{"id":93233,"date":"2021-08-03T07:41:00","date_gmt":"2021-08-03T05:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=93233"},"modified":"2021-09-09T19:28:45","modified_gmt":"2021-09-09T17:28:45","slug":"pyrolyseanlage-zum-reifen-recycling-entsteht-in-osnabruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pyrolyseanlage-zum-reifen-recycling-entsteht-in-osnabruck\/","title":{"rendered":"Pyrolyseanlage zum Reifen-Recycling entsteht in Osnabr\u00fcck"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Die Stadtwerke Osnabr\u00fcck planen den Bau einer neuen Recyclinganlage im Stadtteil Hafen. Die Anlage mit dem Namen \u201ePieswerk\u201c soll mittels eines speziellen thermochemischen Verfahrens einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz leisten. Ausgelegt ist sie auf die Rohstoffr\u00fcckgewinnung aus Altreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der fr\u00fcheren Hyde-Park-Fl\u00e4che am Piesberg zwischen F\u00fcrstenauer Weg und Stichkanal ist sie geplant: die neue Pyrolyseanlage \u201ePieswerk\u201c in Osnabr\u00fcck. Indem sie verschiedene Endprodukte aus Altreifen zur\u00fcckgewinnt, bildet sie einen weiteren Baustein der Nachhaltigkeitsoffensive der Stadtwerke Osnabr\u00fcck (SWO).<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar ist noch nichts in trockenen T\u00fcchern, die Pl\u00e4ne nehmen aber bereits Gestalt an. \u201eWir haben uns daher ganz bewusst dazu entschieden, fr\u00fchzeitig, transparent und offensiv zu kommunizieren und informieren\u201c, sagt der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Christoph H\u00fcls. Schlie\u00dflich handele es sich bei der geplanten Anlage um ein Recyclingverfahren, das in der breiten \u00d6ffentlichkeit eher weniger bekannt sei: die Pyrolyse. \u201eDabei ist es ein Verfahren, dass sich vielfach bew\u00e4hrt hat und viele bestimmt auch zuhause anwenden \u2013 und zwar bei der Backofen-Selbstreinigung.\u201c<br>Kein Schornstein n\u00f6tig<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig beim thermochemischen Verfahren im Pieswerk ist laut H\u00fcls, dass es ohne die Zugabe von Sauerstoff abl\u00e4uft. Es handelt sich daher auch nicht um eine Verbrennung von Stoffen, sondern um eine Erhitzung. \u201ePyrolyseanlagen haben daher keinen Schornstein\u201c, erkl\u00e4rt der Vorstandsvorsitzende.<\/p>\n\n\n\n<p>Bildergalerie<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>Sind mit dem Pieswerk auf gr\u00fcner Spur (von links): Projektleiter Serkan Kadi und Berenike Seeberg-Elverfeldt sowie SWO-Vorstandsvorsitzender Christoph H\u00fcls.\n\nBild: Marco H\u00f6rmeyer, Stadtwerke Osnabr\u00fcck<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p>Ausgelegt ist die geplante Anlage auf die Rohstoffr\u00fcckgewinnung aus Altreifen. \u201eImmerhin sechs Prozent der in Deutschland aussortierten Altreifen landen in unserer Region, werden herk\u00f6mmlich verbrannt oder anderweitig entsorgt \u2013 und die Menge steigt\u201c, sagt Projektleiterin Berenike Seeberg-Elverfeldt. Genau hier setze das Pieswerk-Verfahren an: Wertvolle Rohstoffe gehen nicht verloren, sondern k\u00f6nnen wiederverwertet werden. Zudem entstehe bei dem Prozess kein CO2: Die CO2-Ersparnis betr\u00e4gt nach Expertenberechnungen rund 80.000 t pro Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Vier Endprodukte sollen dabei gewonnen werden:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>Pyrolysegas: Es l\u00e4sst sich zum Betrieb eines eigenen Blockheizkraftwerks nutzen, das den notwendigen Strom f\u00fcr die Erhitzung der Drehrohr\u00f6fen der Pyrolyseanlage liefert.\n\nPyrolysekoks: Der industrielle Ru\u00df wird unter anderem in Chemieindustrie als Farbpigment oder zur Produktion neuer Reifen verwendet.\n\nPyrolyse\u00f6l: Direkt an Raffinerien oder Chemieunternehmen geliefert wird es von diesen wieder in den Produktlebenszyklus eingebracht. Die Pyrolyseanlage sieht aber auch eine eigene Destillation vor, womit CO2-neutraler Diesel f\u00fcr die Nutzfahrzeugflotte der Stadtwerke sowie noch nicht auf Elektrobetrieb umger\u00fcstete Busse zur Verf\u00fcgung st\u00e4nde.\n\nStahlschrott: Wird als Rohstoff im Stahlwerk wiederverwendet.<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p>Mitwirken am Projekt<\/p>\n\n\n\n<p>Der Stadtwerke-Aufsichtsrat hat bereits gr\u00fcnes Licht f\u00fcr die Pieswerk-Pl\u00e4ne gegeben; in K\u00fcrze soll der Antrag auf Durchf\u00fchrung eines Genehmigungsverfahrens nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG-Verfahren) gestellt werden. \u00dcber den weiteren Verlauf der Planungen wollen die Stadtwerke laut H\u00fcls \u201esehr offen und transparent\u201c informieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Hierzu stehen auf der SWO-Website weiterf\u00fchrende Informationen zur Verf\u00fcgung, unter pieswerk@swo.de oder der Hotline +49-541-2002-2112 k\u00f6nnen Fragen gestellt werden. \u201eWir wollen die Menschen in und um Osnabr\u00fcck an unserer Pieswerk-Idee teilhaben lassen\u201c, sagt H\u00fcls.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadtwerke Osnabr\u00fcck planen den Bau einer neuen Recyclinganlage im Stadtteil Hafen. 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