{"id":92391,"date":"2021-07-13T07:35:00","date_gmt":"2021-07-13T05:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=92391"},"modified":"2021-09-09T19:29:53","modified_gmt":"2021-09-09T17:29:53","slug":"verbandebundnis-fordert-fur-mullflut-verantwortliche-unternehmen-mussen-plastiksteuer-zahlen-nicht-steuerzahlerinnen-und-steuerzahler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/verbandebundnis-fordert-fur-mullflut-verantwortliche-unternehmen-mussen-plastiksteuer-zahlen-nicht-steuerzahlerinnen-und-steuerzahler\/","title":{"rendered":"Verb\u00e4ndeb\u00fcndnis fordert: F\u00fcr M\u00fcllflut verantwortliche Unternehmen m\u00fcssen Plastiksteuer zahlen, nicht Steuerzahlerinnen und Steuerzahler"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p><strong>Die f\u00fcr den Kunststoffm\u00fcll verantwortlichen Unternehmen m\u00fcssen die Plastiksteuer zahlen. Dies fordert das B\u00fcndnis aus gesellschaftlichen Gruppen &#8220;Wege aus der Plastikkrise&#8221; in einem offenen Brief an die demokratischen Parteien im Bundestag. Allein in 2021 \u00fcberweist die Bundesregierung rund 1,3 Milliarden Euro Steuergeld nach Br\u00fcssel, anstatt die Verursacher un\u00f6kologischer, nicht recyclingf\u00e4higer Verpackungen in die Pflicht zu nehmen. Dabei sollte die Plastiksteuer die Recyclingf\u00e4higkeit von Verpackungen verbessern und den Einsatz von Recyclingmaterial erleichtern.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem 1. Januar 2021 m\u00fcssen alle EU-Mitgliedsstaaten eine Abgabe von 80 Cent pro Kilogramm nicht recycelter Plastikverpackungen an die EU abf\u00fchren. Die einzelnen Staaten k\u00f6nnen dabei selbst entscheiden, wie sie die Plastiksteuer ausgestalten. Das Verb\u00e4ndeb\u00fcndnis fordert, die Plastiksteuer bei der Inverkehrbringung von Verpackungen zu erheben. Die Bemessung der Steuer sollte an den Rezyklatanteil von Plastikverpackungen gekoppelt sein und die Recyclingf\u00e4higkeit miteinbeziehen. Hersteller von recyclingf\u00e4higen Verpackungen mit wenig Neumaterial sollten durch Abschl\u00e4ge beg\u00fcnstigt werden. F\u00fcr den Einsatz von Neumaterial sollten zwei Euro pro Kilogramm Kunststoff gezahlt werden, damit unn\u00f6tiges Plastik sich nicht mehr rechnet. Nur so entfaltet die Plastiksteuer ihre \u00f6kologische Wirkung.<\/p>\n\n\n\n<p>Barbara Metz, stellvertretende Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH): &#8220;Die Bundesregierung hat ein Herz f\u00fcr die Kunststoffindustrie. Anders ist nicht zu erkl\u00e4ren, dass sie aktuell den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern bei der Plastiksteuer in die Tasche greift und nicht die Verursacher zahlen l\u00e4sst. Die aktuelle Umsetzung der Plastiksteuer ist eine Bankrotterkl\u00e4rung an den Umwelt- und Klimaschutz. Eine konsequente Plastiksteuer in H\u00f6he von zwei Euro pro Kilo Neumaterial k\u00f6nnte die Herstellung unn\u00f6tiger Kunststoffe effektiv eind\u00e4mmen und das Recycling voranbringen. Statt milliardenschwerer Geschenke an die Plastikindustrie m\u00fcssen klimasch\u00e4dliche Einweg-Verpackungen endlich einen Preis bekommen.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Martin Kaiser, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Vorstand von Greenpeace Deutschland: &#8220;In der Klimakrise darf man nicht l\u00e4nger Plastikverpackungen und damit fossile Rohstoffe verbrennen. Das ist unsinnig und widerspricht dem Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts. F\u00fcr die Herstellung von Einweg-Verpackungen, die sich nur noch zum Verbrennen eignen, sind die Unternehmen verantwortlich, nicht die Verbraucherinnen und Verbraucher. Die n\u00e4chste Bundesregierung muss daf\u00fcr sorgen, dass die Verpackungsindustrie die Plastiksteuer zahlt. Nur dann kann sie wirken und die Unternehmen dazu bringen, die Menge an Einwegverpackungen erheblich zu verringern.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): &#8220;Die Plastiksteuer soll diejenigen Verpackungshersteller belohnen, die Recyclingmaterial einsetzen oder gut recyclebare Verpackungen anbieten. Nur dann k\u00f6nnen Kunststoffe Teil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft sein. 2019 wurden immer noch viel zu viel, n\u00e4mlich fast 40 Prozent der im Gelben Sack gesammelten Kunststoffverpackungen, schlichtweg verbrannt. Vorbildliche Unternehmen, die f\u00fcr neue Produkte nachweisbar Kunststoffe einsetzen, die zuvor im Gelben Sack gesammelt wurden, sollten finanziell entlastet werden. Zudem m\u00fcssen Hersteller auf Verbundmaterialien sowie sch\u00e4dliche Farb- oder Zusatzstoffe verzichten. Denn nur dann ist es m\u00f6glich, die eingesetzten Materialien auch wirklich zur\u00fcckzugewinnen.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mehr Informationen<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Hintergrund: Das B\u00fcndnis &#8220;Wege aus der Plastikkrise: Forderungen der deutschen Zivilgesellschaft&#8221; ist ein Zusammenschluss verschiedener zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich gemeinsam f\u00fcr die L\u00f6sung der Plastikkrise stark machen. Dazu geh\u00f6ren: Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Greenpeace, Health and Environment Justice Support (HEJSupport), Surfrider Foundation Germany, Women Engage for a Common Future (WECF) und Zero Waste Kiel.<\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/exit-plastik.de\/offener-brief-plastiksteuer-okologisch-ausgestalten\/\" target=\"_blank\">Offener Brief des B\u00fcndnisses &#8220;Wege aus der Plastikkrise&#8221; an die Parteispitzen demokratischer Parteien des Bundestages zur \u00f6kologischenAusgestaltung einer Plastiksteuer<\/a><\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/exit-plastik.de\/plastiksteuer\/\" target=\"_blank\">Direkte Nachricht an die Parteispitzen der demokratischen Parteien des Bundestages f\u00fcr eine \u00f6kologische Plastiksteuer<\/a><\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/exit-plastik.de\/forderungen\/\" target=\"_blank\">Forderungskatalog des B\u00fcndnisses &#8220;Wege aus der Plastikkrise&#8221; in Kurz- und Langfassung<\/a><\/li><li>Kontakt: Janine Korduan, BUND-Referentin Kreislaufwirtschaft, Tel.&nbsp;(030) 2 75 86-423,&nbsp;<a>janine.korduan(at)bund.net<\/a><\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die f\u00fcr den Kunststoffm\u00fcll verantwortlichen Unternehmen m\u00fcssen die Plastiksteuer zahlen. 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