{"id":88617,"date":"2021-05-27T07:32:50","date_gmt":"2021-05-27T05:32:50","guid":{"rendered":"https:\/\/news.bio-based.eu\/?p=88617"},"modified":"2021-06-16T02:24:18","modified_gmt":"2021-06-16T00:24:18","slug":"aus-lebensmittelabfaellen-wird-nachhaltiges-impraegniermittel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/aus-lebensmittelabfaellen-wird-nachhaltiges-impraegniermittel\/","title":{"rendered":"Aus Lebensmittelabf\u00e4llen wird nachhaltiges Impr\u00e4gniermittel"},"content":{"rendered":"<p>Das Familienunternehmen Rudolf aus Geretsried plant die Errichtung einer Produktionsanlage f\u00fcr fluorfreie Impr\u00e4gniermittel, die zu mindestens 90 Prozent aus nicht verwertbaren Resten der Lebensmittelindustrie bestehen. Textilien werden so auf nachhaltige Weise wasserabweisend. Der Bund f\u00f6rdert das Vorhaben mit einer sechsstelligen Summe.<\/p>\n<p>Rudolf, Hersteller von Textilhilfsmitteln und Spezialchemikalien, arbeitet an einem nachwachsenden Impr\u00e4gniermittel f\u00fcr die Textilindustrie, das ohne fluorhaltige Verbindungen auskommt. Der Grundstoff f\u00fcr das Verfahren soll haupts\u00e4chlich aus Lebensmittelabf\u00e4llen gewonnen werden.<\/p>\n<p>Ziel ist es, eine umweltschonende Alternative f\u00fcr wasserabweisende Textilien zu schaffen. Durch den Verzicht auf Fluor lie\u00dfen sich j\u00e4hrlich 1.500 t Hydrophobierungsmittel zur Impr\u00e4gnierung einsparen. Au\u00dferdem erm\u00f6glicht die Verwendung biobasierter Rohstoffe eine deutlich bessere CO2-Bilanz als erd\u00f6lbasierte Mittel.<\/p>\n<p>\u201eDas innovative Pilotprojekt leistet einen Beitrag zur Umstellung zur kreislauforientierten Industrie und setzt ein Zeichen in der Bekleidungsbranche\u201c, sagt Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r im Bundesumweltministerium. \u201eGerne unterst\u00fctzen wir das Vorhaben daher mit Mitteln aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums mit \u00fcber 800.000 Euro.\u201c<\/p>\n<p>Weniger schwer abbaubare Chemikalien in der Umwelt<br \/>\nHydrophobierungsmittel werden in der Textilindustrie vor allem zur Veredelung und Impr\u00e4gnierung von Outdoor-Kleidung verwendet. Hierzu setzt die Branche seit Langem Fluorcarbonpolymere ein. Sie verf\u00fcgen \u00fcber positive technische Eigenschaften, belasten aber auch die Umwelt, da sie vornehmlich auf erd\u00f6lbasierten Rohstoffen basieren.<\/p>\n<p>Im Rudolf-Verfahren soll das Erd\u00f6l deshalb zu 90 Prozent Abfallprodukten aus der Lebensmittelindustrie weichen, die sich dort nicht weiter verwerten lassen. Dazu geh\u00f6rt beispielsweise Reisschalenwachs.<\/p>\n<p>Mit der durch das Projekt eingesparten Menge fluorierter Hydrophobierungsmittel ergibt sich eine j\u00e4hrliche Reduktion von circa 300 t Perfluorhexans\u00e4ure. Diese Chemikalie, die als Abbauprodukt von entsprechend behandelten Textilien entsteht, ist in der Umwelt nur schwer abbaubar \u2013 anders als die biobasierte Variante.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Familienunternehmen Rudolf aus Geretsried plant die Errichtung einer Produktionsanlage f\u00fcr fluorfreie Impr\u00e4gniermittel, die zu mindestens 90 Prozent aus nicht verwertbaren Resten der Lebensmittelindustrie bestehen. Textilien werden so auf nachhaltige Weise wasserabweisend. Der Bund f\u00f6rdert das Vorhaben mit einer sechsstelligen Summe. 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