{"id":9206,"date":"2006-06-20T00:00:00","date_gmt":"2006-06-19T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060620-13n"},"modified":"2006-06-20T00:00:00","modified_gmt":"2006-06-19T22:00:00","slug":"bp-investiert-500-mio-dollar-in-neues-energy-bioscience-institute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bp-investiert-500-mio-dollar-in-neues-energy-bioscience-institute\/","title":{"rendered":"BP investiert 500 Mio Dollar in neues &#8220;Energy Bioscience Institute&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><b>Seit Jahren sucht <a href=\"http:\/\/www.bp.com\/\" >BP<\/a> intensiv nach langfristigen kommerziellen Alternativen zu \u00d6l und Gas. Im Rahmen dieser Bem\u00fchungen wird BP grundlegende Forschungen im Bereich der Biowissenschaften f\u00f6rdern und diese f\u00fcr die Herstellung und Anwendung umweltfreundlicher Energien, vor allem im Bereich Kraftstoffe f\u00fcr den Stra\u00dfenverkehr, einsetzen.<\/b><\/p>\n<p>Das Unternehmen plant, in den n\u00e4chsten zehn Jahren 500 Millionen Dollar f\u00fcr ein neues biowissenschaftliches Institut bereitzustellen \u2013 das weltweit erste seiner Art. Die Forschungseinrichtung wird an eine f\u00fchrende akademische Institution in den USA oder Gro\u00dfbritannien angegliedert sein. <\/p>\n<p>Dazu hat BP Gespr\u00e4che mit mehreren bedeutenden Universit\u00e4ten aufgenommen, an die das neue <b>&#8220;BP Energy Biosciences Institute&#8221; (EBI)<\/b> angeschlossen sein k\u00f6nnte. Ziel ist es, die ersten Forschungsprogramme bis Ende 2007 auf den Weg zu bringen. <\/p>\n<p>In London sagte der BP Vorstandsvorsitzende Lord Browne heute, dass das <b>EBI<\/b> sich zun\u00e4chst auf drei Schl\u00fcsselbereiche der Energie-Biowissenschaften konzentrieren werde: <\/p>\n<ul>\n<li>Die Entwicklung neuer Biokraftstoff-Komponenten und die Verbesserung der Effizienz und Flexibilit\u00e4t der heute bereits dem Kraftstoff beigemischten Komponenten<\/li>\n<li>Die Entwicklung neuer Technologien, die eine erweiterte und beschleunigte Umwandlung von Biomasse in Biokraftstoff-Molek\u00fcle erlauben \u2013 damit soll der Anteil der Pflanzenteile erh\u00f6ht werden, die insgesamt daf\u00fcr eingesetzt werden k\u00f6nnen<\/li>\n<li>Den Einsatz moderner Biotechnologien zur Entwicklung von Sorten mit einer h\u00f6heren Energieausbeute \u2013 sie sollen auch auf Fl\u00e4chen wachsen, auf denen keine Nutzpflanzen f\u00fcr die Nahrungsmittelproduktion angebaut werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das EBI wird mit Wissenschaftlern sowohl der gastgebenden Universit\u00e4t als auch anderer akademischer Einrichtungen sowie einer kleinen Anzahl von BP Spezialisten besetzt. <\/p>\n<p>&#8220;Die Welt braucht neue Technologien, um eine angemessene Energieversorgung zu sichern&#8221;, erkl\u00e4rte Browne. &#8220;Die Biowissenschaft ver\u00e4ndert bereits jetzt die moderne Medizin. Wir sind \u00fcberzeugt, dass sie auch dem Energiesektor bedeutenden Nutzen bringen kann. Mit der Gr\u00fcndung dieses integrierten, fokussierten Forschungszentrums wollen wir einen Bereich der Technik entwickeln, der ein enormes Potential f\u00fcr neue Energiel\u00f6sungen hat.&#8221; <\/p>\n<p>Das EBI wird Grundlagenforschung betreiben, die den Fachleuten weltweit zur Verf\u00fcgung stehen soll, aber auch rechtlich gesch\u00fctzte Projekte f\u00fcr kommerzielle biowissenschaftliche Anwendungen durchf\u00fchren. <\/p>\n<p>Im rechtlich gesch\u00fctzten Bereich wird es das neue Biokraftstoff-Gesch\u00e4ft innerhalb des BP Gesch\u00e4ftsbereichs Refining &#038; Marketing unterst\u00fctzen. Dieser wurde geschaffen, um den zunehmenden Anforderungen Rechnung zu tragen, die eine Beimischung von Biokomponenten in traditionellen fossilen Kraftstoff verlangen. <\/p>\n<p>Browne f\u00fchrte aus: &#8220;Wir erwarten, dass die Nachfrage nach Biokraftstoffen im Lauf des n\u00e4chsten Jahrzehnts betr\u00e4chtlich ansteigen wird, da Kunden sich umweltbewusste Produkte w\u00fcnschen und Regierungen fordern, dass mehr Energie im eigenen Land erzeugt wird. <\/p>\n<p>Es ist abzusehen, dass die Nachfrage das Angebot \u00fcberfl\u00fcgeln wird, wenn nicht in gr\u00f6\u00dferem Umfang in die Entwicklung neuer, verwandter Technologien investiert wird, die das Kosten-Nutzenverh\u00e4ltnis verbessern und die Bandbreite der weltweit verf\u00fcgbaren Biokomponenten erweitern. Das BP Biokraftstoff-Gesch\u00e4ft wird all unsere bestehenden Aktivit\u00e4ten in diesem Bereich zusammen f\u00fchren. Dar\u00fcber hinaus wird die neue Gesch\u00e4ftseinheit geeignete Demonstrationsprojekte ausw\u00e4hlen, mit denen wir unser Wissen und unsere Erfahrung erh\u00f6hen. Das ist eine wesentliche Voraussetzung, um diese Produkte auf breiter Basis im Markt einzuf\u00fchren.&#8221; <\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu seinem Forschungsauftrag wird das EBI die interdisziplin\u00e4re Ausbildung einer neuen Generation junger Forscher f\u00f6rdern, die sich darauf konzentrieren, die Fachgebiete Biotechnologie und Energieerzeugung miteinander zu verbinden. Das EBI wird ein Zentrum f\u00fcr den Austausch zwischen Biotechnologie-Unternehmen sein, die die Entwicklung und Anwendung der Energie-Biowissenschaften anf\u00fchren werden. <\/p>\n<p>&#8220;Obwohl es schon einige sehr gute Arbeiten auf diesem Gebiet gibt glauben wir, dass diese noch nicht ausreichend in eine umfassende strategische Vision f\u00fcr kommerzielle Energieerzeugung integriert sind&#8221;, meint Browne. <\/p>\n<p>&#8220;Das EBI soll unserer Absicht nach eine breite wissenschaftliche Basis mit dem Wissen und dem Know-how der BP im Zusammenhang mit Verarbeitung, Vertrieb, Vermarktung und dem regulatorischen Umfeld von Energie verbinden und dazu beitragen, dass in einem nennenswerten Umfang neue Produkte entstehen, mit denen die weltweite Nachfrage nach Energie mit weniger CO<sub>2<\/sub> gedeckt werden kann.&#8221; <\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu seinem Fokus auf fortschrittliche Biokraftstoffe wird das Institut auch breiter gefasste Anwendungen der Biowissenschaften im Bereich der Energie abdecken, einschlie\u00dflich der verbesserten \u00d6lausbeute, der Gewinnung von Methan aus Kohlefl\u00f6zen und der CO<sub>2<\/sub>-Sequestration. <\/p>\n<p><b>Hintergrundinformationen<\/b> <\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndung des EBI ist ein bedeutender Schritt der BP bei der Umsetzung ihrer Selbstverpflichtung, CO<sub>2<\/sub>-arme Energie bereitzustellen, und folgt der Gr\u00fcndung von BP Alternative Energy im November 2005, dem Gesch\u00e4ftsbereich f\u00fcr CO<sub>2<\/sub>-armen Strom. <\/p>\n<p>2005 kaufte BP zur Beimischung in Kraftstoffe 590 Millionen Gallonen Bioethanol (575 Millionen Gallonen in den USA) und 70 Millionen Gallonen Biodiesel.<\/p>\n<p>BP steht kurz vor der Umsetzung von Pl\u00e4nen, einen E85-Kraftstoff in einem oder mehreren US-M\u00e4rkten anzubieten. Dies soll bis Ende des Jahres erfolgen.<\/p>\n<p>BP finanziert ein 9,4-Millionen Dollar-Projekt in Indien zur Untersuchung von Jatropha als Biokraftstoffkomponente. Diese Pflanze enth\u00e4lt ein f\u00fcr den Verzehr nicht geeignetes \u00d6l und kann auf minderwertigen B\u00f6den angebaut werden.<\/p>\n<p>Derzeit l\u00e4uft ein Projekt zur Herstellung von Biodiesel \u00fcber die Hydrierung von Talg in der BP Bulwer Island Raffinerie in Australien.<\/p>\n<p>BP hat einen Vertrag und Memorandum of Understanding (MoU) mit zwei Ethanolherstellern in Australien unterschrieben, um ab 2008 einen ethanolhaltigen E10-Kraftstoff landesweit verkaufen zu k\u00f6nnen. Erste Mengen aus dem Vertrag werden zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt in diesem Jahr im Markt von Queensland verf\u00fcgbar sein. Lieferungen aus dem MoU werden in 2008 erwartet.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bp-foerdert-studie-ueber-biokraftstoffproduktion-aus-jatropha\/\" >2006-02-09<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Seit Jahren sucht BP intensiv nach langfristigen kommerziellen Alternativen zu &Ouml;l und Gas. 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