{"id":9092,"date":"2006-05-12T00:00:00","date_gmt":"2006-05-11T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060512-01n"},"modified":"2006-05-12T00:00:00","modified_gmt":"2006-05-11T22:00:00","slug":"20-jahre-zuckerforschung-tulln-oder-was-haben-hopfen-spritzbeton-mit-zucker-strke-zu-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/20-jahre-zuckerforschung-tulln-oder-was-haben-hopfen-spritzbeton-mit-zucker-strke-zu-tun\/","title":{"rendered":"20 Jahre Zuckerforschung Tulln oder: &#8220;Was haben Hopfen &amp; Spritzbeton mit Zucker &amp; St&auml;rke zu tun?&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><b>Am 12. Mai 2006 feiert die <a href=\"http:\/\/www.zuckerforschung.at\/\" >Zuckerforschung Tulln (ZFT)<\/a>, das Forschungs- und Entwicklungsunternehmen der AGRANA, ihr 20-j\u00e4hriges Bestehen. <\/b><\/p>\n<p>Das Ziel der Zuckerforschung Tulln ist es, neue Anwendungsfelder f\u00fcr innovative Produkte aus den Rohstoffen Kartoffel, Mais, Wachsmais, Weizen und Zuckerr\u00fcbe zu erschlie\u00dfen. Mit der Entwicklung von innovativen Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen liefern die ZFT und AGRANA einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Nachhaltigkeit unserer Lebensgrundlagen. Die Ausgaben f\u00fcr Forschung- und Entwicklung betragen rund 4,2 Mio. EUR und das Unternehmen besch\u00e4ftigt 55 Mitarbeiter.<\/p>\n<p><b>Von der Raiffeisen Bioforschung zur Zuckerforschung Tulln<\/b><\/p>\n<p>Die ZFT, damals noch unter dem Namen Raiffeisen Bioforschung (RBF), wurde am 7. Mai 1986 unter der Federf\u00fchrung der \u00d6sterreichischen Agrarindustrie, eines Vorl\u00e4uferunternehmens der AGRANA, gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Die damalige Zielsetzung war, Wege zu finden, die zur Verwertung der agrarischen \u00dcbersch\u00fcsse beitragen konnten. Das einstige Schwerpunktprogramm &#8220;Austroprot und Bioethanol&#8221; &#8211; ein Projekt zur Verg\u00e4rung und Verspritung von Weizen und K\u00f6rnerleguminosen &#8211; zeigt, dass bereits zur Gr\u00fcndungszeit vor 20 Jahren in der RBF\/ZFT Themen behandelt wurden, die erst heute durch entsprechende Rahmen- und Umfeldbedingungen eine rasche gro\u00dftechnische Umsetzung erfahren k\u00f6nnen (z.B. Bioethanolanlage in Pischelsdorf). <\/p>\n<p>In den 90iger Jahren wurde die RBF in ZFT umbenannt und die von AGRANA bisher dezentral gef\u00fchrten Forschungsbereiche Landwirtschaft, Biotechnologie, Zuckertechnologie und St\u00e4rketechnologie in Tulln konzentriert. Diese Zusammenf\u00fchrung der Forschungskompetenzen schaffte die synergetische Basis f\u00fcr eine erfolgreiche Entwicklungsarbeit und eine Reihe von bahnbrechenden Innovationen.<\/p>\n<p><b>Forschungsschwerpunkte<\/b><\/p>\n<p>Die 20 Jahre Feier der ZFT wird zum Anlass genommen, aktuelle Innovationen in den Bereichen St\u00e4rke, Zucker und Biotechnologie, zu pr\u00e4sentieren. Dazu geh\u00f6rt die Entwicklung von nat\u00fcrlichen Biostabilisatoren f\u00fcr den Einsatz bei der Zuckerproduktion anstelle von chemischen Bioziden. Diese von der ZFT patentierte Anwendung wird derzeit nicht nur in den \u00f6sterreichischen Zuckerfabriken, sondern bereits weltweit angewendet und auf neue Einsatzgebiete erweitert.<\/p>\n<p>Kartoffel- und Maisst\u00e4rke werden \u00fcblicher Weise mit der Herstellung von Pudding oder mit der Verwendung als Tapetenkleister assoziiert. St\u00e4rke ist aber ein nat\u00fcrliches Biopolymer, das als nachwachsender Rohstoff ein enormes Potential f\u00fcr Lebensmittel und technische Anwendungen aufweist. <\/p>\n<p>So ist es z.B. der ZFT gelungen, eine spezielle St\u00e4rke zu entwickeln, die beim Tunnelbau besondere Leistungen erbringt. Durch den Zusatz dieser St\u00e4rke in den hierf\u00fcr ben\u00f6tigten Spritzbeton wird gew\u00e4hrleistet, dass ein rasches und umweltfreundliches Verarbeiten und Vordringen beim Tunnelbau erm\u00f6glicht wird. <\/p>\n<p>Eine weitere weltweite Innovation, die von der ZFT zum Patent angemeldet wurde, ist die Verwendung von speziellen St\u00e4rken aus Mais und Kartoffel als Verdicker f\u00fcr Dispersionsfarben. Die besonders umweltfreundliche Herstellung dieser Rheologiegeber (Substanzen, die die Flie\u00dfeigenschaften wesentlich beeinflussen) erlaubt nicht nur eine kosteng\u00fcnstige Herstellung von Bautenfarben, sondern erm\u00f6glicht auch die Produktion von Farben mit hoher Deckkraft, gutem Verlaufverm\u00f6gen und geringem Tropfverhalten.<\/p>\n<p>Durch die gezielte Entwicklung von Biost\u00e4rken, AGRANA ist Marktf\u00fchrer in diesem Bereich, werden weitere Einsatzgebiete erschlossen, die die breite Anwendung dieser Produkte, wie z.B. in Fruchtzubereitungen, Mayonnaisen, etc., erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><b>Festakt &#8220;20 Jahre ZFT&#8221;<\/b><\/p>\n<p>Im Rahmen des Festaktes am 12. Mai 2006 im Tagungsraum der Zuckerfabrik Tulln werden diese und weitere Innovationen der ZFT sowie die F&#038;E-Strategie der AGRANA pr\u00e4sentiert.  Bei einem anschlie\u00dfenden Rundgang durch die Forschungseinrichtung werden die Pilotanlagen in Betrieb gezeigt und das f\u00fcr \u00d6sterreich einmalige Know-How der ZFT an Hand von Vorf\u00fchrungen praktisch demonstriert.<\/p>\n<p>Informationen zum Festakt &#8220;20 Jahre ZFT&#8221; finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.zuckerforschung.at\/\" >www.zuckerforschung.at<\/a>. <\/p>\n<p><b>R\u00fcckfragen:<\/b><br \/>   Dr. Marnik Wastyn <br \/>   Zuckerforschung Tulln GmbH<br \/>   Tel.: +43-676-89261-11451<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Am 12. 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