{"id":9052,"date":"2006-05-23T00:00:00","date_gmt":"2006-05-22T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060523-07n"},"modified":"2006-05-23T00:00:00","modified_gmt":"2006-05-22T22:00:00","slug":"oeko-drive-graz-altspeiseoel-als-biotreibstoff-fuer-autobusse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/oeko-drive-graz-altspeiseoel-als-biotreibstoff-fuer-autobusse\/","title":{"rendered":"\u00d6ko-Drive-Graz: Altspeise\u00f6l als Biotreibstoff f\u00fcr Autobusse"},"content":{"rendered":"<p><b>Beim derzeit in Eisenstadt stattfindenden informellen Treffen der EU-Umweltminister sind vom Lebensministerium innovative Best-Practice Beispiele zum Thema &#8220;Umwelttechnologien Made in Austria&#8221; vorgestellt worden. Eines davon ist die F\u00f6rderung des \u00f6ffentlichen Verkehrs. Graz hat in diesem Bereich eine Vorreiterrolle eingenommen, denn seit 2005 fahren die 134 Busse ausschlie\u00dflich mit Biodiesel, der aus Altspeise\u00f6l gewonnen wird.<\/b><\/p>\n<p>Die Grazer Verkehrsbetriebe, die j\u00e4hrlich 91,7 Mio. Fahrg\u00e4ste auf 7 Stra\u00dfenbahn- und 25 Buslinien bef\u00f6rdern, haben 1994 mit dem Projekt <b>&#8220;<a href=\"http:\/\/www.graz.at\/cms\/ziel\/356901\/DE\/\" >\u00d6kodiesel aus Altspeise\u00f6l<\/a>&#8220;<\/b> begonnen. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich, dass mit dem Biodiesel-Betrieb die \u00d6lwechselintervalle halbiert werden konnten. <\/p>\n<p>Der Mehrverbrauch der Autobusse betr\u00e4gt rund sieben Prozent, allerdings ist der Preis f\u00fcr Biodiesel stabil. Im Winter muss auf Mischbetrieb mit Diesel\u00f6l umgestellt werden. Zur Verbesserung der Luftqualit\u00e4t sind die Autobusse mit Partikeloxydationskatalysatoren ausgestattet, die die Gesamtzahl der Partikel um 90 Prozent reduzieren. Diese Katalysatoren eignen sich auch f\u00fcr die Anwendung von fossilem Diesel. <\/p>\n<p>Die Idee zum Betrieb der Busse mit Altspeise\u00f6l kam vom Grazer Umweltamt, das damit verhindern wollte, dass dieses \u00fcber die Kanalisation entsorgt wird. Nach einer Untersuchung aus dem Jahr 2000 betragen die Kosten f\u00fcr einen Liter Altspeise\u00f6l in der Kanalisation rund 0,44 Euro beim Kl\u00e4rwerksbetreiber. Seit 1990 kann Altspeise\u00f6l aus privaten Haushalten an Problemstoffsammelstellen kostenlos abgegeben werden. <\/p>\n<p>1999 wurde zus\u00e4tzlich ein kostenloses Sammelsystem f\u00fcr Grazer Gastronomiebetriebe eingerichtet. Etwa 20 Prozent der rund 1.200 Grazer Gastronomiebetriebe mit einer gesch\u00e4tzten Jahreskapazit\u00e4t von 200.000 Liter Altspeise\u00f6l machen mittlerweile davon Gebrauch. Die Sammlung des Alt\u00f6ls erfolgt durch die gemeinn\u00fctzige Besch\u00e4ftigungsgesellschaft <a href=\"http:\/\/www.oekoservice.at\/\" >\u00d6ko-Service<\/a>, die f\u00fcr arbeitslose und behinderte Menschen sinnvolle Arbeitspl\u00e4tze in \u00f6kologischen Bereichen schafft. Derzeit sind 50 Menschen bei \u00d6ko-Service besch\u00e4ftigt. <\/p>\n<p>Die Verwertung zu \u00d6kodiesel findet bei BDI am Stadtrand von Graz und bei der <a href=\"http:\/\/www.seeg.at\/\" >S\u00fcdsteirischen Energie- und Eiwei\u00dfgenossenschaft SEEG<\/a> in Mureck statt. Aus einem Kilogramm Altspeise\u00f6l k\u00f6nnen hier 0,85 Liter Biodiesel gewonnen werden. Das Sammelpotenzial bei SEEG betr\u00e4gt j\u00e4hrlich ca. 41.000 Tonnen Altspeise\u00f6l. <\/p>\n<p>SEEG war weltweit das erste Unternehmen, das aus Altspeise\u00f6l Biodiesel erzeugte. Der &#8220;Bioenergie-Kreislauf Mureck&#8221; wurde 2001 mit dem <a href=\"http:\/\/www.energyglobe.at\/\" >World Energy Globe Award<\/a> pr\u00e4miert. <\/p>\n<p>Mit dem Umweltprogramm &#8220;<a href=\"http:\/\/www.graz.at\/cms\/beitrag\/10022171\/356826\/\" >\u00d6kostadt-Lokale Agenda 21<\/a>&#8221; hat Graz einen konsequenten Weg in Richtung nachhaltiger Entwicklung beschritten. Die EU-Auszeichnung &#8220;Zukunftsbest\u00e4ndige Stadt&#8221; hat deutlich gemacht, dass dieser Weg auch auf europ\u00e4ischer Ebene auf gro\u00dfes Interesse st\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p><b>R\u00fcckfragen:<\/b><br \/>   Lebensministerium<br \/>   Pressestelle<br \/>   Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beim derzeit in Eisenstadt stattfindenden informellen Treffen der EU-Umweltminister sind vom Lebensministerium innovative Best-Practice Beispiele zum Thema &#8220;Umwelttechnologien Made in Austria&#8221; vorgestellt worden. 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