{"id":9125,"date":"2006-06-09T00:00:00","date_gmt":"2006-06-08T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060609-09n"},"modified":"2006-06-09T00:00:00","modified_gmt":"2006-06-08T22:00:00","slug":"dow-agrosciences-streckt-die-hand-nach-europa-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/dow-agrosciences-streckt-die-hand-nach-europa-aus\/","title":{"rendered":"Dow AgroSciences streckt die Hand nach Europa aus"},"content":{"rendered":"<p><b>Der europ\u00e4ischen Forschungsgemeinschaft wird st\u00e4ndig gesagt, sie tanze nach einer Besorgnis erregenden Melodie: Der Rattenf\u00e4nger der US-Investitionen lockt Menschen, Unternehmen und Ideen aus Europa dorthin, wo man noch etwas bewegen kann &#8211; nach Amerika. <\/p>\n<p>Aber jetzt hat <a href=\"http:\/\/www.dowagro.com\/de\/\" >Dow AgroSciences<\/a>, eine Tochtergesellschaft von Dow, dem US-Chemiegiganten und weltweit gr\u00f6\u00dften Kunststoffhersteller, beschlossen, die umgekehrte Richtung einzuschlagen, und sucht auf der anderen Seite des Atlantiks nach europ\u00e4ischen Forschungspartnern.<\/b> <\/p>\n<p>Dow AgroSciences hat sich als Marktf\u00fchrer in zwei Schl\u00fcsselbereichen erwiesen &#8211; gesunde \u00d6le und Impfstoffe auf Pflanzenbasis. Beides sind herausragende Bereiche mit riesigem kommerziellem Potenzial, aber Dow will seine Kapazit\u00e4t, seine Entwicklung und seine Produkte beschleunigen. <\/p>\n<p>Die Entwicklung des bahnbrechenden Zellimpfstoffs auf Pflanzenbasis von Dow dauerte fast f\u00fcnf Jahre, so Dr. Dan Kittle, Vice President of Research and Development bei Dow AgroSciences, in einem Interview mit CORDIS-Nachrichten. <\/p>\n<p>Der Impfstoff, auf den sich Dr. Kittle bezieht, ist derzeit einzigartig &#8211; ein Produkt auf Pflanzenbasis zur Bek\u00e4mpfung des Virus der Newcastle-Krankheit bei H\u00fchnern. Er ist sowohl der erste Impfstoff auf Pflanzenbasis in den USA als auch der erste vom Animal and Plant Health Inspection Service des US-Landwirtschaftsministeriums lizenzierte Impfstoff. <\/p>\n<p>Der Impfstoff gegen das Virus der Newcastle-Krankheit enth\u00e4lt das Immunprotein des Virus, das aus Pflanzenquellen und nicht aus dem lebenden Virus oder Virusprodukten gewonnen wird. Das Immunsystem des Huhns erkennt das Protein schnell, l\u00f6st eine Immunreaktion aus und sch\u00fctzt das Tier vor dem tats\u00e4chlichen Virus &#8211; eine elegante L\u00f6sung f\u00fcr ein hartn\u00e4ckiges Problem. <\/p>\n<p>Viele derzeitige Impfstoffe, einschlie\u00dflich Grippeimpfstoffen, basieren noch auf der Technologie aus den 1950er Jahren, f\u00fcr die Eier ben\u00f6tigt werden &#8211; etwa ein Ei pro Dosis. Wenn die Technologie des Impfstoffs auf Pflanzenbasis an andere Viren, wie beispielsweise die Vogelgrippe, angepasst werden kann, dann springen die kommerziellen M\u00f6glichkeiten klar ins Auge. <\/p>\n<p>Das Konzept gesunder \u00d6le ist einfacher umzusetzen &#8211; \u00d6le, die aktiv zur menschlichen Gesundheit beitragen und beim Kochen verwendet werden k\u00f6nnen. Aber warum sollte sich Dow AgroSciences f\u00fcr europ\u00e4ische Forschung interessieren, die gegen\u00fcber der Forschung in den USA als r\u00fcckst\u00e4ndig gilt? <\/p>\n<p>&#8220;Wir haben festgestellt, dass nicht alle guten Aspekte der Agro-Technologie bei Dow vorzufinden waren. Daher waren wir besorgt und begannen, Gelder in F&#038;E (Forschung und Entwicklung), die eine Br\u00fcckenfunktion \u00fcbernehmen sollte, zu stecken. Wir haben uns f\u00fcr Zusammenarbeit statt Vertragsforschung entschieden, und jetzt erfolgen 30 Prozent der F&#038;E au\u00dferhalb von Dow&#8221;, sagte Dr. Kittle. <\/p>\n<p>&#8220;Es gibt Verfahrensbereiche, die wir betrachten, und Interessen, bei denen wir \u00fcber interne Kompetenzen verf\u00fcgen &#8211; f\u00fcr den Aufbau und die Zusammenarbeit. Einige dieser Forschungsqualifikationen passen zu der EU-Forschungsgemeinschaft. Wir haben bereits zusammengearbeitet, aber nicht so sichtbar wie jetzt, beispielsweise im Bereich Tiergesundheit&#8221;, sagte er. <\/p>\n<p>Bei der Suche nach Spitzenforschung ist das Unternehmen h\u00e4ufig auf unerwartete Technologien gesto\u00dfen. &#8220;Wir m\u00f6chten die bestm\u00f6gliche Forschung, die es gibt, nutzen. Wir sind manchmal auf Fachwissen gesto\u00dfen, von dem wir nicht wussten, dass es existiert&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. Kittle. <\/p>\n<p>CEO Jerome Peribere stellt au\u00dferdem zwei verschiedene M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die k\u00fcnftige europ\u00e4ische Forschung heraus, von denen Europa profitieren wird: <\/p>\n<p>&#8220;F\u00fcr gesunde \u00d6le gibt es zwei Entwicklungsbereiche. Zuerst Protein f\u00fcr Futtermittel &#8211; \u00d6lrapspflanzen bieten eine M\u00f6glichkeit. Derzeit gibt es Probleme mit dem hohen Fasergehalt, der den Raps unverdaulich macht. Aber da die EU jedes Jahr mehrere Millionen Tonnen Futtermittel auf Sojabasis importiert, k\u00f6nnten wir eine in der EU angebaute Alternative anbieten. Zweitens tragen gesunder \u00d6lraps und Sonnenblumen\u00f6le zur menschlichen Gesundheit bei&#8221;, sagte er.<\/p>\n<p>Daher m\u00f6chte Dow AgroSciences europ\u00e4ische Spitzentechnologie verwenden. Was erhalten diese innovativen Unternehmen im Gegenzug? <\/p>\n<p>Janet Giesselman, Vice President Corporate Affairs bei Dow AgroSciences, erkl\u00e4rt: &#8220;Wir verf\u00fcgen \u00fcber umfangreiche Erfahrung unseres Mutterunternehmens (Dow), das Produkte durch den Regulierungsrahmen und die Kommerzialisierung bringt. Wir haben Zugang zu M\u00e4rkten und wir finden Systeme, die funktionieren&#8221;, sagte sie gegen\u00fcber CORDIS-Nachrichten. <\/p>\n<p>Dow wollte keine Angaben dazu machen, wie viel das Unternehmen f\u00fcr seinen Forschungsbedarf veranschlagt hat. &#8220;Die Ausgaben h\u00e4ngen von der Qualit\u00e4t und dem Umfang der Partner ab &#8211; es geht nicht darum, einen bestimmten Betrag auszugeben, sondern die Projekterfordernisse zu ber\u00fccksichtigen&#8221;, sagte Dr. Kittle, der hinzuf\u00fcgte: &#8220;Wir ziehen nicht nur Investitionen in der EU in Erw\u00e4gung.&#8221;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cordis.europa.eu\/fetch?CALLER=DE_NEWS&#038;ACTION=D&#038;SESSION=&#038;RCN=25773\" >Zum Originaltext<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Der europ&auml;ischen Forschungsgemeinschaft wird st&auml;ndig gesagt, sie tanze nach einer Besorgnis erregenden Melodie: Der Rattenf&auml;nger der US-Investitionen lockt Menschen, Unternehmen und Ideen aus Europa dorthin,<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-9125","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9125","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9125"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9125\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9125"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9125"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9125"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=9125"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}