{"id":8840,"date":"2006-03-07T00:00:00","date_gmt":"2006-03-06T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060307-07n"},"modified":"2006-03-07T00:00:00","modified_gmt":"2006-03-06T22:00:00","slug":"8-eurosolar-konferenz-der-landwirt-als-energie-und-rohstoffwirt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/8-eurosolar-konferenz-der-landwirt-als-energie-und-rohstoffwirt\/","title":{"rendered":"8. EUROSOLAR-Konferenz &#8220;Der Landwirt als Energie- und Rohstoffwirt&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20060307-07\/scheer.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"\"\/><b>Mit Bioenergie zur Energieautonomie<\/p>\n<p>Die Potenziale der Biomasse f\u00fcr die Strom-, W\u00e4rme- und Treibstoffproduktion liegen buchst\u00e4blich vor der T\u00fcr. Zwar hat sich Biomasse als energetischer &#8220;Allesk\u00f6nner&#8221; mittlerweile bew\u00e4hrt, doch braucht die noch junge Pflanze Investitionssicherheit, um ihr Potenzial entfalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit diesem Anliegen sind heute knapp 200 Vertreter aus Land- und Forstwirtschaft, aus Forschung und Praxis, Politik und Verwaltung in Bonn zusammengekommen. <\/p>\n<p>Im Rahmen der 8. <a href=\"http:\/\/www.eurosolar.org\/\" >EUROSOLAR<\/a>-Konferenz &#8220;Der Landwirt als Energie- und Rohstoffwirt&#8221;, die in Kooperation mit der <a href=\"http:\/\/www.ea-nrw.de\/\" >Energieagentur NRW<\/a> im Bonner Kunstmuseum stattfindet, diskutieren sie aktuelle Fragen der Gesetzgebung, der Marktentwicklung und Anwendung.<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Energiesicherheit und Umweltfreundlichkeit sind die entscheidenden Zukunftskriterien in der Energieversorgung. Bioenergie ist der Hebel zur Energieautonomie mit Erneuerbaren Energien&#8221;, so Dr. Hermann Scheer, MdB, Pr\u00e4sident von EUROSOLAR und Tr\u00e4ger des Weltpreises f\u00fcr Bioenergie. &#8220;Damit ist nicht nur eine klimafreundliche und unersch\u00f6pfliche Energieversorgung m\u00f6glich. Dar\u00fcber hinaus gibt der notwendige Strukturwandel zur dezentralen Nutzung der Bioenergie dem l\u00e4ndlichen Raum weltweit endlich eine soziale und \u00f6konomische Perspektive.&#8221;<\/p>\n<p>Prof. Dr. Norbert H\u00fcttenh\u00f6lscher, Leiter der Energieagentur NRW, verwies auf die mittelst\u00e4ndische Wirtschaft in NRW, die in der internationalen Biomasse-Branche sehr gut platziert sei: &#8220;Mit j\u00e4hrlichen Zuwachsraten von bis zu 20 Prozent geh\u00f6ren die erneuerbaren Energien zu den Branchen, die sich derzeit europaweit am besten entwickeln. Insbesondere die Biomasse hat bei den Treibstoffen, im W\u00e4rmemarkt wie auch bei der Stromerzeugung ein riesiges Potenzial weltweit. Die deutschen Biogas-Unternehmen sind weltweit f\u00fchrend, darunter sind etliche Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen.&#8221;<\/p>\n<p>Die Vortr\u00e4ge von Praktikern aus der Branche machten deutlich: Biomasse ist der entscheidende Baustein einer Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien auf lokaler und regionaler Ebene. Zahlreiche Kommunen und Regionen setzen mit ihren Stadtwerken, Land- und Forstwirten auf heimische Biomasse, den Energietr\u00e4ger der kurzen Wege. Regionale Wertsch\u00f6pfung, Kostenersparnisse und Unabh\u00e4ngigkeit von den steigenden Preisen fossiler Energietr\u00e4ger sind das Ergebnis.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund des bevorstehenden &#8220;Energiegipfels&#8221; der Bundeskanzlerin m\u00fcsse der Beitrag der Biomasse als grundlastf\u00e4higer Energietr\u00e4ger daher zentral ber\u00fccksichtigt werden, zumal vor Ort erzeugtes Biogas Unabh\u00e4ngigkeit von Erdgasimporten garantiere.<\/p>\n<p>Mit Sorge verfolgten die Teilnehmer dagegen die aktuelle Debatte um die von der Bundesregierung geplante Aufhebung der 2004 eingef\u00fchrten Steuerbefreiung f\u00fcr Biokraftstoffe. <\/p>\n<p>Nachdem der Absatz sich innerhalb eines Jahres von 1,1 Mio. t auf ca. 2 Mio. t in 2005 verdoppeln konnte und der Anteil am Endenergieverbrauch auf 3,4% gestiegen ist, w\u00fcrde ein Wegfall der urspr\u00fcnglich bis 2009 geplanten Steuerbefreiung insbesondere kleinere, neue Anbieter gef\u00e4hrden. <\/p>\n<p>Umweltfreundliche Verbraucher w\u00fcrden z.B. durch erfolgte Umr\u00fcstungen ihrer Kraftfahrzeuge Nachteile erfahren. Seitens der Biokraftstoff-Produzenten w\u00e4ren durch die Planungsunsicherheiten Investitionen von rund 1 Mrd. Euro blockiert. Nicht zuletzt w\u00e4re die Zukunft von ca. 50.000 bestehenden Arbeitspl\u00e4tzen in Frage gestellt.<\/p>\n<p>Sollte stattdessen ein Beimischungszwang f\u00fcr Biokraftstoffe eingef\u00fchrt werden, k\u00f6nnten Landwirte zu blo\u00dfen Zulieferern der Mineral\u00f6lkonzerne werden, worunter Wettbewerb und regionale Wertsch\u00f6pfung gef\u00e4hrdet w\u00fcrden. <\/p>\n<p>Auch die deutlichen Fortschritte hinsichtlich der Erreichung der EU-Ziele f\u00fcr Marktanteile von Biokraftstoffen sollten nicht leichtfertig verspielt werden. Deshalb, so die zentrale Forderung von EUROSOLAR, m\u00fcsse es neben dem Beimischungszwang weiterhin f\u00fcr direkt vermarktete Biokraftstoffe die Steuerbefreiung geben.<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche Konferenzbeitr\u00e4ge finden Sie als pdf-Datei zum Herunterladen auf unserer Internetseite unter <a href=\"http:\/\/www.eurosolar.org\/new\/de\/LaWI2006_prog.html\" >http:\/\/www.eurosolar.org\/new\/de\/LaWI2006_prog.html<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.eurosolar.org\/\" >EUROSOLAR e.V.<\/a> <br \/>Europ\u00e4ische Vereinigung f\u00fcr Erneuerbare Energien<br \/>V.i.S.d.P.: Irm Pontenagel<br \/>Kaiser-Friedrich-Stra\u00dfe 11<br \/>53113 Bonn <br \/>Tel. 0228 \/ 362373 und 362375 <br \/>Fax 0228 \/ 361279 und 361213 <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:info@eurosolar.org\">info@eurosolar.org<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Mit Bioenergie zur Energieautonomie<\/p>\n<p>Die Potenziale der Biomasse f&uuml;r die Strom-, W&auml;rme- und Treibstoffproduktion liegen buchst&auml;blich vor der T&uuml;r. 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