{"id":8979,"date":"2006-05-03T00:00:00","date_gmt":"2006-05-02T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060503-01n"},"modified":"2006-05-03T00:00:00","modified_gmt":"2006-05-02T22:00:00","slug":"bio-diesel-bald-auch-aus-oesterreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bio-diesel-bald-auch-aus-oesterreich\/","title":{"rendered":"Bio-Diesel bald auch aus \u00d6sterreich"},"content":{"rendered":"<p><b>Was bisher importiert werden musste, soll in K\u00fcrze aus \u00d6sterreich kommen. Seit dem Herbst des Vorjahres wird Diesel mit 4,7% Biodiesel vermischt, (um einer EU-Richtlinie gerecht zu werden). Allerdings muss der Biodiesel am Weltmarkt eingekauft werden.<\/b><\/p>\n<p>In rund vier Wochen wird nun die erste heimische Biodieselanlage in der Wiener Lobau ihren Betrieb aufnehmen und 95.000 Tonnen Biodiesel erzeugen, der vorrangig an die OMV weitergereicht wird. Die Fabrik kostet 35 Mio. Euro und wird 30 Besch\u00e4ftigte haben. Bis zum Jahresende soll eine zweite Gro\u00dfanlage in Enns den heimischen Markt mit 100.000 Tonnen versorgen. Die Betreiber sind der deutsche Neckermannkonzern und die ober\u00f6sterreichische Raiffeisen Landesbank. Auch die Ennser Fabrik m\u00f6chte mit der OMV ins Gesch\u00e4ft kommen.<\/p>\n<p>Da viele Investoren hoffen, dass man sich in Zukunft mit Biodiesel eine goldene Nase verdienen kann, gibt es noch weitere Projekte in \u00d6sterreich. So soll im Raum Enns eine weitere Anlage f\u00fcr 100.000 Tonnen entstehen, was einen OMV-Experten nur bemerken l\u00e4sst: &#8220;Da sind Tr\u00e4umer unterwegs&#8221;.<\/p>\n<p><b>Projekt in Krems<\/b><\/p>\n<p>Etwas konkreter sind Pl\u00e4ne in Krems, wo die Salzburger Raiffeisengruppe und die Unternehmensgruppe Friesacher eine Anlage f\u00fcr 50.000 Tonnen bauen wollen. Die auch zu Raiffeisen geh\u00f6rende \u00d6lhandelsfirma Genol hat nach Aussage von Genol-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Reinhard Wolf Bereitschaft signalisiert, Teilmengen des in Krems erzeugten Biodiesels abzunehmen. <\/p>\n<p>Auch in K\u00e4rnten soll vermehrt Biodiesel erzeugt werden, eine bestehende Anlage in Arnoldstein wird von 25.000 auf 50.000 Tonnen aufgestockt werden. Das klingt alles recht gut, bringt aber einiges an Problemen mit sich. Biodieselanlagen arbeiten auf der Basis von Raps\u00f6l. Agrarpolitiker versprechen der heimischen Bauernschaft ertragreiche Zusatzgesch\u00e4fte.<\/p>\n<p><b>Viele Luftschl\u00f6sser<\/b><\/p>\n<p>Das wird allerdings eine Illusion bleiben, denn der Rapsanbau ist in \u00d6sterreich von einstmals 90.000 auf 35.000 Hektar zur\u00fcckgegangen. Die auf diesen Fl\u00e4chen gewonnenen Rapsmengen gehen vor allem in die Speise\u00f6lerzeugung. Da der Anbau von Raps in \u00d6sterreich wegen ung\u00fcnstigerer klimatischer Bedingungen etwa im Vergleich zu Deutschland nur die H\u00e4lfte an Hektarertr\u00e4gen liefert, ist mit keiner Ausweitung des Rapsanbaus in \u00d6sterreich zu rechnen. <\/p>\n<p>Die Fabrik in der Lobau wird ihr Vormaterial zur G\u00e4nze am Rotterdamer Weltmarkt einkaufen. \u00d6sterreich braucht j\u00e4hrlich rund 300.000 Tonnen Biodiesel, wobei die gro\u00dfen Konzerne Shell und BP speziell in den westlichen Bundesl\u00e4ndern ihren Diesel aus dem Ausland beziehen. Ob diese Unternehmen in Zukunft bevorzugt im Inland einkaufen, ist ungewiss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Was bisher importiert werden musste, soll in K&uuml;rze aus &Ouml;sterreich kommen. 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