{"id":92296,"date":"2021-07-12T07:26:00","date_gmt":"2021-07-12T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=92296"},"modified":"2021-07-07T14:10:32","modified_gmt":"2021-07-07T12:10:32","slug":"weniger-pro-kopf-verbrauchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/weniger-pro-kopf-verbrauchen\/","title":{"rendered":"Weniger Pro Kopf verbrauchen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><a href=\"https:\/\/www.natureplus.org\/fileadmin\/user_upload\/Netzwerk_Ressourcenwende.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"282\" height=\"330\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/07\/csm_Netzwerk_Ressourcenwende_3c633906c1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-92303\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/07\/csm_Netzwerk_Ressourcenwende_3c633906c1.png 282w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/07\/csm_Netzwerk_Ressourcenwende_3c633906c1-256x300.png 256w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/07\/csm_Netzwerk_Ressourcenwende_3c633906c1-128x150.png 128w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/07\/csm_Netzwerk_Ressourcenwende_3c633906c1-231x270.png 231w\" sizes=\"auto, (max-width: 282px) 100vw, 282px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Die Ressourcenkrise geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Dies zeigt nicht nur der Erd\u00fcberlastungstag (\u201cEarth Overshoot Day\u201d), der jedes Jahr fr\u00fcher stattfindet. Die Ressourcenkrise ist au\u00dferdem die Hauptursache des dramatischen Verlusts von Arten und Lebensr\u00e4umen sowie der Klimakrise. Eine konsequente Ressourcenwende ist daher der wichtigste Hebel zur \u00dcberwindung von Verteilungsungerechtigkeit, Klimakrise und zum Schutz der biologischen Vielfalt. Deshalb haben sich 14 Umwelt-, Sozial- und Naturschutzorganisationen, darunter auch natureplus, zum &#8220;Netzwerk Ressourcenwende&#8221; zusammengeschlossen. Sie fordern in einem &#8220;<a href=\"https:\/\/www.ressourcenwende.net\/publikationen\/policy-brief-ressourcenschutzziele-zur-absoluten-reduktion-des-ressourcenverbrauchs\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Policy Brief<\/a>&#8221; die Bundesregierung auf, konkrete Ressourcenschutzziele festzulegen und damit zu einer drastischen Senkung des Ressourcenverbrauchs beizutragen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Eine drastische und absolute Senkung des Ressourcenverbrauchs ist notwendig. Doch die bisherigen politischen Ma\u00dfnahmen wie das Kreislaufwirtschaftsgesetz oder das Ressourceneffizienzprogramm haben nicht zu einer Senkung des Verbrauchs gef\u00fchrt&#8221;, hei\u00dft es in dem Papier. Die Rohstoffstrategie der Bundesregierung habe es sich &#8220;nicht einmal zum Ziel gesetzt, den Rohstoffverbrauch zu reduzieren.&#8221; Eine Trendwende sei nicht abzusehen. Denn die globale Ressourceninanspruchnahme hat sich seit 1970 verdreifacht und \u201eBusiness as usual\u201c w\u00fcrde bedeuten, dass sich der heutige Ressourcenverbrauch bis 2060 noch einmal verdoppelt. Die Erfahrung zeige, dass die bisherigen Bem\u00fchungen im Ressourcenschutz ins Leere gelaufen sind. Der Prim\u00e4rrohstoffbedarf konnte nicht gesenkt werden, die M\u00fcllberge werden immer gr\u00f6\u00dfer, und das Verh\u00e4ltnis von neu gewonnenen Materialien zu recycelten Stoffen konnte zwischen 2010 und 2019 lediglich um einen Prozentpunkt von 89 auf 88 Prozent gesenkt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Nationale Ressourcenschutzziele f\u00fcr die Reduktion des Ressourcenverbrauchs<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Netzwerk Ressourcenwende <a href=\"https:\/\/www.ressourcenwende.net\/themenfelder\/uebergreifende-themen-der-ressourcennutzung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">fordert deshalb die Bundesregierung auf<\/a>, konkrete Ressourcenschutzziele festzulegen und durch begleitende Gesetzgebung den Ressourcenverbrauch effektiv zu reduzieren:\u00a0<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Bis 2050 muss die Nutzung von abiotischen Prim\u00e4rrohstoffen &#8211; Mineralien, fossile Rohstoffe und Metalle &#8211; auf maximal 6 Tonnen pro Person und Jahr (gemessen nach TMC-Standard) reduziert werden. Dazu ist als Zwischenziel eine Reduzierung von mindestens 50 Prozent bis 2030 n\u00f6tig.<\/li><li>Bis 2050 muss die Nutzung biotischer Prim\u00e4rrohstoffe auf maximal 2 Tonnen pro Person und Jahr (gemessen nach TMC-Standard) reduziert werden.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>In einer Kreislaufwirtschaftsstrategie solle die Bundesregierung Einzelstrategien wie die Rohstoffstrategie und die Programme zur Abfallvermeidung, zum nachhaltigen Konsum sowie zur Ressourceneffizienz zusammenf\u00fchren. Genauso wie beim Klimaschutzgesetz brauche es ein umfassendes produktpolitisches Ma\u00dfnahmenb\u00fcndel, das die Lebenszeitverl\u00e4ngerung und Kreislauff\u00fchrung von Rohstoffen und Produkten f\u00fcr alle Sektoren festschreibt. Dar\u00fcber hinaus fordert das Netzwerk ein Ressourcenschutz-Stammgesetz von der Bundesregierung. In diesem werden \u00fcbergeordnete, konkrete Ressourcenschutzziele sowie stoffgruppenspezifische Unterziele gesetzlich verankert. Dies erm\u00f6gliche ein besseres Management derjenigen Materialien, f\u00fcr die eine Verbrauchsreduzierung am dringendsten geboten ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dass eine solche gesetzliche Verankerung nationaler Ressourcenschutzziele m\u00f6glich ist, zeigt das Beispiel der Niederlande. Sie hat sich in ihrem Kreislaufwirtschaftspaket 2016 das Ziel gesetzt, bis 2050 eine vollst\u00e4ndige Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Das Ziel ist \u201eeine Wirtschaft ohne Abfall, in der sich alles um wiederverwendbare Rohstoffe dreht.\u201c Als einen ersten wichtigen Meilenstein haben sie sich das Etappenziel gesetzt, bis 2030 die Nutzung von abiotischen Prim\u00e4rrohstoffen um 50 Prozent zu reduzieren. In den Niederlanden wird \u00fcberdies alle zwei Jahre ein Fortschrittsbericht ver\u00f6ffentlicht. Dies erm\u00f6glicht allen Akteur*innen die Fortschritte zu verfolgen und bei Bedarf schnelleres und\/oder umfassenderes Handeln einzufordern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ressourcenkrise geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Dies zeigt nicht nur der Erd\u00fcberlastungstag (\u201cEarth Overshoot Day\u201d), der jedes Jahr fr\u00fcher stattfindet. Die Ressourcenkrise ist au\u00dferdem die Hauptursache des dramatischen Verlusts von Arten und Lebensr\u00e4umen sowie der Klimakrise. 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