{"id":9351,"date":"2006-08-28T00:00:00","date_gmt":"2006-08-27T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060828-03n"},"modified":"2006-08-28T00:00:00","modified_gmt":"2006-08-27T22:00:00","slug":"pischelsdorf-rwa-bietet-anbau-und-liefervertraege-fuer-ethanolweizen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pischelsdorf-rwa-bietet-anbau-und-liefervertraege-fuer-ethanolweizen\/","title":{"rendered":"Pischelsdorf: RWA bietet Anbau- und Liefervertr\u00e4ge f\u00fcr Ethanolweizen"},"content":{"rendered":"<p><b>Zus\u00e4tzliche 180.000 Hektar Ackerland wird die Bioenergieproduktion in den n\u00e4chsten Jahren ben\u00f6tigen. &#8220;Der Bedarf an nachwachsenden Rohstoffen vom Acker steigt rasant und mit der Inbetriebnahme der Bioethanolanlage in Pischelsdorf Ende 2007 wird ein sprunghafter Nachfrageschub entstehen&#8221;, betonte Hermann Schultes, Pr\u00e4sident der <a href=\"http:\/\/www.landwirtschaftskammer.at\/niederoesterreich\/\" >Landwirtschaftskammer Nieder\u00f6sterreich<\/a>, heute bei einer Pressekonferenz in Wien.<\/b> <\/p>\n<p>Eine Grundvoraussetzung f\u00fcr eine Entwicklung hin zu einer stabileren Energieversorgung sei das rechtzeitige Planen der Rohstoffaufbringung. &#8220;Wir brauchen entsprechende Vorlaufzeiten. Wer beispielsweise im Winter 2007\/2008 Weizen f\u00fcr die Bioethanolproduktion braucht, muss jetzt an die Rohstoffaufbringung denken, da in den n\u00e4chsten Monaten der daf\u00fcr notwendige Weizen angebaut werden muss&#8221;, sagte Schultes und empfahl in diesem Zusammenhang ein Angebot der <a href=\"http:\/\/www.rwa.at\/\" >Raiffeisen Ware Austria (RWA)<\/a>, verspritungsf\u00e4higen Weizen unter Vertrag zu nehmen.<\/p>\n<p><b>Pischelsdorf-Anlage f\u00fcr 240.000 Kubikmeter Bioethanol ausgelegt<\/b><\/p>\n<p>Wie Ernst Gauhs, Bereichsleiter f\u00fcr agrarische Erzeugnisse in der RWA, berichtete, ergibt sich zur Erf\u00fcllung der Beimischungsverpflichtung von biogenen Treibstoffen zu Benzin ein \u00f6sterreichischer Bedarf von 160.000 bis 170.000 Kubikmeter Bioethanol j\u00e4hrlich. Die geplante Bioethanolanlage in Pischelsdorf, die 2008 in Betrieb gehen soll, wird f\u00fcr eine Produktionsmenge von bis zu 240.000 Kubikmeter Bioethanol j\u00e4hrlich ausgelegt. Zur Erzeugung dieser Menge werden unter anderem rund 450.000 t Ethanolweizen erforderlich sein.<\/p>\n<p><b>Gauhs: Nutzung dieser Absatzchance nicht dem Zufall \u00fcberlassen<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Bis max. 220.000 t dieses erforderlichen Rohstoffes k\u00f6nnten pro Jahr von den heimischen Bauern bereitgestellt werden. Die erfolgreiche Nutzung dieser Absatz-Chance darf daher nicht dem Zufall \u00fcberlassen werden&#8221;, so Gauhs. Der Experte sch\u00e4tzt es als realistisch ein, dass &#8211; wenn die Anlage in Pischelsdorf auf Volllast f\u00e4hrt &#8211; rund 50.000 t Weizen als Export-Substitution aus heimischer Produktion bereitgestellt werden k\u00f6nnten. In weiterer Folge k\u00f6nnten von den Bauern auch 20.000 ha Stilllegungsfl\u00e4chen wieder unter Produktion genommen werden, auf denen bis zu 120.000 t Ethanolweizen zu produzieren w\u00e4ren. Bis zu 50.000 t k\u00f6nnten auch bei Futterweizen f\u00fcr die Ethanolproduktion umgeleitet werden.<\/p>\n<p><b>180.000 ha zus\u00e4tzliche Ackerfl\u00e4che f\u00fcr Energieproduktion ben\u00f6tigt<\/b><\/p>\n<p>Insgesamt k\u00f6nne man bis 2010 davon ausgehen, dass der Bedarf an erneuerbarer Energie vom Acker von derzeit 50.000 ha auf rund 230.000 ha ansteigen werde. Das mache mehr als 16% der \u00f6sterreichischen Ackerfl\u00e4che aus, so Schultes. &#8220;Speziell in Nieder\u00f6sterreich ist die Landwirtschaft in der Lage, neben der Nahrungsmittelproduktion einen wesentlichen Beitrag f\u00fcr eine sicherere Energieversorgung in \u00d6sterreich zu leisten&#8221;, sagte der Kammerpr\u00e4sident. Die Produktion von hochwertigen Nahrungsmitteln werde aber weiterhin zentrales Standbein der nieder\u00f6sterreichischen Landwirtschaft sein.<\/p>\n<p><b>Mahlweizen mit grunds\u00e4tzlich guter Eiwei\u00dfqualit\u00e4t ben\u00f6tigt<\/b><\/p>\n<p>Derzeit wird in \u00d6sterreich im Schnitt der Jahre mit rund 4 bis 4,5 Mio. t Getreide mehr produziert als verbraucht. Ber\u00fccksichtigt man die normalen Importmengen, m\u00fcssen zwischen 700.000 und 800.000 t Weizen, Gerste und Mais j\u00e4hrlich exportiert werden. F\u00fcr hohe Qualit\u00e4ten wird daf\u00fcr weiterhin insbesondere der italienische Markt interessant sein. Auch aus diesem Grund erscheint es aus heutiger Sicht vern\u00fcnftiger, auf Mahlweizensorten mit grunds\u00e4tzlich guter Eiwei\u00dfqualit\u00e4t bei der Produktion von Ethanolweizen in \u00d6sterreich zu setzen, da solche Sorten kompatibel mit der Qualit\u00e4ts- und Premiumweizenproduktion in \u00d6sterreich sind.<\/p>\n<p><b>Absatzsicherheit am M\u00fchlenmarkt bleibt gegeben<\/b><\/p>\n<p>Ein nachhaltig erfolgreicher Einstieg erfordere zudem vorausschauende Versuchsarbeit, Forschung und Folgenabsch\u00e4tzung der Auswirkung auf die M\u00e4rkte. &#8220;Was wir brauchen, sind vorhersehbare Verh\u00e4ltnisse, partnerschaftliche Entwicklung der neuen M\u00e4rkte, Sicherheit \u00fcber die gentechnikfreie Herkunft der nebenbei entstehenden Futtermittel und eine entsprechende Nachvollziehbarkeit der Produktion, wie sie von den \u00f6sterreichischen Bauern sichergestellt wird&#8221;, verlangte Schultes. &#8220;Wir empfehlen, die Qualit\u00e4tsgetreidem\u00e4rkte nicht zu vernachl\u00e4ssigen und begr\u00fc\u00dfen das Angebot der RWA, verspritungsf\u00e4higen Mahlweizen zu kontrahieren. Damit bleibt die Absatzsicherheit am M\u00fchlenmarkt gegeben&#8221;, sagte der Kammerpr\u00e4sident.<\/p>\n<p><b>RWA-Angebot: Bereits heuer Anbau- und Liefervertr\u00e4ge f\u00fcr Ethanolweizen<\/b><\/p>\n<p>Die Hauptlinie bleibe f\u00fcr die RWA-Lagerhausgruppe zwar der Qualit\u00e4tsweizen aus dem Trockengebiet, aber f\u00fcr Landwirte mit sehr guten Produktionsvoraussetzungen und beim Anbau bestimmter ertragsstarker Sorten sei die Ethanolweizenproduktion eine interessante betriebswirtschaftliche Alternative, f\u00fchrte Gauhs weiter aus. Voraussetzung f\u00fcr eine erfolgreiche Ethanolweizen-Produktion sei der Mehrertrag, die Fusarium-(Mykotoxin-)Resistenz und die grunds\u00e4tzliche Mahleignung des Weizens. <\/p>\n<p>Um die sich ergebenden neuen Absatz-Chancen optimal zu nutzen, biete die RWA den interessierten Landwirten bereits heuer Anbau- und Liefervertr\u00e4ge f\u00fcr Ethanolweizen an. Diese Antr\u00e4ge w\u00fcrden von den jeweiligen Lagerh\u00e4usern bis 15.12.2006 entgegengenommen. Die wesentlichsten Vertragsdetails seien bei den Sorten der Pflichtbezug von Z-Saatgut der Sorten LEVENDIS f\u00fcr Trockengebiete sowie KOLUMBUS oder ILIAS f\u00fcr Feuchtgebiete und bei den Qualit\u00e4tsbedingungen mindestens 11,5% Protein sowie mindestens 200 sek. Fallzahl.<\/p>\n<p>&#8220;Beginnen wir gemeinsam rechtzeitig mit der Planung und Vorbereitung der notwendigen Rohstoffaufbringungssysteme, um eine Erh\u00f6hung der Energieversorgungssicherheit aus Rohstoffen von \u00f6sterreichischen \u00c4ckern sicherzustellen&#8221;, appellierte Schultes an alle Marktpartner in diesem Bereich. <\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/suedzucker-will-bioethanol-produktion-verdreifachen-investiert-500-mio-euro\/\" >2006-05-31<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Zus&auml;tzliche 180.000 Hektar Ackerland wird die Bioenergieproduktion in den n&auml;chsten Jahren ben&ouml;tigen. &#8220;Der Bedarf an nachwachsenden Rohstoffen vom Acker steigt rasant und mit der Inbetriebnahme<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-9351","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9351","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9351"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9351\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9351"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9351"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9351"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=9351"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}