{"id":9170,"date":"2006-06-30T00:00:00","date_gmt":"2006-06-29T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060630-03n"},"modified":"2006-06-30T00:00:00","modified_gmt":"2006-06-29T22:00:00","slug":"nova-bericht-bioethanolproduktion-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-bericht-bioethanolproduktion-in-deutschland\/","title":{"rendered":"nova-Bericht: Bioethanolproduktion in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Biokraftstoffbranche profitiert weltweit von der Suche nach Alternativen zu den hohen Roh\u00f6lpreisen. Neben Biodiesel und Raps\u00f6lkraftstoffen weist insbesondere Bioethanol hohe Wachstumsraten hinsichtlich Produktionskapazit\u00e4ten und Verbrauch auf. Dieser Trend ist nicht nur in den USA und Lateinamerika, sondern auch in Europa zu verzeichnen.<\/b><\/p>\n<p>W\u00e4hrend in den letzten Jahren die Bioethanolproduktion aus Zucker \u2013 vor allem Zuckerrohr in Brasilien \u2013 dominierte, wird seit Ende 2005 erstmalig weltweit mehr Bioethanol aus St\u00e4rke als aus Zucker gewonnen. Dies liegt vor allem an der rasanten Entwicklung in den USA. Dort wird in derzeit 97 Anlagen Bioethanol vor allem aus Mais gewonnen. Weitere 35 Anlagen befinden sich in der Planung. <\/p>\n<p>Derzeit sind Brasilien und die USA mit jeweils rund 16 Mio. m<sup>3<\/sup> Bioethanol pro Jahr die gr\u00f6\u00dften Bioethanolproduzenten. Es folgen in der Weltrangliste China und Indien vor den ersten europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, mit Frankreich und Deutschland an der Spitze. Frankreich besa\u00df in 2005 eine Produktionskapazit\u00e4t von \u00fcber 0,5 Mio. m<sup>3<\/sup>. Zus\u00e4tzlich befinden sich rund 1,3 Mio. m<sup>3<\/sup> in Planung oder im Bau. <\/p>\n<p>\u00c4hnlich dynamisch verl\u00e4uft der Ausbau der Bioethanolkapazit\u00e4ten in Deutschland, wie <a href=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/\" >nova-Institut<\/a> in einer umfassenden und aktuellen \u00dcbersicht \u00fcber s\u00e4mtliche Bioethanol-Anlagen in Deutschland verdeutlicht:<\/p>\n<p><center><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20060630-03\/Bioethanoltabelle_NP_600.jpg\" align=\"center\" BORDER=\"0\" ALT=\"Bioethanoltabelle_NP_600.jpg\"\/><\/center><br style=\"clear:left;\"\/><\/p>\n<p>Demnach betr\u00e4gt die Produktionskapazit\u00e4t aktuell 0,8 bis 0,9 Mio. m<sup>3<\/sup>. Weitere 0,9 bis 1 Mio. m<sup>3<\/sup> befinden sich in Planung oder sind bereits im Bau. Wichtigste Rohstoffe zur Bioethanolproduktion sind Weizen und Roggen. Die meisten Anlagen sollen im Norden und Osten Deutschlands in der N\u00e4he wichtiger Wasserstra\u00dfen in Betrieb genommen werden.<\/p>\n<p>Innerhalb des deutschen und europ\u00e4ischen Bioethanolmarktes ist die <a href=\"http:\/\/www.suedzucker.de\/\" >S\u00fcdzucker AG<\/a> der Marktf\u00fchrer. Sie k\u00fcndigte Ende Mai 2006 an, ihre derzeitigen Bioethanolkapazit\u00e4ten in Europa in den n\u00e4chsten Jahren von 0,32 Mio. m<sup>3<\/sup> auf 1 Mio. m<sup>3<\/sup> zu verdreifachen. <\/p>\n<p>Neben neuen Produktionsstandorten in \u00d6sterreich und Belgien werden die bestehenden Anlagen in Ungarn und Deutschland erweitert. Der Standort in Zeitz erh\u00e4lt weitere Produktionskapazit\u00e4ten in H\u00f6he von 100.000 m<sup>3<\/sup> Bioethanol und wird somit auf 360.000 m<sup>3<\/sup> Gesamtkapazit\u00e4t ausgebaut. Andererseits gibt es auch Firmen, die Ihre Planungen zum Bau von Bioethanolproduktionsst\u00e4tten abgeschlossen haben, jedoch aufgrund der derzeit unsicheren Nachfragesituation nicht sofort investieren wollen.<\/p>\n<p>Nach Angaben eines Experten von Goldman Sachs wird der Bioethanolmarkt einen kr\u00e4ftigen Aufschwung erleben. Bevor aber Bioethanol in Europa richtig Fu\u00df fassen kann, m\u00fcssen die notwendigen infrastrukturellen Ma\u00dfnahmen wie Raffinerieerrichtung, Transport und Tankstellenausr\u00fcstung umgesetzt werden. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem sind die politischen Einflussgr\u00f6\u00dfen von erheblicher Bedeutung. Die Bundesregierung will die Entscheidung \u00fcber eine weitere Steuererm\u00e4\u00dfigung von Bioethanol bis zum 01.08.2006 treffen. Bekannt ist, dass der Beimischungsanteil (2,9 Vol.% zu Ottokraftstoff) voll besteuert und der Reinkraftstoff (E85) steuererm\u00e4\u00dfigt bleiben soll. Das Finanzministerium pr\u00fcft j\u00e4hrlich, ob die Beg\u00fcnstigung gegen\u00fcber Erd\u00f6l-basiertem Kraftstoff nicht zu gro\u00df wird, um Mitnahmeeffekte auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/\" >nova-Institut GmbH<\/a>\t\t<br \/>Michael Karus (v.i.S.d.P.)\t\t<br \/>Goldenbergstr. 2 \t\t\t<br \/>50354 H\u00fcrth<br \/>Tel.: +49(0)-2233-94 36 84<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:contact@nova-institut.de\">contact@nova-institut.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Biokraftstoffbranche profitiert weltweit von der Suche nach Alternativen zu den hohen Roh&ouml;lpreisen. 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