{"id":92225,"date":"2021-07-09T07:26:00","date_gmt":"2021-07-09T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=92225"},"modified":"2021-09-09T19:29:56","modified_gmt":"2021-09-09T17:29:56","slug":"neue-eu-regel-tritt-in-kraft-diese-plastikartikel-sind-ab-jetzt-verboten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-eu-regel-tritt-in-kraft-diese-plastikartikel-sind-ab-jetzt-verboten\/","title":{"rendered":"Neue EU-Regel tritt in Kraft: Diese Plastikartikel sind ab jetzt verboten"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?url=https%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fwirtschaft%2Fservice%2Feinwegplastik-diese-plastikartikel-sind-ab-jetzt-verboten-a-f3a24d87-b125-4a47-9640-ff3eb98335ad&amp;text=Neue+EU-Regel+tritt+in+Kraft%3A+Diese+Plastikartikel+sind+ab+jetzt+verboten&amp;via=derspiegel&amp;lang=de\"><br><\/a><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/share.php?u=https%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fwirtschaft%2Fservice%2Feinwegplastik-diese-plastikartikel-sind-ab-jetzt-verboten-a-f3a24d87-b125-4a47-9640-ff3eb98335ad&amp;t=Neue+EU-Regel+tritt+in+Kraft%3A+Diese+Plastikartikel+sind+ab+jetzt+verboten\"><\/a><a><\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/8fa9a66c-f403-43df-b972-ed0bac241304_w948_r1.778_fpx47.97_fpy54.85.jpg\" alt=\"Strohhalme, Besteck und Teller aus Einmalplastik sind ab sofort verboten\" title=\"Strohhalme, Besteck und Teller aus Einmalplastik sind ab sofort verboten\"\/><figcaption>Strohhalme, Besteck und Teller aus Einmalplastik sind ab sofort verboten Foto: Kerstin D\u00f6litzsch&nbsp;\/ PicturePoint \/ imago images<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Produkte werden verboten, wo gibt es Ausnahmen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Unter die Regelung fallen Produkte aus verschiedenen Materialien. Konkret verboten werden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Besteck und Teller, Trinkhalme, R\u00fchrst\u00e4bchen, Wattest\u00e4bchen und Luftballonst\u00e4be aus Plastik;<\/li><li>Wegwerfteller, -becher oder -besteck aus biobasierten oder biologisch abbaubaren Kunststoffen;<\/li><li>Einwegteller und -schalen aus Pappe, sobald sie zu einem geringen Teil aus Kunststoff bestehen oder mit Kunststoff \u00fcberzogen sind;<\/li><li>To-go-Beh\u00e4lter sowie To-go-Getr\u00e4nkebecher aus Styropor.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Dem Naturschutzbund Nabu&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nabu.de\/umwelt-und-ressourcen\/ressourcenschonung\/kunststoffe-und-bioplastik\/30215.html\">geht das Verbot nicht weit genug<\/a>. Beim Plastikgeschirr beschr\u00e4nke es sich auf Teller und Besteck, kritisiert die Organisation. Plastikgetr\u00e4nkebecher, etwa Bierbecher im Fu\u00dfballstadion, d\u00fcrften weiterhin verkauft werden. Auch mit Plastik beschichtete Coffee-to-go-Becher aus Papier blieben weiterhin erlaubt, genauso wie bunte Eisbecher aus Plastik.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Warum werden die verbotenen Produkte nicht sofort aus Restaurants und L\u00e4den verschwinden?<\/h3>\n\n\n\n<p>Um Verschwendung zu vermeiden, d\u00fcrfen Waren aus aktuellen Lagerbest\u00e4nden weiterhin verkauft werden. Das erkl\u00e4rt, warum trotz des Verbots noch einige Zeit lang Plastikteller und Strohhalme in Restaurants und Gesch\u00e4ften zu finden sein werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche plastikfreien Alternativen gibt es und wie sind diese zu bewerten?<\/h3>\n\n\n\n<p>Zum Teil existieren Alternativen aus&nbsp;<strong>Papier oder Pappe<\/strong>, deren Produktion allerdings die Umwelt ebenfalls stark belastet, vor allem durch den Verbrauch von Wasser und Energie sowie den Einsatz von Chemikalien bei der Produktion. Die Umweltbilanz von&nbsp;<strong>Holzbesteck&nbsp;<\/strong>sei im Vergleich etwas besser, da die Aufbereitung weniger aufwendig sei,&nbsp;<a target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.de\/aktuelle-meldungen\/umwelt-haushalt\/plastikverbot-ab-juli-das-sind-die-alternativen-61089\">schreibt die Verbraucherzentrale<\/a>. Entscheidend sei jedoch, wo das Holz herkomme. Bei Zweifeln kann reines&nbsp;<strong>Bambus&nbsp;<\/strong>eine Alternative sein. Bei Produkten aus einem Bambus-Kunststoff-Gemisch ist hingegen Vorsicht geboten, da bei ihnen Schadstoffe auf die Lebensmittel \u00fcbergehen k\u00f6nnen,&nbsp;<a target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.vzbv.de\/pressemitteilungen\/bambusbecher-stark-belastet\">warnt die Verbraucherzentrale<\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Teller, Becher oder Essensboxen werden zum Teil auch aus&nbsp;<strong>Bagasse&nbsp;<\/strong>hergestellt, einem faserhaltigen Material, das bei der Produktion von Rohrzucker \u00fcbrig bleibt. Die dabei entstehenden Produkte erinnern eher an Plastik als an Pappe. Die Aufbereitung sei weniger aufwendig als bei Papier oder Holz, schreibt die Verbraucherzentrale. Au\u00dferdem ist Bagasse kompostierbar.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/85c7fb07-effc-4dfa-b9d1-0def93df1161_w718_r1.5_fpx33.34_fpy50.jpg\" alt=\"Produkte aus Bagasse und Bambus: Umweltfreundlichere Alternative zu Plastik.\" title=\"Produkte aus Bagasse und Bambus: Umweltfreundlichere Alternative zu Plastik.\"\/><figcaption>Produkte aus Bagasse und Bambus: Umweltfreundlichere Alternative zu Plastik. Foto: Ilnaz Bagautdinov&nbsp;\/ iStockphoto \/ Getty Images<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Beh\u00e4lter aus&nbsp;<strong>Aluminium&nbsp;<\/strong>sind zwar weiterhin erlaubt, sollten aber aus Umweltgr\u00fcnden grunds\u00e4tzlich vermieden werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Am besten ist, wo immer m\u00f6glich, auf wiederverwendbare Alternativen etwa aus Glas oder Metall zur\u00fcckzugreifen. Selbst bei Wattest\u00e4bchen existieren mittlerweile wiederverwendbare Produkte aus Silikon.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weiterhin erlaubte Plastikprodukte sollen in Zukunft gekennzeichnet werden. Was hat es damit auf sich?<\/h3>\n\n\n\n<p>Alle Wegwerfprodukte mit Plastik, die weiterhin erlaubt sind, m\u00fcssen in Zukunft gekennzeichnet werden. Unter die Regelung fallen neben To-go-Bechern aus und mit Plastik unter anderem Hygieneprodukte (etwa Feuchtt\u00fccher oder Tampons) sowie Zigaretten mit kunststoffhaltigen Filtern. Die Markierung soll Verbraucherinnen und Verbraucher vor Umweltsch\u00e4den durch Plastik warnen und \u00fcber die richtige Entsorgung informieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was soll mit dem Einwegplastik-Verbot erreicht werden?<\/h3>\n\n\n\n<p>Anlass des Verbots war&nbsp;<a target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.de\/aktuelle-meldungen\/umwelt-haushalt\/plastikverbot-ab-juli-das-sind-die-alternativen-61089\">der Verbraucherzentrale zufolge<\/a>, dass an europ\u00e4ischen Str\u00e4nden immer mehr Plastikteile zu finden sind. Laut&nbsp;<a target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/weniger-plastik-in-der-umwelt-eu-stimmt-richtlinie\">Umweltbundesamt<\/a>&nbsp;z\u00e4hlen Trinkhalme, Einwegbecher und Wattest\u00e4bchen zu den zehn am h\u00e4ufigsten an europ\u00e4ischen Str\u00e4nden gefundenen Einwegplastikprodukten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbImmer mehr Menschen konsumieren Essen au\u00dfer Haus oder lassen es sich liefern\u00ab,&nbsp;<a target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/themen\/nachhaltigkeitspolitik\/einwegplastik-wird-verboten-1763390\">schreibt die Bundesregierung<\/a>. Einen Kaffee aus einem To-go-Becher zu trinken oder Nudeln aus einer Styropor-Box zu essen, sei bequem, verursache aber immer mehr M\u00fcll, der h\u00e4ufig auch in der Natur oder in Parks lande. Durch Einweggeschirr und To-go-Verpackungen entstanden 2017 mehr als 340.000 Tonnen M\u00fcll.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was f\u00fcr weitere Ma\u00dfnahmen sind geplant, um Plastikm\u00fcll zu reduzieren?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ab 2022 d\u00fcrfen H\u00e4ndler ihren Kunden keine d\u00fcnnen Plastiktragetaschen mehr aush\u00e4ndigen. Au\u00dferdem soll 2022 eine generelle Pfandpflicht f\u00fcr Einweggetr\u00e4nkeflaschen aus Kunststoff eingef\u00fchrt werden, die ab 2024 auch f\u00fcr Plastikflaschen mit Getr\u00e4nken aus Milch gelten soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen davon m\u00fcssen PET-Einweg-Getr\u00e4nkeflaschen ab 2024 zu mindestens 25 Prozent aus recyceltem Plastik bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Anmerkung der Redaktion: In dem Artikel wurde nachtr\u00e4glich ein Hinweis zu Produkten aus einem Bambus-Kunststoff-Gemisch erg\u00e4nzt.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Produkte werden verboten, wo gibt es Ausnahmen? 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