{"id":8886,"date":"2006-02-20T00:00:00","date_gmt":"2006-02-19T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060220-04n"},"modified":"2006-02-20T00:00:00","modified_gmt":"2006-02-19T22:00:00","slug":"anbau-von-btl-biomasse-vw-kooperiert-mit-drei-bundeslaendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/anbau-von-btl-biomasse-vw-kooperiert-mit-drei-bundeslaendern\/","title":{"rendered":"Anbau von BTL-Biomasse: VW kooperiert mit drei Bundesl\u00e4ndern"},"content":{"rendered":"<p><b>Auf dem Acker ist noch viel m\u00f6glich. &#8220;Mit den richtigen Pflanzen lassen sich die Ertr\u00e4ge um bis zu 50 Prozent erh\u00f6hen&#8221;, sagt Konrad Scheffer, Agrarprofessor an der <a href=\"http:\/\/www.wiz.uni-kassel.de\/ink\/advanced_search_result.php?c=3&#038;keywords=scheffer\" >Universit\u00e4t in Kassel<\/a>. Und sogar mit weniger Insektiziden und Pflanzenschutzmitteln. <\/p>\n<p>Das funktioniert mit dem Zwei-Kulturen-Konzept: Im Herbst wird zum Beispiel Raps ges\u00e4t und dann im Juni geerntet. Danach kommen Mais oder Sonnenblumen in die Erde, sodass im Ergebnis zweimal im Jahr geerntet werden kann. Und das Beste: Auch Unkraut wird verwertet, wenn aus dem Gr\u00fcnzeug Kraftstoff wird.<\/b> <\/p>\n<p>Scheffer macht mit beim Projekt <a href=\"http:\/\/www.volkswagen-nachhaltigkeit.de\/%20nhk\/nhk_folder\/de\/download.Par.0020.Download.pdf\" >SunFuel<\/a>, mit dem <a href=\"http:\/\/www.volkswagen.de\/\" >Volkswagen<\/a> und die Bundesl\u00e4nder Hessen, Niedersachsen und Brandenburg den Anbau von Biomasse testen und forcieren wollen. <\/p>\n<p>&#8220;Statt zw\u00f6lf Tonnen Ertrag pro Hektar haben wir auf Anhieb 30 Tonnen erzielt&#8221;, sagt VW-Projektleiter Wolfgang Steiger. In der N\u00e4he von Wolfsburg, in Uelzen, l\u00e4sst VW auf zehn Hektar Sonnenblumen und Mais, Hanf und Hirse anbauen. <\/p>\n<p>Weitere Versuchsfl\u00e4chen gibt es in Nordhessen und in Brandenburg, wo man sich auf nachwachsende Feldh\u00f6lzer konzentriert: Weiden, Pappeln oder Rubinien werden gepflanzt, ungef\u00e4hr nach drei Jahren abgeschnitten und verwertet. Dann sprie\u00dfen neue Triebe, die wiederum nach drei Jahren geerntet werden. <\/p>\n<p>Der Schwerpunkt des Anbaus liegt in der Uckermark und im Spree-Nei\u00dfe-Gebiet. Insgesamt wird in Brandenburg an acht Standorten auf 116 Hektar der Anbau von Feldholz getestet. Das Geld dazu \u2013 nach Angaben des brandenburgischen Landwirtschaftsministeriums geht es um rund drei Millionen Euro \u2013 stammt zum \u00fcberwiegenden Teil von der EU. Knapp ein Drittel steuert der brandenburgische Steuerzahler bei. <\/p>\n<p>F\u00fcr den BTL-Kraftstoff (Biomass to Liquid) werden unterschiedliche Biomassen und Anbaumethoden ausprobiert. Das Potenzial, da sind sich die Beteiligten bei VW, in der Wissenschaft und Politik einig, ist enorm. In 25 Jahren k\u00f6nnte der BTL-Anteil am Kraftstoffverbrauch bei 25 Prozent liegen \u2013 wenn die Kosten stimmen. <\/p>\n<p>VW-Manager Steiger schwebt ein Preis pro Tonne Biomasse von 25 Euro vor. Doch das, meint Agrarwissenschaftler Scheffer, sei unm\u00f6glich. Er geht von 60 Euro aus und bef\u00fcrchtet, dass die Industrie k\u00fcnftig Billig-Biomasse aus Osteuropa importiert. <\/p>\n<p>M\u00f6glich w\u00e4re das durchaus, denn als Standort f\u00fcr eine gro\u00dfindustrielle Anlage zur Umwandlung der Biomasse in Kraftstoff kommt laut VW- Manager Steiger Brandenburg in Betracht, kurz vor Polen, in der N\u00e4he von Wasserstra\u00dfen.<\/p>\n<p>Steiger zufolge w\u00e4re der BTL-Stoff bei einem \u00d6lpreis von 70 Dollar je Barrel schon jetzt rentabel einsetzbar, derzeit liegt der \u00d6lpreis bei 60 Dollar. Die Qualit\u00e4t des BTL-Stoffs ist &#8220;exzellent&#8221;, freut sich der Automanager. Deshalb sei der Verbrauch beim Einsatz von BTL zehn Prozent geringer als in einem normalen Diesel. <\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/renaissance-der-mischkultur\/\" >2006-02-16<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Auf dem Acker ist noch viel m&ouml;glich. &#8220;Mit den richtigen Pflanzen lassen sich die Ertr&auml;ge um bis zu 50 Prozent erh&ouml;hen&#8221;, sagt Konrad Scheffer, Agrarprofessor<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-8886","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8886","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8886"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8886\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8886"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8886"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8886"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=8886"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}