{"id":8946,"date":"2006-04-18T00:00:00","date_gmt":"2006-04-17T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060418-11n"},"modified":"2017-10-18T14:18:51","modified_gmt":"2017-10-18T12:18:51","slug":"entwicklung-eines-integrierten-schnellextraktionsverfahrens-fuer-verbundwerkstoffe-mit-holz-und-naturfasern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/entwicklung-eines-integrierten-schnellextraktionsverfahrens-fuer-verbundwerkstoffe-mit-holz-und-naturfasern\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines integrierten Schnellextraktionsverfahrens f\u00fcr Verbundwerkstoffe mit Holz- und Naturfasern"},"content":{"rendered":"<p><b>Faserverst\u00e4rkte Anwendungen sind in vielen Bereichen anzutreffen. Gegen\u00fcber glasfaserverst\u00e4rkten Werkstoffen bieten faserverst\u00e4rkte Kunststoffe mit Naturfasern (NFK) oder Holzfasern (WPC) vor dem Hintergrund der Rezyklierbarkeit, der Umweltvertr\u00e4glichkeit und des kumulativen Energieaufwandes deutliche Vorteile.<\/b><\/p>\n<p>Durch die seit einigen Jahren am Markt verf\u00fcgbaren Polypropylen-Granulate mit Naturfasern konnten serienf\u00e4hige spritzgegossene Anwendungen erzielt werden. Die Verwendung von Holzfasern mit Hilfe von Extrusions- oder Direktcompoundierverfahren hat nun auch in Europa eine zunehmende Bedeutung.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu traditionellen Werkstoffen wie z.B. Spritzguss mit Glasfasern ergeben sich f\u00fcr den Verarbeiter neue Problemstellungen bei der Verarbeitung von naturfaserverst\u00e4rkten Kunststoffen. Um die Eigenschaften der Verbundbauteile auf der Basis von Natur- oder Holzfasern weiter entwickeln zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen zuverl\u00e4ssige Kennwerte \u00fcber den Faseranteil und die Fasergeometrie vorhanden sein. F\u00fcr die Entwicklung neuer und anspruchsvoller Anwendungen werden diese Daten immer wichtiger.<\/p>\n<p>Zurzeit ist es sehr aufw\u00e4ndig, die Fasergeometrien und die lokalen Fasergehalte in dem fertigen Bauteil erfassen zu k\u00f6nnen. Um den Fasergehalt im Naturfaserverbundwerkstoff zu bestimmen, wird in der Regel die Extraktion (Soxhlet-Verfahren) in Abwandlung einer Textilnorm (DIN 54215) angeboten. Diese Methode ist in ihrer jetzigen Form sehr zeit- und energieaufw\u00e4ndig. Es kann mehrere Tage zur kompletten Extraktion des Polymers dauern.<\/p>\n<p>Ein weiterer Nachteil ist der hohe Verbrauch an chemischen L\u00f6sungsmitteln (Xylol, Petrolether). Dazu fehlen heute allgemeing\u00fcltige Regelungen f\u00fcr die Auswertung der Fasergeometrie. Diese Auswertung wird entweder gar nicht oder nur mit zeitaufwendigen und unterschiedlichen Verfahren durchgef\u00fchrt. Die Ergebnisse sind damit nicht vergleichbar.<\/p>\n<p>Derzeit l\u00e4uft in Bremen ein vom Land Bremen gef\u00f6rdertes Forschungsprojekt (Landesprogramm PFAU, 2VE0064B) \u00fcber die Entwicklung eines schnellen und kosteng\u00fcnstigen Messverfahrens zur Extraktion von Naturfasern aus einer Polypropylenmatrix.<\/p>\n<p>Die Verbundpartner, das <a href=\"http:\/\/www.faserinstitut.de\/\">Faserinstitut Bremen e.V.<\/a> und die Firma <a href=\"http:\/\/www.ist-ficotex.de\/\">IST Ficotex<\/a>, haben sich als Ziel gesetzt, eine neue Methode zu entwickeln, um die Fasern bei einem verringerten Chemikalienverbrauch aus dem Bauteil herausl\u00f6sen und anschlie\u00dfend mit dem Bildbearbeitungssystem Fibreshape vermessen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Rahmen der geplanten Aktivit\u00e4ten werden vorhandene und separate Messverfahren f\u00fcr die Faserextraktion (Soxhlet-Verfahren) und Fasergeometriebestimmung (Fibreshape) f\u00fcr die Messung der Verteilung und Geometrien von Fasern aus Verbundwerkstoffen erweitert und kombiniert. Das Projekt wird von einem Beirat begleitet, der sich aus kompetenten Industriefirmen aus dem Bereich WPC und PP\/NF zusammensetzt.<\/p>\n<p>Granulathersteller oder WPC-Hersteller k\u00f6nnen somit Fasersch\u00e4digungen entlang der Produktionskette messen und qualifizieren. Die Ergebnisse k\u00f6nnen als Basisdaten f\u00fcr Simulationen und f\u00fcr Qualit\u00e4tskontrolle in der Produktion dienen. Mit einer verbesserten Kontrollm\u00f6glichkeit \u00fcber die Fasereigenschaften tr\u00e4gt das integrierte Messsystem zum vermehrten Einsatz von Naturfasern in industriellen Anwendungen bei.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.faserinstitut.de\/\">Faserinstitut Bremen e.V.<\/a><br \/>\nAnsprechpartner: Dipl.-Ing. G. Cescutti<br \/>\nAbteilung Naturnahe Werkstoffe\/ Nachhaltigkeit<br \/>\nAm Biologischen Garten 2<br \/>\n28359 Bremen<br \/>\nTelefon: 0421 \/ 218 3112<br \/>\nFax: 0421 \/ 218 3110<br \/>\nEmail: <a href=\"mailto:cescutti@faserinstitut.de\">cescutti@faserinstitut.de<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ist-ficotex.de\/\">IST Ficotex<\/a><br \/>\nHerr C. Grashorn<br \/>\nTom Dyk Str. 61 a<br \/>\n28259 Bremen<br \/>\nTel.: 0421 \/ 5494 6885<br \/>\nFax: 0421 \/ 494 6887<br \/>\nEmail: <a href=\"mailto:cord.grashorn@ist-ficotex.de\">cord.grashorn@ist-ficotex.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Faserverst&auml;rkte Anwendungen sind in vielen Bereichen anzutreffen. Gegen&uuml;ber glasfaserverst&auml;rkten Werkstoffen bieten faserverst&auml;rkte Kunststoffe mit Naturfasern (NFK) oder Holzfasern (WPC) vor dem Hintergrund der Rezyklierbarkeit, der<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-8946","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8946","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8946"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8946\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8946"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8946"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8946"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=8946"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}