{"id":88544,"date":"2021-05-26T07:32:33","date_gmt":"2021-05-26T05:32:33","guid":{"rendered":"https:\/\/news.bio-based.eu\/?p=88544"},"modified":"2021-06-16T02:25:27","modified_gmt":"2021-06-16T00:25:27","slug":"nabu-studie-zur-biooekonomie-ressourcen-sparen-natur-schuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nabu-studie-zur-biooekonomie-ressourcen-sparen-natur-schuetzen\/","title":{"rendered":"NABU-Studie zur Bio\u00f6konomie: Ressourcen sparen, Natur sch\u00fctzen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die einseitige Produktion und Nutzung nachwachsender Rohstoffe kann die Arten- und Klimakrise versch\u00e4rfen. Eine Studie im Auftrag des NABU zeigt L\u00f6sungswege f\u00fcr eine naturvertr\u00e4gliche und nachhaltige Bio\u00f6konomie auf.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_88553\" aria-describedby=\"caption-attachment-88553\" style=\"width: 562px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-88553\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/06\/210505_miscanthus_pixabay-yvesbernardi.png\" alt=\"210505_miscanthus_pixabay-yvesbernardi\" width=\"562\" height=\"374\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-88553\" class=\"wp-caption-text\">Mehrj\u00e4hrige Pflanzen wie Miscanthus tragen zu einer nachhaltigen Biomasseproduktion bei. Foto: pixabay\/Yves Bernardi<\/figcaption><\/figure>\n<p>Um die Erde nicht \u00fcber die Grenzen ihrer Belastbarkeit zu bringen, gilt es, die globalen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen und den Ressourcenverbrauch deutlich zu reduzieren. L\u00f6sung hierf\u00fcr bietet die Bio\u00f6konomie, also ein auf nachwachsenden Rohstoffen basierendes Wirtschaftssystem. Eine neue Studie des Internationalen Instituts f\u00fcr Nachhaltigkeitsanalysen und -strategien (IINAS) im Auftrag des NABU zeigt, wo die Potenziale f\u00fcr eine nachhaltige Nutzung von Rohstoffen am gr\u00f6\u00dften sind. Dar\u00fcber hinaus pr\u00e4sentieren die Autor*innen mit dem ganzheitlichen L\u00f6sungsansatz \u201eBioWEconomy\u201c, wie nachhaltiges Wirtschaften in Zukunft aussehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<h3>Was ist Bio\u00f6konomie?<\/h3>\n<p>Die Bio\u00f6konomie zielt darauf ab, einen Gro\u00dfteil der weltweit verwendeten fossilen Rohstoffe wie Kohle, Erd\u00f6l und Erdgas durch alternative Rohstoffe zu ersetzen. Hierzu dienen nicht nur Pflanzen, Holz und Nutztiere, sondern auch organische Reststoffe, Mikroorganismen, Algen oder Insekten.<\/p>\n<p>\u201eEin Wirtschaftssystem, das auf nachwachsende Rohstoffe setzt, entlastet nicht zwangsl\u00e4ufig die Natur und Umwelt\u201c, so NABU-Pr\u00e4sident J\u00f6rg-Andreas Kr\u00fcger. \u201eEine einseitige und unkontrollierte Nutzung k\u00f6nnte die Klima- und Artenkrise sogar noch versch\u00e4rfen. Unsere \u00d6kosysteme m\u00fcssen in der Bio\u00f6konomie daher unbedingt mitgedacht werden.\u201c Notwendig sind ganzheitliche L\u00f6sungen, bei denen nicht nur technische Innovationen, sondern auch Natur und Gesellschaft miteinbezogen werden. Entscheidend ist hierbei, unseren Ressourcenverbrauch deutlich zu reduzieren, um unsere Erde nicht \u00fcber ihre Grenzen hinaus zu belasten.<\/p>\n<h3>\u00d6kosysteme mitdenken<\/h3>\n<p>Die Studie pr\u00e4sentiert konkrete Handlungsspielr\u00e4ume und zeigt, wie nachhaltiges Wirtschaften in Deutschland und Europa zuk\u00fcnftig aussehen k\u00f6nnte. Dabei ergeben sich f\u00fcnf wichtige Stellschrauben f\u00fcr eine naturvertr\u00e4gliche und nachhaltige Bio\u00f6konomie:<\/p>\n<ul>\n<li>Maximale Biomassemenge anhand der Belastungsgrenzen der Erde festlegen.<\/li>\n<li>Anbausysteme, die die Artenvielfalt f\u00f6rdern, vorantreiben.<\/li>\n<li>Die Natur in \u00d6kosystemen wiederherstellen (als nat\u00fcrliche CO<sub>2<\/sub>-Senken und biodiversit\u00e4tsreiche Lebensr\u00e4ume).<\/li>\n<li>Konventionelle Ern\u00e4hrungs- und Konsumgewohnheiten umstellen und den Futtermittelverbrauch deutlich senken.<\/li>\n<li>Bereits entnommene Rohstoffe effizient nutzen (bspw. Mehrfachnutzung, etwa von<\/li>\n<li>Neben- und Abfallprodukten (Kaskaden) und Recycling).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dar\u00fcber hinaus entwerfen die Autor*innen das ganzheitliche Konzept einer BioWEconomy \u2013 einen fach\u00fcbergreifenden Austausch, um systemische Zusammenh\u00e4nge zu verstehen und gemeinsame L\u00f6sungsans\u00e4tze zu entwickeln und umzusetzen. Als Grundvoraussetzung hierf\u00fcr m\u00fcsste in Deutschland zun\u00e4chst ein verbindlicher Rechtsrahmen geschaffen werden, um alle Regelungen unter dem Dach eines Bio\u00f6konomie-Gesetzes zu vereinen. Nationale Nachhaltigkeits-Ma\u00dfnahmen, etwa bei Bau, Biodiversit\u00e4t, oder der Forst- und Landwirtschaft, k\u00f6nnten so integrierend gesteuert werden.<\/p>\n<p>Zum Download (3.5 MB) &#8211; <a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/imperia\/md\/content\/nabude\/biooekonomie\/210505_nabu-iinas_biooekonomie-studie.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studie: Zukunftsf\u00e4hige Bio\u00f6konomie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die einseitige Produktion und Nutzung nachwachsender Rohstoffe kann die Arten- und Klimakrise versch\u00e4rfen. Eine Studie im Auftrag des NABU zeigt L\u00f6sungswege f\u00fcr eine naturvertr\u00e4gliche und nachhaltige Bio\u00f6konomie auf. Um die Erde nicht \u00fcber die Grenzen ihrer Belastbarkeit zu bringen, gilt es, die globalen CO2-Emissionen und den Ressourcenverbrauch deutlich zu reduzieren. 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