{"id":9181,"date":"2006-06-27T00:00:00","date_gmt":"2006-06-26T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060627-12n"},"modified":"2006-06-27T00:00:00","modified_gmt":"2006-06-26T22:00:00","slug":"zmp-preisspanne-zwischen-rohstoffen-und-pflanzenoel-wieder-enger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zmp-preisspanne-zwischen-rohstoffen-und-pflanzenoel-wieder-enger\/","title":{"rendered":"ZMP: Preisspanne zwischen Rohstoffen und Pflanzen\u00f6l wieder enger"},"content":{"rendered":"<p><b>Mit Spannung erwarten Marktbeteiligte die Rapsernte 2006 und beobachten die Preisentwicklung bei den  Rohstoffen und Nachprodukten. In diesem  Jahr wird es aber keine Absenkung der Rapspreise ex Ernte geben, ganz im Gegenteil. Seit Anfang Mai ist die Aufw\u00e4rtstendenz ungebrochen, allerdings ist dieser Trend bei den Nachprodukten \u00d6l und Schrot weniger zu erkennen.<\/b> <\/p>\n<p>Legt man die aktuellen Tagespreise zu Grunde, hat sich die Kalkulation der \u00d6lm\u00fchlen in den vergangenen acht Wochen betr\u00e4chtlich ver\u00e4ndert. Die Erl\u00f6se bleiben aber im Vergleich zum Vorjahr auf relativ hohem Niveau. <\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20060627-12\/Rapsoelpreise.jpg\" align=\"right\" style=\"margin-left:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"\"\/>W\u00e4hrend sich die Rohstoffe um rund 12% seit Anfang April verteuerten, gab Rapsschrot um 23% nach. Raps\u00f6l verzeichnete in dieser Zeit sogar ein Preishoch von 655 EUR\/t, verbilligte sich zuletzt allerdings wieder, denn am Kassamarkt \u00fcbersteigt das Angebot die Nachfrage. <\/p>\n<p><b>Stabile Preise am \u00d6lmarkt<\/b> <\/p>\n<p>Stabilisierend auf die Kassapreise wirken zurzeit die sehr hohen Kurse f\u00fcr den Rotterdamkontrakt. Dieser wird auch in den kommenden Wochen stabil bis fest bleiben, da die Kontraktspezifikationen wohl erst im Jahresverlauf ge\u00e4ndert werden. Bis dahin bleibt Rotterdam einziger Erf\u00fcllungsort,  und dort sind auf weitere Sicht keine freien Lagerkapazit\u00e4ten verf\u00fcgbar. <\/p>\n<p>In Rotterdam lagen die Tankbest\u00e4nde am 6. Juni bei 116.498 t Raps\u00f6l, 2.000 t h\u00f6her als in der Vorwoche und gut 40.000 t mehr als im Vorjahr. Auch Sonnenblumen\u00f6l und Palm\u00f6l sammelten sich an, w\u00e4hrend der Soja\u00f6lpegel leicht sank. <\/p>\n<p><b>Gro\u00dfer Einfluss der W\u00e4hrungen<\/b><\/p>\n<p>Preisdruck geht derzeit allerdings von der W\u00e4hrungsrelation Dollar zu Euro aus. Innerhalb einer Woche zog der Dollarkurs um 3% an. W\u00e4hrend hierzulande Raps\u00f6l mit 625 EUR\/t preisstabil bewertet wird, verbilligte es sich am Weltmarkt von 810 auf 786 EUR\/t. <\/p>\n<p>Da die EU f\u00fcr Pflanzen\u00f6le und \u00d6lschrote allerdings Nettoimporteur ist, bringt die Euroschw\u00e4che f\u00fcr K\u00e4ufer eher kalkulatorische Nachteile und bremst das Gesch\u00e4ft mit Raps\u00f6l aus \u00dcbersee. Hier wurde in den vergangen Wochen vor allem f\u00fcr den technischen Bedarf ein reges Gesch\u00e4ft verzeichnet. Mit den abschw\u00e4chenden Biodieselpreisen wird allerdings auch die Kalkulation der Veresterer enger. <\/p>\n<p><b>Labiles \u00d6lschrotgesch\u00e4ft<\/b><\/p>\n<p>Der teurere Dollar bremst auch den Handel mit \u00d6lschroten, der aber ohnehin auf Sparflamme l\u00e4uft. In den vergangenen Wochen konnten reichlich offerierte und damit preisg\u00fcnstige Importschrote flott abgesetzt werden. <\/p>\n<p>Nun konzentriert sich das Kaufinteresse am Markt wieder mehr auf Ware aus heimischer Erzeugung. Dies gilt allerdings nur f\u00fcr Sojaschrot. Rapsschrot  bleibt vernachl\u00e4ssigt, zumal die Forderungen zuletzt stetig nachgaben und die Preise f\u00fcr Terminlieferungen wenig attraktiv erscheinen. Immerhin werden alle Lieferungen von Juni bis Oktober mit 90 EUR\/t \u00fcbereinstimmend bewertet. <\/p>\n<p><b>\u00d6lsaaten: Weltweites Produktionswachstum vorerst beendet<\/b><\/p>\n<p><b>Die globale \u00d6lsaatenerzeugung d\u00fcrfte im kommenden Wirtschaftsjahr stabil bleiben. Zu dieser Einsch\u00e4tzung kommt das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) in einer Prognose f\u00fcr das Wirtschaftsjahr 2006\/07.<\/b> <\/p>\n<p>Das USDA ver\u00f6ffentlichte im Juni erstmals eine \u00d6lsaatenprognose f\u00fcr das Wirtschaftsjahr 2006\/07. F\u00fcr das kommende Wirtschaftsjahr wird mit einer Gesamterzeugung von 389,4 Mio. t gerechnet und somit etwas weniger als im jetzt zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr. Damit scheint das \u00fcberaus starke Produktionswachstum der letzten Jahre vorerst gestoppt. <\/p>\n<p>Gut 60% der weltweiten \u00d6lsaatenerzeugung entfallen auf Soja. Die USA sind mit einem Anteil von etwa 40% der weltgr\u00f6\u00dfte Sojabohnenproduzent,  gefolgt von Brasilien mit etwa 24%. W\u00e4hrend das USDA eine Zunahme der Produktion von Sojabohnen, Baumwollsaat und Palmkernen erwartet, sollen die Ernten von Raps, Erdn\u00fcssen, Kopra und Sonnenblumenkernen kleiner ausfallen als im Vorjahr.  <\/p>\n<p><center><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20060627-12\/WeltmarktOelsaaten.jpg\" align=\"center\" BORDER=\"0\" ALT=\"Bild\"\/><\/center><br style=\"clear:left;\"\/>Der Umfang der globalen \u00d6lsaatenproduktion wird auf etwa 46,5 Mio. t gesch\u00e4tzt. Das US-Ministerium rechnet mit einem R\u00fcckgang der weltweiten Erzeugung in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von rund 4%.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Mit Spannung erwarten Marktbeteiligte die Rapsernte 2006 und beobachten die Preisentwicklung bei den  Rohstoffen und Nachprodukten. 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