{"id":90317,"date":"2021-06-09T07:32:49","date_gmt":"2021-06-09T05:32:49","guid":{"rendered":"https:\/\/news.bio-based.eu\/?p=89072"},"modified":"2021-06-16T01:59:09","modified_gmt":"2021-06-15T23:59:09","slug":"neue-ansaetze-fuer-lebensmittelverpackungen-aus-nachwachsenden-rohstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-ansaetze-fuer-lebensmittelverpackungen-aus-nachwachsenden-rohstoffen\/","title":{"rendered":"Neue Ans\u00e4tze f\u00fcr Lebensmittelverpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_89092\" aria-describedby=\"caption-attachment-89092\" style=\"width: 242px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/news.fnr.de\/fileadmin\/news\/fnr\/2021\/PM_2021-46_Lebensmittelverpackung_klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-89092\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/06\/csm_PM_2021-46_Lebensmittelverpackung_klein_d13e552345.jpg\" alt=\"fruits and vegetables\" width=\"242\" height=\"162\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-89092\" class=\"wp-caption-text\">Lebensmittelverpackungen \u2013 mit Biokunststoff noch mehr Vielfalt, Bild: \u00a9rufar-Fotolia<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Lebensmittelverpackungen aus biobasierten Kunststoffen gelten als Alternative zu klassischen Kunststoff-Verpackungen, sind bisher jedoch nur unzureichend an deren hohe technische Anforderungen angepasst. Mit der F\u00f6rderung von vier Forschungsvorhaben will das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) neue Einsatzbereiche f\u00fcr biobasierte Kunststoffe in der Lebensmittelverpackung erschlie\u00dfen.<\/strong><\/p>\n<p>Kunststoffe sind in der Lebensmittelbranche das wichtigste Verpackungsmittel und leisten einen wichtigen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung. Sie haben ein geringes Gewicht, sind vielf\u00e4ltig einsetzbar und weisen gute Barriere-Eigenschaften auf. Dennoch sind Kunststoffe als Verpackungsmaterial wegen geringer Recycling-Raten, Verschwendung fossiler Ressourcen, Sch\u00e4digung der Umwelt durch Mikroplastik im Boden und Wasser oder Erh\u00f6hung des klimasch\u00e4dlichen CO<sub>2<\/sub> in der Luft in den letzten Jahren stark in die Kritik geraten.<\/p>\n<p>Als Alternative bieten sich Verpackungen aus biobasierten Kunststoffen an. Sie werden auf Basis nachwachsender Rohstoffe produziert, schonen fossile Ressourcen und erh\u00f6hen den CO<sub>2<\/sub>-Gehalt der Atmosph\u00e4re nicht oder nur in geringem Ma\u00dfe. Aber biobasierte Kunststoffe weisen als Lebensmittelverpackung noch eine Reihe von techno-funktionellen Schwachstellen auf.<\/p>\n<p>Mit dem F\u00f6rderaufruf \u201eBiobasierte Kunststoffverpackungen f\u00fcr Lebensmittel\u201c hat das BMEL Forschung und Industrie eingeladen, Ideen zur Verbesserung der Einsatzm\u00f6glichkeiten von biobasierten Kunststoffen in der Lebensmittelbranche zu entwickeln. Vier Forschungsans\u00e4tze sind aus diesem Aufruf hervorgegangen und werden nun vom BMEL \u00fcber seinen Projekttr\u00e4ger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gef\u00f6rdert. Allen gemeinsam ist, dass die Verpackungen einen m\u00f6glichst hohen biobasierten Anteil haben sollen und dass sie recyclingf\u00e4hig sein m\u00fcssen. Au\u00dferdem besch\u00e4ftigen sich alle vier Ans\u00e4tze mit verpackungstechnisch anspruchsvollen Anwendungsbereichen.<\/p>\n<h3>PLA4MAP &#8211; PLA-Schalen mit verbesserten Barriereeigenschaften f\u00fcr den Einsatz in MAP-Verpackungskonzepten f\u00fcr sensible Lebensmittel<\/h3>\n<p>Sensible Lebensmittel, wie z.B. Wurst, K\u00e4se o.\u00e4., werden oft unter einer Schutzgasatmosph\u00e4re (Modified Atmosphere Packaging (MAP)) verpackt. Der biobasierte Kunststoff Polylactid (PLA) eignet sich vor allem auf Grund seiner hohen Wasserdampfdurchl\u00e4ssigkeit nicht immer f\u00fcr dieses Verfahren.<\/p>\n<p>Mit PLA4MAP soll ein recyclinggerechtes Verpackungskonzept f\u00fcr MAP-Verpackungen auf Basis von PLA entwickelt werden. Die Verpackung wird aus einer thermogeformten PLA-Schale und einer PLA-Siegelfolie bestehen. Schale und Siegelfolie werden mehrschichtig aufgebaut, um den verschiedenen Anforderungen an die zu verpackenden Lebensmittel und an den Verpackungsprozess gerecht zu werden. Die gesamte Verpackungseinheit soll recyclingf\u00e4hig sein.<\/p>\n<h3>Technologieentwicklung f\u00fcr biobasierte Pouch-Verpackungen<\/h3>\n<p>Standbodenbeutel (Pouch-Verpackungen) boomen derzeit am Verpackungsmarkt. Es gibt sie allerdings noch nicht aus biobasierten Kunststoffen. Die drei Projektpartner wollen biobasierte Folien entwickeln und deren Eignung f\u00fcr Pouch-Verpackungen testen. Daf\u00fcr wird die Herstellung biobasierter Pouch-Verpackungen auf einer speziellen Versuchsanlage untersucht. Vor allem die Siegelung der N\u00e4hte, die in einem effizienten und prozesssicheren Produktionsfenster erfolgen muss, stellt eine Herausforderung an das Material dar. Angestrebt wird die Herstellung von Pouch-Verpackungen aus Mono-Folien mit einem m\u00f6glichst hohen biobasierten Anteil, so dass ein einfaches, werkstoffliches Recycling m\u00f6glich ist.<\/p>\n<h3>Bio2Bottle &#8211; Neuartige biologisch abbaubare Flaschen aus Biokunststoffen mit hohem biobasierten Anteil und hoher Barriere<\/h3>\n<p>Die aktuell am Markt erh\u00e4ltlichen Biokunststoff-Flaschen weisen verschiedene Nachteile auf: Flaschen aus Polylactid (PLA) sind zu stark wasserdampfdurchl\u00e4ssig und Flaschen aus Bio-PET sind nicht biologisch abbaubar. Vier Partner aus Forschung und Industrie wollen nun Flaschen aus Polyhydroxyalkanoaten (PHA) herstellen. Die PHA-Compounds sollen einfach zu verarbeiten sein sowie eine gute Materialstabilit\u00e4t und hohe Wasserdampfbarriere aufweisen. Au\u00dferdem m\u00fcssen sie CO<sub>2<\/sub>&#8211; und sauerstoffdurchl\u00e4ssig sein. Um die daraus hergestellten Flaschen auch f\u00fcr mikrobiell anf\u00e4llige Fl\u00fcssigkeiten nutzen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie sich mit Gammastrahlen sterilisieren lassen. Das Material soll recyclingf\u00e4hig, aber auch biologisch abbaubar sein.<\/p>\n<p>Die PHA-Flaschen sollen zun\u00e4chst noch nicht f\u00fcr Lebensmittel, sondern f\u00fcr Fensterreinigungsmittel sowie Fl\u00fcssigprodukte f\u00fcr den biologischen Landbau genutzt werden.<\/p>\n<h3>BioPrima &#8211; Biobasierte Schrumpffolie als Prim\u00e4rverpackung f\u00fcr Gefrieranwendungen im Lebensmittelbereich<\/h3>\n<p>Schrumpffolien ziehen sich bei Hitzeeinwirkung zusammen. Damit legen sie sich wie eine zweite Haut um das Produkt, entweder als Prim\u00e4rschutz, z. B. bei Tiefk\u00fchlpizza, oder als Transportschutz, z. B. bei einem Gebinde von Getr\u00e4nkeflaschen. Erste biobasierte Schrumpffolien sind seit einiger Zeit auf dem Markt, eignen sich aber nicht f\u00fcr Tiefk\u00fchlanwendungen. Hier setzen die beiden Verbundpartner an. Ausgehend von thermoplastischer St\u00e4rke (TPS) wollen sie eine Schrumpffolie mit einem sehr hohen biobasierten Anteil (bis zu 100 %) entwickeln, die tiefk\u00fchlf\u00e4hig ist, gro\u00dftechnisch verarbeitet werden kann und sowohl biologisch abbaubar als auch recyclingf\u00e4hig ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Links:<\/p>\n<ul style=\"list-style-type: circle;\">\n<li>PLA4MAP &#8211; PLA-Schalen mit verbesserten Barriereeigenschaften f\u00fcr den Einsatz in MAP-Verpackungskonzepten f\u00fcr sensible Lebensmittel<\/li>\n<li>Teilvorhaben (TV) 1 &#8211; Fraunhofer-Institut f\u00fcr Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV): <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2219NR148\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2219NR148<\/a><\/li>\n<li>TV 2 &#8211; Hochschule Albstadt-Sigmaringen: <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2219NR448\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2219NR448<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Technologieentwicklung f\u00fcr Biobasierte Pouch-Verpackungen<\/p>\n<ul style=\"list-style-type: circle;\">\n<li>TV 1 &#8211; SN-Maschinenbau GmbH: <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2219NR149\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2219NR149<\/a><\/li>\n<li>TV 2 \u2013 Profol GmbH: <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2219NR462\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2219NR462<\/a><\/li>\n<li>TV 3 \u2013 TU Clausthal: <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2219NR456\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2219NR456<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/projektfoerderung\/ausgewaehlte-projekte\/projekte\/technologieentwicklung-fuer-biobasierte-pouch-verpackungen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Projektblatt<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Bio2Bottle &#8211; Neuartige biologisch abbaubare Flaschen aus Biokunststoffen mit hohem biobasierten Anteil und hoher Barriere<\/p>\n<ul style=\"list-style-type: circle;\">\n<li>TV 1 \u2013 Fraunhofer UMSICHT: <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR043A\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR043A<\/a><\/li>\n<li>TV 2 &#8211; UNAVERA GmbH: <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR043B\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR043B<\/a><\/li>\n<li>TV 3 &#8211; cleaneroo GmbH: <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR043C\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR043C<\/a><\/li>\n<li>TV 4 \u2013 FkuR GmbH: <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR043D\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR043D<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/projektfoerderung\/ausgewaehlte-projekte\/projekte\/bio2bottle\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Projektblatt<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Biobasierte Schrumpffolie f\u00fcr Gefrieranwendungen im Lebensmittelbereich<\/p>\n<ul style=\"list-style-type: circle;\">\n<li>TV 1 \u2013 S\u00fcdzucker AG: <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR025A\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR025A<\/a><\/li>\n<li>TV 2 \u2013 Freiberger Lebensmittel GmbH: <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR025B\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR025B<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"https:\/\/biowerkstoffe.fnr.de\/verpackungen\/biobasierte-kunststoff-verpackungen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/biowerkstoffe.fnr.de\/verpackungen\/biobasierte-kunststoff-verpackungen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lebensmittelverpackungen aus biobasierten Kunststoffen gelten als Alternative zu klassischen Kunststoff-Verpackungen, sind bisher jedoch nur unzureichend an deren hohe technische Anforderungen angepasst. 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