{"id":90822,"date":"2021-06-23T07:35:00","date_gmt":"2021-06-23T05:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=90822"},"modified":"2021-09-09T21:04:32","modified_gmt":"2021-09-09T19:04:32","slug":"totalenergies-sunfire-und-fraunhofer-geben-den-startschuss-fur-grunes-methanol-in-leuna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/totalenergies-sunfire-und-fraunhofer-geben-den-startschuss-fur-grunes-methanol-in-leuna\/","title":{"rendered":"TotalEnergies, Sunfire und Fraunhofer geben den Startschuss f\u00fcr gr\u00fcnes Methanol in Leuna"},"content":{"rendered":"\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/06\/eCO2Met-Leuna-Prozessgrafik_klein-Website-6a1712c6.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-90831\" width=\"408\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/06\/eCO2Met-Leuna-Prozessgrafik_klein-Website-6a1712c6.jpg 490w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/06\/eCO2Met-Leuna-Prozessgrafik_klein-Website-6a1712c6-300x168.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/06\/eCO2Met-Leuna-Prozessgrafik_klein-Website-6a1712c6-150x84.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/06\/eCO2Met-Leuna-Prozessgrafik_klein-Website-6a1712c6-400x224.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 408px) 100vw, 408px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>TotalEnergies hat gemeinsam mit dem Elektrolyseur-Hersteller Sunfire, dem Fraunhofer-Zentrum f\u00fcr Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP und dem Fraunhofer-Institut f\u00fcr Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS das e-CO<sub>2<\/sub>Met-Projekt im Hydrogen Lab Leuna gestartet. Dort kann Methanol aus kohlenstoffarm produziertem Wasserstoff und abgetrenntem Kohlendioxid hergestellt werden. Dies ist ein wichtiger Ansatz zur Reduzierung klimasch\u00e4dlicher Treibhausgasemissionen. Mit dem Anspruch, klimaneutrales Methanol vor Ort zu produzieren, werden in diesem Demonstrationsprojekt die verschiedenen daf\u00fcr notwendigen Bausteine, wie z.B. die Nutzung erneuerbarer Energien, integriert.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>TotalEnergies produziert derzeit in der TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland in Leuna rund 700.000 Tonnen Methanol pro Jahr auf Basis fossiler Rohstoffe und ist damit der gr\u00f6\u00dfte Methanolproduzent in Europa. Das Projekt e-CO<sub>2<\/sub>Met ist daher ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralit\u00e4t. Es zielt darauf ab, das Zusammenspiel von drei innovativen Prozessen zu testen &#8211; die Nutzung von CO<sub>2<\/sub>&nbsp;aus der Raffinerie, die Verwendung von gr\u00fcnem Wasserstoff, der durch Hochtemperatur-Elektrolyse erzeugt wird, und die anschlie\u00dfende Methanolsynthese auf der Skalierungsplattform Hy2Chem.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Das F&amp;E-Programm von TotalEnergies zur CO<sub>2<\/sub>-Abschneidung und -Speicherung entwickelt Ans\u00e4tze f\u00fcr die wirtschaftlich sinnvolle Wiederverwendung von CO<sub>2<\/sub>, die im Einklang mit den Klimaambitionen des Unternehmens stehen. e-CO<sub>2<\/sub>Met ist das erste Pilotprojekt von TotalEnergies zur Umwandlung von CO<sub>2<\/sub>&nbsp;mit erneuerbarer elektrischer Energie in Methanol. W\u00e4hrend dieses Methanol selbst bereits als E-Fuel betrachtet werden kann, kann es vor allem als Ausgangsstoff f\u00fcr eine weitere Veredelung zu Produkten wie nachhaltigen Flugzeugtreibstoffen genutzt werden&#8221;, erkl\u00e4rt Marie-Noelle Semeria, Technologievorst\u00e4ndin bei TotalEnergies.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Mit der innovativen Herstellung von synthetischem Methanol k\u00f6nnen Erd\u00f6l und Erdgas in der chemischen Industrie ersetzt und die ben\u00f6tigten Rohstoffe klimaneutral produziert werden. Damit leisten wir einen Beitrag zur Dekarbonisierung der Grundstoffchemie&#8221;, sagt Thomas Behrends, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hocheffiziente Elektrolyse zur Wasserstofferzeugung aus erneuerbaren Energien<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ein Kernst\u00fcck von e-CO<sub>2<\/sub>Met ist der 1-MW-Hochtemperatur-Elektrolyseur des Dresdner Elektrolyseurherstellers Sunfire. Der Wirkungsgrad der Anlage zur Erzeugung von gr\u00fcnem Wasserstoff aus erneuerbarem Strom und Wasserdampf ist mit \u00fcber 80 Prozent weitaus h\u00f6her als der von konventionellen Elektrolyseuren. Dadurch ben\u00f6tigt die Anlage deutlich weniger Strom, um ein Kilogramm Wasserstoff zu erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnsere innovative Elektrolyse-Technologie ist der Schl\u00fcssel zur Dekarbonisierung aller Industriesektoren, die heute noch von fossilen Brennstoffen abh\u00e4ngig sind. Besonders in der Raffinerie- und Chemieindustrie braucht es saubere und nachhaltige L\u00f6sungen, um die ambitionierten Klimaziele der EU zu erreichen. Wir freuen uns auf eine starke Partnerschaft im e-CO<sub>2<\/sub>Met Projekt\u201c, sagt Sunfire-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Nils Aldag.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gr\u00fcnes Methanol aus regenerativem Wasserstoff und Abgas-CO<sub>2<\/sub><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt werden der durch Elektrolyse gewonnene gr\u00fcne Wasserstoff und hochkonzentriertes CO<sub>2<\/sub>&nbsp;aus den Produktionsprozessen der Raffinerie zu gr\u00fcnem Methanol umgesetzt. Hierzu planen das Fraunhofer CBP und TotalEnergies eine Pilotanlage, die im neuen Fraunhofer Hydrogen Lab im Chemiepark Leuna aufgebaut wird. Die Pilotanlage ist das erste Projekt der vom Land Sachsen-Anhalt \u00fcber EFRE-Mittel gef\u00f6rderten Skalierungsplattform Hy2Chem. \u201eMit der Hy2Chem-Plattform k\u00f6nnen wir die Nutzung des regenerativ erzeugten Wasserstoffs zur Herstellung von Basischemikalien und Kraftstoffen in nachhaltigen Syntheseprozessen erstmals im gro\u00dfen Ma\u00dfstab erproben \u2013 auch unter den Bedingungen eines fluktuierend anfallenden Wasserstoffstroms\u201c, erl\u00e4utert Gruppenleiterin Dr. Ulrike Junghans, die das Projekt am CBP koordiniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Grundvoraussetzung f\u00fcr die industrielle Umsetzung derartiger Prozesse ist die Weiterentwicklung von Elektrolyseuren und Syntheseverfahren. Hierf\u00fcr bietet das Fraunhofer IMWS mit dem Hydrogen Lab Leuna eine einzigartige Testinfrastruktur im industriellen Ma\u00dfstab sowie umfangreiche wissenschaftliche Begleitung. Das Hydrogen Lab simuliert unterschiedliche Lastprofile der Einspeisung von erneuerbaren Energien, bildet die Fluktuation im Tageslauf und zu unterschiedlichen Jahreszeiten ab und liefert damit wichtige Erkenntnisse zur Auslegung und zur Kostensch\u00e4tzung der Systeme.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMit dem Hydrogen Lab Leuna betreiben wir die deutschlandweit ersten System-Testst\u00e4nde, die vollst\u00e4ndig in ein Infrastrukturnetz der Chemieindustrie integriert sind und somit Projekte im Bereich der Power-to-X-Prozesse erm\u00f6glichen. Wir k\u00f6nnen technologieoffen industrielle Elektrolyseure im Realbetrieb testen, gemeinsam mit der Industrie weiterentwickeln und gleichzeitig wertvolle Erfahrungen zur Wasserstoff-Einspeisung in das Pipelinesystem unseres Kooperationspartners Linde sammeln \u2013 und das bis zun\u00e4chst f\u00fcnf Megawatt\u201c, sagt Dr. Moritz K\u00fchnel, der die Forschungsaktivit\u00e4ten zur Elektrolyse am Fraunhofer IMWS koordiniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Erreichen der Klimaneutralit\u00e4t in Deutschland und Europa. Vor allem in Verbindung mit der Nutzung des Wasserstoffs als Chemierohstoff bieten sich zudem erhebliche Potenziale f\u00fcr die Gestaltung des Strukturwandels. Gerade am Industrie- und Chemiestandort Leuna kann auf Basis langj\u00e4hriger Erfahrung, vorhandener Infrastruktur und des Zusammenspiels zwischen innovativen Unternehmen und Forschungsinstituten eine Drehscheibe f\u00fcr gr\u00fcnen Wasserstoff und seine Folgeprodukte entstehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>TotalEnergies hat gemeinsam mit dem Elektrolyseur-Hersteller Sunfire, dem Fraunhofer-Zentrum f\u00fcr Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP und dem Fraunhofer-Institut f\u00fcr Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS das e-CO2Met-Projekt im Hydrogen Lab Leuna gestartet. Dort kann Methanol aus kohlenstoffarm produziertem Wasserstoff und abgetrenntem Kohlendioxid hergestellt werden. Dies ist ein wichtiger Ansatz zur Reduzierung klimasch\u00e4dlicher Treibhausgasemissionen. 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