sub>-Reduzierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der bisher geringen Verankerung der CO<sub>2<\/sub>-Neutralit\u00e4t in der Unternehmensstrategie geben 60 Prozent der Teilnehmer an, dass sie stark in ihren strategischen und operativen Entscheidungsprozessen hinsichtlich der Erreichung von CO<sub>2<\/sub>-Neutralit\u00e4t beeinflusst werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Produktion wird mit Abstand als der Bereich mit dem gr\u00f6\u00dftem CO<sub>2<\/sub>-Einsparpotenzial gesehen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Befragten bewerten die Produktion mit 54 Prozent als einen der vielversprechendsten Bereiche, um die gr\u00f6\u00dften Effekte zur Erreichung der CO<sub>2<\/sub>-Neutralit\u00e4t zu erzielen. Die Logistik wird mit 25 Prozent als zweitst\u00e4rkster Bereich gesehen. Aber auch bei Einkauf und Beschaffung, bei Forschung und Entwicklung sowie bei der Unternehmensinfrastruktur werden Effekte erwartet, um CO<sub>2<\/sub>-Neutralit\u00e4t zu adressieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Aktives Managen \u00fcber CO<sub>2<\/sub>-Zertifikate wird nur von 22 Prozent der befragten Unternehmen als geeignete Ma\u00dfnahme genannt. Gerade einmal knapp die H\u00e4lfte setzt aktuell CO<sub>2<\/sub>-Zertifikate zur Kompensierung ihres jetzigen CO<sub>2<\/sub>-Haushaltes ein und \u00fcber ein Drittel haben bisher gar keine CO<sub>2<\/sub>-Zertifikate gekauft (oder geschenkt bekommen). Laut der Umfrage sieht die gro\u00dfe Mehrheit der befragten Unternehmen (75 Prozent) in CO<sub>2<\/sub>-Zertifikaten auch nur eine kurzfristige L\u00f6sung auf dem Weg zur eigenen Klimaneutralit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mehr als ein Drittel der Unternehmen besch\u00e4ftigen sich nicht mit dem Thema CO<sub>2<\/sub>-Neutralit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Von den befragten Unternehmen geben 36 Prozent an, sich (noch) nicht mit dem Thema CO<sub>2<\/sub>-Neutralit\u00e4t besch\u00e4ftigt zu haben oder sehen keinen relevanten Handlungsbedarf. In 28 Prozent der Unternehmen, insbesondere den Branchen Chemie und Pharma, wird das Thema bereits angegangen. Sechs Prozent finden, der zu hohe Aufwand in der Umsetzung der CO<sub>2<\/sub>-Neutralit\u00e4t rechtfertige den bisher zu erwartenden Ertrag nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gro\u00dfe Mehrheit sieht erh\u00f6hten Investitionsbedarf in den n\u00e4chsten Jahren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber zwei Drittel der Befragten (75 Prozent) sehen einen erh\u00f6hten Investitionsbedarf in den n\u00e4chsten Jahren zur Erreichung der CO<sub>2<\/sub>-Neutralit\u00e4t. Von diesen zwei Dritteln werden wiederum \u00fcberwiegend (49 Prozent) Investitionsbedarfe zwischen sechs und neun Prozent des eigenen Unternehmensumsatzes gesehen. Grunds\u00e4tzlich sehen gr\u00f6\u00dfere und mittlere Unternehmen eine h\u00f6here Notwendigkeit in CO<sub>2<\/sub>-Neutralit\u00e4t zu investieren als kleinere Unternehmen. Die Mehrheit der Befragten (69 Prozent) h\u00e4lt eine teilweise Weitergabe der Investitionskosten zur Erreichung der CO<sub>2<\/sub>-Neutralit\u00e4t an die Kunden f\u00fcr m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Ein Viertel aller von uns befragten Unternehmen sch\u00e4tzen ihre eigene Relevanz innerhalb des CO<sub>2<\/sub>-\u00d6kosystems aktuell als gering ein. F\u00fcr die langfristige Sicherung der eigenen zuk\u00fcnftigen Wettbewerbsf\u00e4higkeit sollte diese Einsch\u00e4tzung aber aus unserer Sicht dringend gepr\u00fcft werden. Denn gerade von der Chemie-, Pharma-, \u00d6l- und Gasindustrie erwarten Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zur Umsetzung der CO<sub>2<\/sub>-Neutralit\u00e4t tiefgreifende Ver\u00e4nderungen bestehender Prozesse und Gesch\u00e4ftsmodelle. Wir empfehlen den Unternehmen, das aktuelle Gesch\u00e4ftsmodell hinsichtlich der zuk\u00fcnftigen Anforderungen zu \u00fcberpr\u00fcfen, Anwendungsf\u00e4lle zur nachhaltigen St\u00e4rkung ihrer Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu identifizieren und geeignete Ma\u00dfnahmen in den relevanten Bereichen auszuf\u00fchren.<\/p><cite>Jens Raschke, globaler Leiter Chemicals, Life Sciences &amp; Resources bei BearingPoint<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber das Stimmungsbarometer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Stimmungsbarometer hat BearingPoint im Juni 2021 in Deutschland per Online-Befragung 152 Expertinnen und Experten aus der Chemie-, Pharma-, \u00d6l- und Gasindustrie zum Thema EU Green Deal befragt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das vollst\u00e4ndige Stimmungsbarometer steht\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bearingpoint.com\/de-de\/unser-erfolg\/insights\/eu-green-deal-stimmungsbarometer\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>\u00a0zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pressekontakt\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alexander Bock<br>Manager Communications<br>Tel. +49 89 540338029<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"mailto:alexander.bock@bearingpoint.com\">alexander.bock@bearingpoint.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Unternehmen der Chemie-, Pharma-, \u00d6l- und Gasindustrie sehen im Green Deal der Europ\u00e4ischen Union mehr Chancen als Risiken f\u00fcr die eigene zuk\u00fcnftige Wettbewerbsf\u00e4higkeit. 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