{"id":92759,"date":"2021-07-23T06:55:00","date_gmt":"2021-07-23T04:55:00","guid":{"rendered":"http:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=https%3A%2F%2Fwww.fnr.de%2Fpresse%2Fpressemitteilungen%2Faktuelle-mitteilungen%2Faktuelle-nachricht%2Fspannende-zukunftsperspektiven-fuer-bioraffinerien"},"modified":"2021-07-20T11:19:29","modified_gmt":"2021-07-20T09:19:29","slug":"spannende-zukunftsperspektiven-fur-bioraffinerien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/spannende-zukunftsperspektiven-fur-bioraffinerien\/","title":{"rendered":"Spannende Zukunftsperspektiven f\u00fcr Bioraffinerien"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Bereits heute erzeugen EU-Bioraffinerien 4,6 Mio. t biobasierte Chemikalien und Werkstoffe. Bis 2030 k\u00f6nnte die Produktion um 1,1 bis 3,1 Mio. t steigen. Die im Auftrag der EU erstellte Studie &#8220;Biorefineries pathways and outlook for deployment&#8221; beschreibt Entwicklungspfade, Treiber, Hemmnisse und Voraussetzungen, um dieses Ziel zu erreichen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcrzlich wurde die Studie &#8220;Biorefineries pathways and outlook for deployment&#8221; ver\u00f6ffentlicht. Die im Auftrag der Europ\u00e4ischen Kommission und GD Forschung durchgef\u00fchrte Studie hatte zum Ziel, einen Ausblick f\u00fcr integrierte chemisch\/materialbasierte Bioraffinerien zu geben, welcher von Stakeholdern aufgegriffen werden soll, um die Zukunft einer nachhaltigen Bio\u00f6konomie zu gestalten. Das Engagement und die Einsch\u00e4tzungen von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft auf regionaler, nationaler und EU-Ebene waren ein wesentlicher Schwerpunkt der Studie.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hauptergebnisse der Studie betreffen allgemeine Treiber, Hindernisse sowie zwei Wachstumsszenarien f\u00fcr den Einsatz von Bioraffinerien bis zum Jahr 2030.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wichtigsten allgemeinen Zugkr\u00e4fte f\u00fcr den Einsatz von Bioraffinerien bis 2030 sind: der Green Deal der EU; die staatliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Erweiterung und den Ausbau von Bioraffinerien; die Notwendigkeit, die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Rohstoffen und Produkten sowie die damit verbundenen Treibhausgasemissionen zu verringern; und die funktionalen Vorteile, die biobasierte Produkte potenziell bieten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mangel an wirtschaftlicher Rentabilit\u00e4t wurde als wichtigstes nicht-technisches Hindernis f\u00fcr den Einsatz biobasierter Chemikalien und Materialien identifiziert, insbesondere f\u00fcr Bioraffinerien, die gro\u00dfe Mengen an Zwischenprodukten erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr alle Bioraffinerien, die biobasierte Chemikalien und Materialien herstellen, ist die Versorgung mit zertifizierten nachhaltigen Rohstoffen eine aktuelle Herausforderung. Auch das mittel- bis langfristig nachhaltig mobilisierbare Rohstoffpotenzial in einer wettbewerbsf\u00e4higen Kreislaufwirtschaft wird hinterfragt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der heutige politikbasierte Market-Pull ist sehr begrenzt. Die Europ\u00e4ische Kommission wird eine Gesetzgebung zur Initiative f\u00fcr eine nachhaltige Produktpolitik vorschlagen, die die \u00d6kodesign-Richtlinie \u00fcber Energieaspekte hinaus auf eine breite Palette von Produkten ausweitet und die Verwendung der produktbezogenen Methode des Umweltfu\u00dfabdruckes vorsieht. Es wird jedoch erwartet, dass zus\u00e4tzlicher politischer Market-Pull erforderlich sein wird, um weitere Barrieren f\u00fcr biobasierte Chemikalien und Materialien zu \u00fcberwinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das derzeitige Angebot an biobasierten Chemikalien und Materialien aus EU-Bioraffinerien wird auf 4,6 Millionen Tonnen gesch\u00e4tzt. Es wird vermutet, dass das Angebot aus neuen oder erweiterten Bioraffinerien in der EU im Jahr 2030 im Szenario mit hohem Wachstum um zus\u00e4tzliche 3,1 Mio. Tonnen wachsen wird, w\u00e4hrend dies im Szenario mit niedrigem Wachstum auf zus\u00e4tzliche 1,1 Mio. Tonnen begrenzt sein k\u00f6nnte. Diese Wachstumsszenarien stellen die obere und untere Grenze f\u00fcr den voraussichtlichen Einsatz von Bioraffinerien zwischen 2020 und 2030 dar, basierend auf \u00f6ffentlich verf\u00fcgbaren Informationen \u00fcber chemische und stoffliche Bioraffinerien. Da es sich um Wachstumsszenarien handelt, ber\u00fccksichtigt die angewandte Methodik nicht die m\u00f6gliche Schlie\u00dfung von bestehenden Bioraffinerien, die derzeit in der EU in Betrieb sind.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr beide Wachstumsszenarien ist die Nachfrage in der EU h\u00f6her als das prognostizierte Angebot im Jahr 2030, was bedeutet, dass es mit den richtigen Anreizen und Rahmenbedingungen ein Wachstumspotenzial f\u00fcr die Produktion von biobasierten Produkten aus Bioraffinerien gibt. Das Defizit k\u00f6nnte durch Importe aus Nicht-EU gedeckt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Resultierend aus diesen Vorarbeiten wurde in einem Strategiefahrplan erarbeitet, welche Arten von Bioraffinerien unter welchen \u00e4u\u00dferen Rahmenbedingungen bis 2030 am Markt etabliert sein k\u00f6nnten. Die Roadmap for Deployment beschreibt alle Ergebnisse und Erkenntnisse der Studie. Sie ist unter <a href=\"https:\/\/op.europa.eu\/en\/publication-detail\/-\/publication\/7223cd2e-bf5b-11eb-a925-01aa75ed71a1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/op.europa.eu\/en\/publication-detail\/-\/publication\/7223cd2e-bf5b-11eb-a925-01aa75ed71a1 <\/a>zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Projektergebnisse sind in einem knapp zweimin\u00fctigen Video einfach und nachvollziehbar zusammengefasst, welches zusammen mit der Roadmap for Deployment auf der Projektwebseite zu finden sind. Das Video ist auch auf YouTube unter <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=e95Cb9lCEfE\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=e95Cb9lCEfE<\/a> abrufbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Umsetzungszeitraum: 14 Monate, Start 12\/ 2019 \u2013 Ende 02\/ 2021<\/p>\n\n\n\n<p>Projektpartner: E4Tech, Wageningen Research, BTG, FNR, iCons<\/p>\n\n\n\n<p>Projektwebseite: <a href=\"https:\/\/www.e4tech.com\/biorefinery-outlook.php\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.e4tech.com\/biorefinery-outlook.php<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Pressekontakt:<br>Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.<br>Martin Behrens<br>Tel.: +49 3843 6930-163<br>Mail: <a href=\"linkTo_UnCryptMailto(%27ocknvq%2Co0dgjtgpuBhpt0fg%27);\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">m.behrens(bei)fnr.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits heute erzeugen EU-Bioraffinerien 4,6 Mio. t biobasierte Chemikalien und Werkstoffe. 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