{"id":90039,"date":"2021-04-26T07:40:10","date_gmt":"2021-04-26T05:40:10","guid":{"rendered":"https:\/\/news.bio-based.eu\/?p=87302"},"modified":"2021-09-09T21:06:29","modified_gmt":"2021-09-09T19:06:29","slug":"alternativen-zu-fossilen-treibstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/alternativen-zu-fossilen-treibstoffen\/","title":{"rendered":"Alternativen zu fossilen Treibstoffen"},"content":{"rendered":"<p>Der von fossilen Kraftstoffen getriebene Individual- und Schwerlastverkehr tr\u00e4gt in Deutschland 20 Prozent zum Aussto\u00df von CO2 und damit wesentlich zum Klimawandel bei. Synthetische Kraftstoffe lassen sich auch aus nicht-fossilen Kohlenstoffquellen herstellen und k\u00f6nnen so helfen, das Klima zu sch\u00fctzen. Dazu z\u00e4hlt unter anderem auch die direkte Umwandlung von CO2 und erneuerbarem Wasserstoff in synthetische Kraftstoffe. Mit dem Projekt \u201ereFuels \u2013 Kraftstoffe neu denken\u201c wird das Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) zusammen mit Partnern aus der Automobil-, Automobilzuliefer- und Mineral\u00f6lindustrie sowie mit F\u00f6rderung der Landesregierung Baden-W\u00fcrttembergs die Chancen, die diese Kraftstoffe f\u00fcr Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt bieten, in einem ganzheitlich angelegten Programm untersuchen.<br \/>\nEinsparungen beim CO2-Aussto\u00df<\/p>\n<p>\u201eMit dem Projekt reFuels wollen wir das Potenzial synthetischer Kraftstoffe von deren Herstellung mit erneuerbaren Energien \u00fcber den Einsatz in Fahrzeugen bis hin zu den Szenarien einer Markteinf\u00fchrung zum ersten Mal in seiner gesamten Bandbreite untersuchen. F\u00fcr den Klimaschutz m\u00fcssen wir alle Register ziehen, das hei\u00dft alle Technologien nutzen\u201c, erkl\u00e4rte der baden-w\u00fcrttembergische Verkehrsminister Hermann bei der Auftaktveranstaltung auf dem Gel\u00e4nde der Mineral\u00f6lraffinerie Oberrhein (MiRO) in Karlsruhe. \u201eRegenerative neue Kraftstoffe k\u00f6nnen den Verbrennungsmotor klimafreundlich machen\u201c, so Minister Hermann. Durch gemeinsame Anstrengungen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik \u2013 wie bei diesem Vorhaben \u2013 seien Einsparungen beim Aussto\u00df von Kohlendioxid m\u00f6glich. Das Land sehe es deshalb als bedeutsamen Schritt an, gemeinsam mit dem KIT, der MiRO und vielen weiteren Partnern, insbesondere den Firmen der Automobilbranche, dieses bislang einmalige Projekt auf den Weg gebracht zu haben. \u201eDie L\u00fccke beim Klimaschutz l\u00e4sst sich nicht allein durch den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel oder E-Mobilit\u00e4t, sondern nur durch ein Paket verschiedener Ma\u00dfnahmen schlie\u00dfen\u201c, erl\u00e4uterte Hermann. Baden-W\u00fcrttemberg habe deshalb gemeinsam mit anderen Bundesl\u00e4ndern vorgeschlagen, den Anteil erneuerbarer Energien im Kraftstoffmix deutlich zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Im Projekt \u201ereFuels \u2013 Kraftstoffe neu denken\u201c werden Verfahren betrachtet, mit denen Otto- und Dieselkraftstoffe auf Basis erneuerbarer Energien und aus nachhaltig zug\u00e4nglichen Rohstoffen auch in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfstab produziert werden k\u00f6nnen. Untersucht wird, wie sich die regenerativ erzeugten Kraftstoffe auf den Schadstoffaussto\u00df der bestehenden Flotte und auf die Funktion der Fahrzeuge sowie einzelner Komponenten auswirken. Parallel sollen Gesellschaft und Verbraucher schon heute die neuartigen Kraftstoffe akzeptieren.<br \/>\nBeitrag f\u00fcr einen nachhaltigen Verkehr<\/p>\n<p>\u201ereFuels sind ein wichtiger Schritt hin zum Wirtschaften in einem geschlossenen CO2-Kreislauf\u201c, sagte Professor Thomas Hirth, Vizepr\u00e4sident des KIT f\u00fcr Innovation und Internationales, der das Projektkonsortium leitet. \u201eRegenerative Kraftstoffe k\u00f6nnen entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette zuk\u00fcnftig ganz neue Gesch\u00e4ftsfelder er\u00f6ffnen. Da Effizienzgewinne bei Benzin- und Dieselmotoren in den vergangenen Jahren durch die Zunahme des Verkehrs und gr\u00f6\u00dfere Fahrzeuge ausgeglichen wurden, aber Verbrennungsmotoren bei der Bef\u00f6rderung schwerer Lasten und auf weiten Strecken auf absehbare Zeit weiter eine wichtige Rolle spielen werden, k\u00f6nnen umweltfreundliche und motorenvertr\u00e4gliche synthetische Kraftstoffe einen substanziellen Beitrag f\u00fcr einen nachhaltigeren Verkehr leisten\u201c, sagte Hirth.<\/p>\n<p>MiRO-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ralf Schairer sieht die Mitarbeit Deutschlands gr\u00f6\u00dfter Raffinerie an dem Projekt mit Unterst\u00fctzung des Mineral\u00f6lwirtschaftsverbandes (MWV) als Chance, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten: \u201eDie Herstellung synthetischer Kraftstoffe in vorhandenen Raffinerie-Infrastrukturen erm\u00f6glicht einen schrittweisen \u00dcbergang und perspektivisch sogar treibhausgasneutrale Kraftstoffe. Die bekannten Vorteile fl\u00fcssiger Kraftstoffe wie hohe Energiedichte und einfache Speicher- und Transportierbarkeit bleiben erhalten und gleichzeitig werden die Klimaziele erreicht\u201c, erkl\u00e4rte Ralf Schairer.<br \/>\nHintergrundinformationen<\/p>\n<p>Mit \u201ebioliq\u201c und dem \u201eEnergy Lab 2.0\u201c verf\u00fcgt das KIT \u00fcber zwei Plattformen f\u00fcr die Herstellung von \u201ereFuels\u201c. F\u00fcr das bioliq-Verfahren, mit dem hochwertige Kraftstoffe aus biogenen Roh- und Reststoffen wie etwa Stroh erzeugt werden, existiert eine Pilotanlage, die Ottokraftstoffe liefert. Das Energy Lab 2.0 ist ein weltweit einmaliger Anlagenverbund, der moderne Technologien zur Erzeugung und Nutzung elektrischer, thermischer und chemischer Energie wie beispielsweise Gasturbinen, Power-to-Methan und Wasserelektrolyse verkn\u00fcpft und in K\u00fcrze unterschiedliche Kraftstoffkomponenten wie Dieselkraftstoffe oder Jetfuels produzieren soll.<br \/>\nProjektpartner<\/p>\n<p>Partner im Projekt \u201ereFuels \u2013 Kraftstoffe neu denken\u201c sind: Audi, Borg Warner, Caterpillar Energy Solutions (MWM), Daimler, Ebersp\u00e4cher, EnBW, Freudenberg Sealing Technologies, Ineratec, KS Kolbenschmidt, Mahle, Mann + Hummel, Mineral\u00f6lraffinerie Oberrhein (MiRO) mit Unterst\u00fctzung des Mineral\u00f6lwirtschaftsverbandes (MWV), Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Robert Bosch, Rolls-Royce Powersystems (MTU).<\/p>\n<p>Der Mineral\u00f6lwirtschaftsverband (MWV) und der Verband \u201eZukunft Erdgas\u201c sind assoziierte Mitglieder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der von fossilen Kraftstoffen getriebene Individual- und Schwerlastverkehr tr\u00e4gt in Deutschland 20 Prozent zum Aussto\u00df von CO2 und damit wesentlich zum Klimawandel bei. Synthetische Kraftstoffe lassen sich auch aus nicht-fossilen Kohlenstoffquellen herstellen und k\u00f6nnen so helfen, das Klima zu sch\u00fctzen. 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