{"id":92423,"date":"2021-07-14T07:26:00","date_gmt":"2021-07-14T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=92423"},"modified":"2021-07-09T12:51:59","modified_gmt":"2021-07-09T10:51:59","slug":"koehler-lignin-fullstoff-soll-carbon-black-ersetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/koehler-lignin-fullstoff-soll-carbon-black-ersetzen\/","title":{"rendered":"Koehler: Lignin-F\u00fcllstoff soll Carbon Black ersetzen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p>Die Koehler-Gruppe, Oberkirch, treibt ihre Gesch\u00e4ftsentwicklung im Bereich der erneuerbaren funktionalen F\u00fcllstoffe voran und bereitet eine Investitionsentscheidung f\u00fcr eine industrielle Produktion am Standort Kehl vor. In der geplanten Anlage sollen j\u00e4hrlich ca. 15.000 t des neuen Produkts aus Lignin hergestellt werden. Lignin ist neben Zellulose das zweith\u00e4ufigste Biopolymer weltweit und wird heute vorwiegend thermisch genutzt. Das neue Produkt Reforce soll vor allem in Gummierzeugnissen in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen und damit einen Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele in dieser beitragen. Carbon Black wird hier aktuell noch als fossiler F\u00fcllstoff eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der F\u00fcllstoff Reforce aus Lignin wird mit Technologie von SunCoal Industries, Ludwigsfelde, verarbeitet und von Xillix, Oberkirch, vermarktet. Holz besteht zu ungef\u00e4hr 30 % aus Lignin, welches vorwiegend in der Zellstoffproduktion anf\u00e4llt. Die vom Partnerunternehmen SunCoal aus Brandenburg entwickelte Technologie erlaubt es aus Lignin einen erneuerbaren funktionalen F\u00fcllstoff herzustellen, der die gleiche Funktionalit\u00e4t in Gummicompounds erreicht, die heute durch Carbon Black fossilen Ursprungs erreicht wird. F\u00fcr die Vermarktung von Reforce hat Koehler nun mit Xillix eine eigene Vermarktungsgesellschaft gegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Industrielle Produktion geplant&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Am Standort Kehl verf\u00fcgt Koehler \u00fcber ein Werk f\u00fcr die Papierproduktion. Kai M. Furler, Vorstandsvorsitzender der Koehler-Gruppe, freut sich \u00fcber die geplante Erweiterung der Gesch\u00e4ftsfelder der Gruppe: \u201eDie bestehende hochmoderne Infrastruktur wird Koehler nutzen um f\u00fcr Xillix eine neue Produktionsanlage aufzubauen. Geplant ist eine Anlage in industriellem Ma\u00dfstab, in der pro Jahr etwa 15.000 t veredeltes Lignin produziert werden sollen.\u201c Im Mai 2021 hat die Grundlagenentwicklung der Anlage begonnen. Die eigentliche Investitionsentscheidung ist f\u00fcr Ende 2021 bzw. Anfang 2022 geplant. Der Markteintritt mit ersten Liefermengen wird f\u00fcr 2024 erwartet.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem technologischen Know-how f\u00fcr die Produktion ist die Versorgung mit dem Rohstoff Lignin essentiell f\u00fcr den Aufbau im industriellen Ma\u00dfstab. Als Teil der Bio\u00f6konomie z\u00e4hlt Stora Enso zu den weltweiten Anbietern erneuerbarer L\u00f6sungen f\u00fcr die Bereiche Verpackung, Biomaterialien, Holzbau und Papier. Zur langfristigen Sicherstellung der Rohstoffbasis f\u00fcr die geplante Produktionsanlage in Kehl hat Koehler mit Stora Enso eine Liefer- und Abnahmevereinbarung f\u00fcr Stora Ensos Lineo Lignin getroffen. Stora Enso wird den Koehler-Standort Kehl aus seinem Werk in Sunila (Finnland) mit Lignin beliefern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Koehler-Gruppe, Oberkirch, treibt ihre Gesch\u00e4ftsentwicklung im Bereich der erneuerbaren funktionalen F\u00fcllstoffe voran und bereitet eine Investitionsentscheidung f\u00fcr eine industrielle Produktion am Standort Kehl vor. In der geplanten Anlage sollen j\u00e4hrlich ca. 15.000 t des neuen Produkts aus Lignin hergestellt werden. Lignin ist neben Zellulose das zweith\u00e4ufigste Biopolymer weltweit und wird heute vorwiegend thermisch genutzt. 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