{"id":8921,"date":"2006-04-24T00:00:00","date_gmt":"2006-04-23T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060424-08n"},"modified":"2006-04-24T00:00:00","modified_gmt":"2006-04-23T22:00:00","slug":"grosse-biogasanlagen-spielen-ihre-truempfe-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/grosse-biogasanlagen-spielen-ihre-truempfe-aus\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfe Biogasanlagen spielen ihre Tr\u00fcmpfe aus"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Trend im Biogasbereich geht zu gr\u00f6\u00dferen Anlagen. Dies machen auch die Aussteller im Sektor &#8220;Energy&#8221; auf der <a href=\"http:\/\/www.enbio.de\/\" >Hannover Messe<\/a> deutlich, wo sie ihre Konzepte und Komponenten den Besuchern pr\u00e4sentieren. Gro\u00dfanlagen sind wirtschaftlich und vielseitig nutzbar. Immer wichtiger wird die effiziente Nutzung der bei der Stromerzeugung anfallenden Abw\u00e4rme.<\/b><\/p>\n<p>Von 400 MW auf 650 MW stieg im vergangenen Jahr die elektrische Leistung der in Deutschland installierten Biogasanlagen, deren Zahl kletterte auf rund 2.700. Ein gro\u00dfer Teil der \u00fcber 700 neu installierten Anlagen sind nach Angaben des <a href=\"http:\/\/www.fachverband-biogas.de\/\" >Fachverbands Biogas<\/a> in der Klasse um 500 kW entstanden. &#8220;Auch die Vergr\u00f6\u00dferung bestehender Anlagen, das Repowering, spielt eine zunehmend wichtige Rolle&#8221;, so Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Claudius da Costa Gomez.<\/p>\n<p>&#8220;Der Trend geht eindeutig zu 500 kW und mehr&#8221;, berichtet auch Dr. Gerd Reinhold von der <a href=\"http:\/\/www.tll.de\/\" >Th\u00fcringer Landesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft<\/a> \u00fcber eine aktuell durchgef\u00fchrte Erhebung. Kostenvorteile wie h\u00f6here Wirkungsgrade und geringere St\u00fcckkosten sprechen f\u00fcr die gr\u00f6\u00dferen Anlagen.<br \/>&#8220;Je gr\u00f6\u00dfer die Anlage ist, umso mehr ist jedoch Know-how und eine vern\u00fcnftige Kalkulation gefragt&#8221;, betont Thomas Turk von der <a href=\"http:\/\/www.igw-witzenhausen.de\/\" >Ingenieurgemeinschaft Witzenhausen<\/a>. <\/p>\n<p>Entscheidend sei eine sinnvolle Nahw\u00e4rmenutzung im kommunalen Umfeld. Bei kleineren landwirtschaftlichen Anlagen w\u00fcrden oft nur 10% bis 20% der bei der Stromerzeugung entstehenden W\u00e4rme genutzt. &#8220;Sobald so eine Anlage mal unerwartet ausf\u00e4llt, ist trotz des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die Wirtschaftlichkeit gef\u00e4hrdet&#8221;, so Turk. &#8220;Biogasanlagen leben derzeit haupts\u00e4chlich von der W\u00e4rmeabnahme.&#8221; Ideal sei die Einbindung von Anlagen in kommunale Planungen und die W\u00e4rmenutzung in angrenzenden Schulen, Hallenb\u00e4dern oder Gewerbegebieten.<\/p>\n<p>Erleichtert wird die Errichtung gr\u00f6\u00dferer Biogasanlagen im siedlungsnahen Bereich durch den Trend zum Einsatz nachwachsender Rohstoffe (Nawaros). Anlagen, die ausschlie\u00dflich mit Biomasse aus nachwachsenden Rohstoffen oder G\u00fclle betrieben werden, erhalten hierf\u00fcr seit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im August 2004 neben einer festen Verg\u00fctung einen Zuschlag von 4 Cent bis 6 Cent je kWh. <\/p>\n<p>So kommen in Th\u00fcringen mittlerweile schon in 45% der Biogasanlagen Energiepflanzen wie Mais, Gras oder Getreide zum Einsatz. Entsprechend beschickte Anlagen sind meist emissions\u00e4rmer, als wenn Reststoffe wie Tierabf\u00e4lle oder -fette mit verwertet werden. &#8220;Bei Nawaro-Anlagen mit einem bis zu 15%igen G\u00fclleanteil haben wir kaum gro\u00dfe Geruchsprobleme&#8221;, erkl\u00e4rt Turk.<\/p>\n<p>Auf eine enge kommunale Einbindung und Verbundl\u00f6sungen setzen nun l\u00e4ndliche Regionen wie der Neckar-Odenwald-Kreis. Dort wird derzeit an der Realisierung eines Biogasparks mit mehreren Standorten und einem Investitionsvolumen von 14 Mio. \u20ac gearbeitet. Errichtet werden sollen sieben Biogasanlagen mit jeweils 500 kW, die mit Energiepflanzen und G\u00fclle Strom und W\u00e4rme erzeugen. Betreiber ist die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises, Partner sind landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaften.<\/p>\n<p>&#8220;Kosteneinspareffekte f\u00fcr die Kommunen ergeben sich vor allem durch die W\u00e4rmebereitstellung mit stabilen Preisen&#8221;, betont Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thomas Br\u00fcckner. &#8220;Wir legen deshalb von Anfang an Wert auf die Anbindung unserer Anlagen in Nahw\u00e4rmenetze.&#8221; <\/p>\n<p>In der Gemeinde Buchen ist im Mai Baubeginn f\u00fcr einen der sieben Standorte des Biogasparks. W\u00e4rme wird von einem nahe gelegenen Krankenhaus abgenommen. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum f\u00fcr Solar- und Wasserstoffforschung (ZSW) Stuttgart soll auch ein Saisonw\u00e4rmespeicher realisiert werden, der im Sommer \u00fcbersch\u00fcssige W\u00e4rme bis in den Winter speichert. <\/p>\n<p>Erprobt werden soll zudem mit regionalen Versorgern die Verg\u00fctung von Spitzenstrom und die Gaseinspeisung ins Erdgasnetz. &#8220;Durch Projektierung, Bau und Betrieb mehrerer Anlagen im Verbund ergeben sich vielf\u00e4ltige Synergien&#8221;, erkl\u00e4rt Br\u00fcckner. So k\u00f6nnten die j\u00e4hrlichen Wartungskosten pro Anlage von 50.000 \u20ac auf 20.000 \u20ac gesenkt werden. Einspareffekte erg\u00e4ben sich beispielsweise auch durch die zentrale Steuerung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Der Trend im Biogasbereich geht zu gr&ouml;&szlig;eren Anlagen. 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