{"id":88914,"date":"2021-06-08T07:26:30","date_gmt":"2021-06-08T05:26:30","guid":{"rendered":"https:\/\/news.bio-based.eu\/?p=88914"},"modified":"2021-06-16T02:02:31","modified_gmt":"2021-06-16T00:02:31","slug":"nachhaltige-schaumstoffe-hochschule-kaiserslautern-forscht-in-internationalem-eu-projekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nachhaltige-schaumstoffe-hochschule-kaiserslautern-forscht-in-internationalem-eu-projekt\/","title":{"rendered":"Nachhaltige Schaumstoffe: Hochschule Kaiserslautern forscht in internationalem EU-Projekt"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_88916\" aria-describedby=\"caption-attachment-88916\" style=\"width: 261px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.hs-kl.de\/fileadmin\/_processed_\/9\/8\/csm_1_Biomat-1494_cbdfbf8ce4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-88916\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/06\/csm_1_Biomat-1494_c0e3a49fae-300x200.jpg\" alt=\"csm_1_Biomat-1494_c0e3a49fae\" width=\"261\" height=\"174\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-88916\" class=\"wp-caption-text\">Polyurethane kommen in vielen allt\u00e4glichen Anwendungen aufgrund ihrer hervorragenden Materialeigenschaften vor, BIOMAT hat als Ziel diese nachhaltig herzustellen.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Acht Nationen forschen im Projekt BIOMAT gemeinsam an der Entwicklung nachhaltiger Schaumstoffe und Verbundwerkstoffe mit einem hohen Anteil nachwachsender Rohstoffe. Die Hochschule Kaiserslautern bringt hier die Expertise von drei Forschenden vom Campus Pirmasens ein. Neben Deutschland sind in diesem Projekt aus dem EU-F\u00f6rderprogramm f\u00fcr Forschung und Innovation Horizon 2020 Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Israel, Italien, Lettland, Portugal und Spanien beteiligt.<\/strong><\/p>\n<p>Die Menge der, bei der Herstellung von Schaumstoffen erzeugten, Treibhausgase um 30 \u2013 50 Prozent zu senken und mehr als die H\u00e4lfte des verwendeten Materials durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen, ist Ziel des Projekts. Dass dabei Nanof\u00fcllstoffe auf der Basis von Abfallstoffen aus der Agrarindustrie, wie z.B. Reisspelzen, die ansonsten keine weitere Verwendung h\u00e4tten, genutzt werden, verbessert die Nachhaltigkeitsbilanz zus\u00e4tzlich. Als weiterer Nachhaltigkeitsaspekt sollen gleichzeitig Materialeigenschaften wie Haltbarkeit verbessert werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_88917\" aria-describedby=\"caption-attachment-88917\" style=\"width: 165px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-88917 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/06\/Bildschirmfoto-2021-05-31-um-13.14.25.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2021-05-31 um 13.14.25\" width=\"165\" height=\"181\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-88917\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Luisa Medina forscht im Bereich der Faserverbundwerkstoffe an der Hybridisierung von pflanzlichen Naturfasern mit Hochleistungs-Naturfasern<\/figcaption><\/figure>\n<p>Um hierbei und bei der Entwicklung weiterer Verbundwerkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen erfolgreich zu sein, bringt das ebenfalls international besetzte Team vom Fachbereich Angewandte Logistik- und Polymerwissenschaften am Hochschul-Campus Pirmasens seine je eigene Forschung ein. Prof. Dr. Luisa Medina aus Spanien forscht im Bereich der Faserverbundwerkstoffe an der Hybridisierung von pflanzlichen Naturfasern mit Hochleistungs-Naturfasern. Sie kombiniert Pflanzenfasern wie Flachs, Hanf und Kenaf, die ein gro\u00dfes Potential als Verst\u00e4rkung aufweisen, jedoch begrenzte mechanische Eigenschaften haben, mit anorganischen Hochleistungs-Naturfasern aus Basalt. Mit diesen mineralischen Naturfasern aus basaltischen Naturgesteinen ist es m\u00f6glich, einen Verbund mit einem hohen Eigenschaftsprofil herzustellen, ohne dabei den Anteil an nachwachsenden Rohstoffen zu verringern.<\/p>\n<figure id=\"attachment_88918\" aria-describedby=\"caption-attachment-88918\" style=\"width: 163px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-88918\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/06\/Bildschirmfoto-2021-05-31-um-13.14.59.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2021-05-31 um 13.14.59\" width=\"163\" height=\"191\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-88918\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Gregor Grun will mit seiner Forschung polymere Werkstoffe nachhaltiger gestalten und ihren CO2-Fu\u00dfabdruck verringern<\/figcaption><\/figure>\n<p>Prof. Dr. Gregor Grun besch\u00e4ftigt sich in seinem Forschungsgebiet mit der Frage, wie polymere Werkstoffe nachhaltiger gestaltet werden k\u00f6nnen, um den Einfluss auf die Umwelt wie z.B. ihren CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck zu verringern. Eine wichtige Werkstoffklasse, die in unserem t\u00e4glichen Leben allgegenw\u00e4rtig ist, ist die Werkstoffklasse der Polyurethane, die z.B. in verschlei\u00dffesten Oberfl\u00e4chen im Automobil, in Hochleistungs-Klebstoffen oder auch in Schaumstoffen f\u00fcr Matratzen eingesetzt werden. Hier m\u00f6glichst hohe Anteile nachwachsender Rohstoffe einzusetzen und gleichzeitig die Materialeigenschaften durch Nanof\u00fcllstoffe zu verbessern, ist das Ziel der Untersuchungen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_88919\" aria-describedby=\"caption-attachment-88919\" style=\"width: 157px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-88919\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/06\/Bildschirmfoto-2021-05-31-um-13.13.24.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2021-05-31 um 13.13.24\" width=\"157\" height=\"204\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-88919\" class=\"wp-caption-text\">Prof. PhD Sergiy Grishchuk leitet das Projekt auf Seite der Hochschule Kaiserslautern<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Polymerchemiker, Prof. PhD Sergiy Grishchuk aus der Ukraine leitet das Projekt auf Seite der Hochschule und freut sich nicht nur \u00fcber die rund 1,3 Mio. \u20ac Projektmittel, die eingeworben werden konnten, sondern auch \u00fcber den gesamten Mehrwert f\u00fcr die Hochschule: \u201eDie M\u00f6glichkeit des interdisziplin\u00e4ren Austauschs in einem solchen internationalen Forschungsteam, steigert das Innovations- und Forschungspotential an der Hochschule, wovon auch die Qualit\u00e4t in der Lehre profitiert.\u201c<\/p>\n<p>In seiner Umsetzung an der Hochschule Kaiserslautern unterst\u00fctzt wird das Projekt von Dr. Jessica Weyer aus dem Referat Forschung und Projektkoordination der Hochschule. Sie begleitet in ihrer Funktion als EU-Referentin f\u00fcr Forschung internationale Forschungsprojekte.<\/p>\n<figure id=\"attachment_88920\" aria-describedby=\"caption-attachment-88920\" style=\"width: 144px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-88920\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/06\/Bildschirmfoto-2021-05-31-um-13.14.11.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2021-05-31 um 13.14.11\" width=\"144\" height=\"176\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-88920\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Jessica Weyer aus dem Referat Forschung und Projektkoordination der Hochschule unterst\u00fctzt das Projekt in seiner Umsetzung<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als Teil des internationalen Gesamtprojekts, bei dem insgesamt 12 Servicestellen bei unterschiedlichen Projektpartnern etabliert werden, um einen sichtbaren Beitrag zur Umsetzung der europ\u00e4ischen Nachhaltigkeitsstrategie zu leisten, wird am Campus Pirmasens der Hochschule Kaiserslautern eine Service-Stelle f\u00fcr die Entwicklung von neuen biobasierten Weichschaumstoffen f\u00fcr Matratzen und Polsterm\u00f6bel aufgebaut. Daf\u00fcr wird eine spezielle Verarbeitungsanlage installiert. Ein spezifisches Design der Anlage wird eine sparsame und effektive Entwicklung von neuen Schaumstoff-Formulierungen sowie Testung von neuen Biopolyolen und Additiven erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem werden die Dosierlinien so ausgelegt, dass nicht nur die Entwicklung von weichen Sch\u00e4umen, sondern auch von Hartsch\u00e4umen und nicht aufgesch\u00e4umten Polyurethanformulierungen erm\u00f6glicht wird, um ein breiteres Servicespektrum f\u00fcr mehrere Industriebranchen anbieten zu k\u00f6nnen. Ein weiterer Vorteil der Anlage ist, dass die Verarbeitungsparameter nahezu identisch zu solchen an den industriellen Herstellungsanlagen realisierbar sind, was einen einfachen Technologietransfer und ein unkompliziertes Hochskalieren auf das Industrie-Niveau erm\u00f6glicht. Au\u00dferdem wird die Anlage f\u00fcr die Lernzwecke und Ausbildung von qualifiziertem Personal zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Dieses Projekt wird mit Mitteln aus dem Programm Horizon 2020 research and innovation der Europ\u00e4ischen Union gef\u00f6rdert unter der F\u00f6rdervereinbarung Nr. 953270<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Acht Nationen forschen im Projekt BIOMAT gemeinsam an der Entwicklung nachhaltiger Schaumstoffe und Verbundwerkstoffe mit einem hohen Anteil nachwachsender Rohstoffe. Die Hochschule Kaiserslautern bringt hier die Expertise von drei Forschenden vom Campus Pirmasens ein. 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